Es gibt zahlreiche regionale Musikfestivals und es gibt die Havelländischen Musikfestspiele. Frank Wasser hat das Klassik-Festival ins Leben gerufen. Im Jahr 2015 wurden die Havelländischen Musikfestspiele 15 Jahre alt. Gefeierte wurde mit über 40 Konzerten im Havelland und als Gewinner des 1. Preises des Tourismuspreises 2015 des Landes Brandenburg.
Ein Klassikfestival verzaubert das Havelland
Die Havelländischen Musikfestspiele wurden 15 Jahre alt
Schon zum 15. Mal lockte das Klassikfestival jung und alt.,
Foto: TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH/Steffen Lehmann
Ein strahlender Februarmorgen. Die Sonne am tiefblauen Himmel strahlt mit der Fassade des Schloss Kleine um die Wette. Aus dem Schloss dringen Klaviermelodien. Im Saal des Schlosses sitzt Frank Wasser am Flügel. In wenigen Tagen wird der Pianist und "Erfinder" der Havelländischen Musikfestspiele den neuen Jahrgang des Klassikfestivals eröffnen.
Ein Blick über die Schulter des Orchesters.,
Foto: TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH/Steffen Lehmann
Frank Wasser ist Pianist UND Kulturmanager. Beides ergänzt sich gut miteinander, sagt er. Auch bei einem Konzert mehrere Tausend Kilometer vom Havelland entfernt, steht er mit seinen Mitarbeitern daheim in Verbindung. Schon jetzt laufen die ersten Gespräche mit Künstlern für die Musikfestspiele in den kommenden Jahren. Die Gestaltung des Festivalkalenders vergleicht Frank Wasser mit einem Klavierabend. Die Zusammenstellung ist wie ein Kunstwerk, bei dem verschiedene Reihen miteinander harmonieren. "Wie bei einer vierstimmigen Fuge", sagt er.
Nicht nur für das akustische, auch für das leibliche Wohl ist gesorgt.,
Foto: TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH/Steffen Lehmann
Klassik vor den Toren Berlins
Vor den Toren Berlins öffnen viele Schlösser und Gutshöfe des Havellandes für das Festival ihre Salons und Gärten. In Klavier- und Kammerkonzerten zeigt sich die Symbiose aus klassischer Musik und der Landschaft des Havellandes. "Wir sind ein Landschaftsfestival und wollen mit den Havelländischen Musikfestspielen die Landschaft des Havellands zelebrieren", sagt Frank Wasser. Das beginnt schon mit dem gedruckten Konzertprogramm. Das passende Geburtagsgeschenk gab es mit dem 1. Platz beim Tourismuspreis des Landes Brandenburg Anfang März 2015.
In den Pausen kann bei einem kleinen Imbiss die havelländische Natur genossen werden.,
Foto: TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH/Steffen Lehmann
Er selbst wohnt seit mehr als 25 Jahren im Havelland und seit vielen Jahren auf einem Bauernhof in der Nähe des Beetzsees. Dort findet er die Ruhe, um sich auf seine Konzerte in aller Welt - und im Havelland vorzubereiten. "Das ist mein Wohnzimmer", sagt er über die Region. Und warum soll man nicht sein eigenes Wohnzimmer gestalten und noch schöner machen. So fing es auch mit den Havelländischen Musikfestspielen an. Als ihn Freunde fragten, doch einmal im Havelland zu spielen, war das der Startschuss für das Klassikfestival.
Auch dieses Jahr können die Musikfestspiele wieder an zahlreichen historischen Orten besucht werden.,
Foto: TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH/Steffen Lehmann
Die Konzertorte der Havelländischen Musikfestspiele reichten 2015 von der Friedenskirche Potsdam über Schloss Ribbeck bis hinunter nach Schloss Rogäsen, einem Ort an dem einst schon Friedrich II. auf seinen Reisen nach Magdeburg die Pferde wechselte. Die Konzerte schlugen dabei auch einen Bogen zur Bundesgartenschau, die von April bis Oktober 2015 an fünf Standorten in der Havelregion stattfanden. Vier Open-Air-Sommerkonzerte fanden anlässlich der BUGA in Ribbeck, im Landgut Stober in Groß-Behnitz und im Schlosspark Nennhausen statt. Der Abschluss der Open-Air-Reihe fand mit dem Gartenfest im Schloss Klessen statt.
Mehr Informationen zu den Havelländischen Musikfestspielen
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