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  • Besucherbergwerk F 60,
        
    

        Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann Besucherbergwerk F 60, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann
    Industriekultur im Land Brandenburg

    Die Industriekultur hat auch in Brandenburg ihre Spuren hinterlassen. Entdecken Sie spannende Orte der Brandenburger Industriegeschichte. Lassen Sie sich zum Beispiel bei einem Besuch des Besucherbergwerks F60, dem "liegenden Eiffelturm", begeistern.

    Die Industriekultur hat auch in Brandenburg ihre Spuren hinterlassen. Entdecken Sie spannende Orte der Brandenburger Industriegeschichte. Lassen Sie sich zum Beispiel bei einem Besuch des Besucherbergwerks F60, dem "liegenden Eiffelturm", begeistern.

Kulturerlebnisse der Industriegeschichte Industriekultur im Land Brandenburg entdecken

Die Geschichte der Industrialisierung kann man an allen Ecken des Landes erleben. Besonders spannend sind die vielfältigen Verflechtungen mit Berlin. Denn ohne Brandenburger Ressourcen wäre die rasante Entwicklung Berlins zur Metropole undenkbar gewesen. Alles was Berlin für seine Entwicklung brauchte, kam auf dem Wasserweg: Lebensmittel, Kohle und Baustoffe.
Heute können die Zeugnisse der Industriegeschichte an zahlreichen Standorten in Berlin und Brandenburg bestaunt werden. Vor allem die Bergbaugeschichte und der stattfindende Landschaftswandel im Lausitzer Seenland kann an den verschiedenen Stationen der ENERGIE-Route eindrucksvoll erlebt werden.

Hier erfahren Sie alles rund um die Industriekultur im Land Brandenburg, Tipps und Tourenempfehlungen per Rad oder zu Fuß. 

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Führung auf der F60 Führung auf der F60, Foto: Tourismusverband Lausitzer Seenland e.V./Nada Quenzel

ENERGIE-Route Lausitzer Industriekultur 
Tauchen Sie ein in die Lausitzer Kulturgeschichte. Die Stationen der ENERGIE-Route zeigen, wie Kohle zu Energie wird und wie die Bergleute lebten und arbeiteten. Per Rad oder zu Fuß begegnen Sie den Landschaftswandel von einer ganz anderen Seite.

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Oder-Havel-Kanal mit Schiffshebewerk, Foto: Bad Freienwalde Tourismus GmbH Schiffshebewerk Foto TMB Wolfgang Korall 1920x1200

Mehr über die Industriegeschichte im gesamten Land Brandenburg mit ausführlichen Informationen über einzelne Stationen erfahren Sie hier.
Wir geben Ihnen Tipps zu Highlights und Kleinoden der Industriekultur in Brandenburg, die Sie besucht haben sollten. 

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Blick auf den Berliner Osthafen mit Oberbaumbrücke Blick auf den Berliner Osthafen mit Oberbaumbrücke, Foto: Andreas Muhs

Kaum eine andere europäische Hauptstadt wurde durch die Industriegeschichte so bestimmt wie Berlin. Eine Großstadt, die für Auf- und Umbrüche in der Geschichte steht. Zeugnisse einer industriellen Entwicklung beeinflussen bis heute das Berliner Leben.

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Herbstangebote Auf den Spuren der Briketts und Ziegel: In den Herbstferien Industriekultur entdecken

Verlassene Fabriken, stillgelegte Kraftwerke, nostalgische Technik: Authentische Industriekulturorte in Brandenburg und Sachsen ermöglichen Begegnungen mit einer Welt, die bis vor wenigen Jahrzehnten für Tausende in der Region noch Alltag war, aber heutigen Generationen bereits unendlich fern und fremd erscheint. Die Herbstferien sind eine gute Gelegenheit, spielerisch in diesen faszinierenden Kosmos vorzustoßen. Mehrere Museen halten Mitmach- und Erlebnisangebote parat. Das Touristische Netzwerk Industriekultur in Brandenburg und die ENERGIE-Route Lausitzer Industriekultur stellen hier die spannendsten Optionen vor.

Energiefabrik Knappenrode

Als vor 150 Jahren die Braunkohleförderung in der Lausitz in Schwung kommt, ist es vorbei mit dem stillen und ländlichen Leben in der Region. Aus Bauern werden Bergleute und Fabrikarbeiter, die Städte füllen sich, Werke und Arbeitersiedlungen schießen wie Pilze aus dem Boden. Bis in die 1980er Jahre ist die Lausitz das Energiezentrum der DDR. Mit dem Mauerfall beginnt abermals ein neues Kapitel. Tagebaue werden aufgegeben, geflutet, renaturiert. Die größte von Menschenhand geschaffene Wasserlandschaft entsteht. Es ist ein Jahrhundertprojekt, das bis heute andauert.

Die neue Dauerausstellung in der Energiefabrik Knappenrode im sächsischen Hoyerswerda erzählt diese wechselvolle Geschichte des Lausitzer Reviers und seiner Menschen. Nach mehr als zwei Jahren Umbau öffnet sie am 16. Oktober. Auf zwei Etagen und 1400 Quadratmeter Ausstellungsfläche lässt sie an multimedialen Stationen und in Filmen Zeitzeugen zu Wort kommen, erklärt wie die Menschen vor und während der Industrialisierung hier lebten und wirft einen Blick in die Zukunft nach dem Kohleausstieg im Jahr 2038.

Daran schließt sich der individuelle Fabrikerlebnisrundgang an. Besucher erfahren, wie vor Ort aus Braunkohle Briketts gepresst wurden. Zweimal am Tag ertönt die Werkssirene. Daraufhin scheint der riesige Maschinenpark mit lautem Rattern und Dröhnen zum Leben zu erwachen. Es ist eine Audioinstallation, die einen kleinen Eindruck von den schweren Bedingungen vermittelt, unter denen die Menschen hier einst gearbeitet haben. Bei der „Kleinen Kumpeltour“, die in den Herbstferien gebucht werden kann, werden Familien an die Arbeitsplätze der einstigen Werksarbeiter geführt.

Ein an der Kasse erhältlicher Rucksack, gefüllt mit Rätseln und Quizspielen, lädt dazu ein, die Energiefabrik auf eigene Faust zu erkunden. Auch der Entdeckerkompass führt wie ein Reiseführer Familien zu kindgerechten Angeboten auf dem Areal, darunter ein bewegliches Modell einer Förderbrücke und eine begehbare Lok. Voraussichtlich ab Mitte September werden auf der Webseite der Energiefabrik Termine für Führungen und museumspädagogische Angebote bekannt gegeben. www.energiefabrik-knappenrode.de

ZCOM Zuse-Computer-Museum Hoyerswerda

Ein Computer als täglicher Begleiter? Anno 1941 war das unvorstellbar. Als Konrad Zuse, der „Vater des Computers“ seine erste Rechenmaschine Z3 baute, war das ein raumfüllendes und energiefressendes Ungetüm. Das Zuse-Computer-Museum in Hoyerswerda erinnert in seiner Dauerausstellung an den Erfinder und die Geschichte des Computers. Mit einer App können kleine und große Besucher in drei interaktiven Kurzgeschichten verfolgen, wie die Computerpioniere ihre ersten Rechner entwickelten. Bei einer analogen Museumsrallye müssen Fragen beantwortet und an verschiedenen Stellen in der Dauerausstellung Rätsel gelöst werden.

Außerdem bietet das Museum in den Herbstferien zwei spannende Workshops für Familien an: Am 23. Oktober werden Bilder und Schablonen aus dem Lasercutter geschnitten. Damit können Motive auf ein mitgebrachtes T-Shirt gesprüht werden. Am 30. Oktober können alle Interessierten bei „Mikrocontroller für Anfänger“ elektrische Bauteile kennen lernen und erste Schritte in der Programmierung wagen bis einem ein Licht aufgeht oder zumindest eine LED blinkt. Anmeldungen unter Tel. 03571 2096080 oder service@zuse-computer-museum.com. www.zuse-computer-museum.com

Kunstgussmuseum Lauchhammer

Goethe und Schiller in San Francisco, Helvetia in Genf, ein chinesischer Generalgouverneur in Shanghai: Großplastiken und Bronzegüsse aus dem brandenburgischen Lauchhammer sind in aller Welt zu finden. Die Kunstgießerei der Stadt, 50 Kilometer nördlich von Dresden, war im 19. Jahrhundert weithin bekannt für ihre monumentalen Statuen, Büsten, Glocken, Brunnen, Säulen, Brücken und Portale. Fast 300 Jahre nachdem der erste Hochofen angeblasen wurde, entstehen bis heute in der Kunstgießerei Skulpturen, Plastiken und Reliefs. Nebenan in einem Schulgebäude stellt das Kunstgussmuseum eine denkmalgeschützte Sammlung von rund 2800 Reliefs und Modellen aus Gips und Metall aus. Auch Eisen- und Bronzebildnisse, Poterie-Waren, Möbel, Medaillen und Gebrauchsgegenstände sind zu sehen.

In den Herbstferien bietet das Museum Mitmachangebote für Familien: Täglich können jüngere Kinder Gipsreliefs anmalen, ältere dürfen aus Gipsplatten ihr Relief selbst schnitzen. Am 24. und 25. Oktober, zum Tag des Offenen Ateliers, ist der Berliner Bildhauer Thomas Klemm zu Gast. Er leitet einen Workshop zum Modellieren und Abformen eines Porträts aus Ton und Gips. Anmeldungen unter Tel. 03574 860166 oder info@kunstgussmuseum-lauchhammer.de.

Am 31. Oktober eröffnet das Museum die Sonderausstellung „Lauchhammer in aller Welt“ mit Fotos von Kunstgussobjekten aus der Manufaktur, die in verschiedenen Ländern ihr Zuhause gefunden haben. Vom 31. Oktober bis 1. November sind außerdem die „Kunstgusstage“. Kinder sind eingeladen, aus Ton ein eigenes Denkmal zu formen. www.kunstgussmuseum-lauchhammer.de

Ziegeleipark Mildenberg

Mitten in einer traumhaften Seenlandschaft an der Havel zwischen Zehdenick und Burgwall, 60 Kilometer nördlich der Hauptstadt, rauchten noch bis 1990 meterhohe Schornsteine, holten Bagger wertvollen Ton aus der Erde und ratterten Feldbahnen mit Kohle und Ziegeln unermüdlich über Schienen. In Zehdenick entwickelte sich Anfang des 20. Jahrhunderts das größte Ziegelrevier Europas – mit 60 Ringöfen und zeitweise mehr als 5000 Arbeitern. Die Ziegel aus Zehdenicker Ton wanderten mit Frachtschiffen über die Havel nach Berlin, wo sie für die schnell wachsende Metropole dringend benötigt wurden. Nach der Wende mussten die Ziegeleien schließen, nicht verfüllte Tonrestlöcher füllten sich mit Wasser. So entstand die einzigartige Tonstichlandschaft, die heute Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen ist.

Mittendrin liegt der Ziegeleipark Mildenberg, der die Geschichte der Ziegelproduktion lebendig macht. Auf dem Erlebnisgelände mit multimedialen Ausstellungen, Abenteuerspielweise, Yachthafen und Campingplatz gibt es für Familien viel zu entdecken. In den brandenburgischen Herbstferien vom 12. bis 24. Oktober lädt der Park zum Ferienspaß ein. Kleine und große Besucher können ihre eigenen Ziegel herstellen. Zum Abschluss der Ferien wird am 24. Oktober das Feldbrandofenfest mit Lagerfeuer und Fackeln gefeiert. Dann können die selbst hergestellten Ziegel im Ofen gebrannt werden.

Die historische Tonlorenbahn, die einst zwischen Tongrube und Ziegelei pendelte, ist täglich unterwegs. Die 70-minütige Fahrt führt auch durch einen Teil des Naturparks Uckermärkische Seen. In den Ferien am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag können Kinder ab 1,20 Meter Körpergröße den Ziegeleibahn-Führerschein ablegen und selbst eine Diesellok vom Typ „NS2“ steuern. Anmeldungen unter Tel. 03307 310410. www.ziegeleipark.de

Museumsdorf Baruther Glashütte

Zwischen Spreewald und Fläming scheint in einem kleinen Ort die Zeit stehen geblieben zu sein: im Museumsdorf Baruther Glashütte. Seit 300 Jahren ist hier die Kunst des Glasmachens zu Hause. In einem denkmalgeschützten Ensemble aus schlichten Fachwerkhäusern mit roter Ziegelausfachung betreiben heute 20 Kunsthandwerker und Händler kleine Ateliers. Im Museum wird die Geschichte der Glasherstellung anschaulich erklärt. Eine Schau-Glasbläserei führt das traditionelle Handwerk vor.

Vom 10. Oktober bis 1. November stellt das Museumsdorf von Dienstag bis Sonntag ein Ferienprogramm auf die Beine. Im Glasstudio können Besucher eine Glaskugel nach ihren Farbwünschen herstellen lassen, in der Galerie Packschuppen können sie aus Glasperlen und einem Lederband eine Kette oder ein Armband anfertigen. Im Museum sind Gäste eingeladen dienstags und mittwochs aus Mosaiksteinen auf Presseholzplatten eigene Bilder zu gestalten, donnerstags und freitags werden in der „Neuen Hütte“ Trinkgläser und Butzenscheiben bemalt. Am 24. Oktober wird eine spannende Ortsführung angeboten, am Abend trifft man sich in der historischen Hütte von 1861 zum Ofenzauber und zu einer urigen Brotzeit. Anmeldungen unter Tel. 033704 980914 oder info@museumsdorf-glashuette.de.

Sehenswert sind zudem die Kunstausstellung „60 Sachen“ und die Sonderausstellung „Glas 1990. Eine Branche in der Transformation“. www.museumsdorf-glashuette.de

 

 

 

 

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Energiefabrik Knappenrode, Foto: Wolfgang Wittchen

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