• Sicht auf das Ökodorf Brodowin, Foto: TMB-Fotoarchiv/Matthias Schäfer Sicht auf das Ökodorf Brodowin, Foto: TMB-Fotoarchiv/Matthias Schäfer
    Ort: Brodowin

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Den Kühen und Ziegen beim Melken zusehen Ökodorf Brodowin setzt seit 25 Jahren auf Bio-Landwirtschaft

16. Juli 2016 von Matthias Schäfer

Sanfte Hügel und urige Buchenwälder prägen die Landschaft. In der Ferne, fast am Horizont, grasen auf den üppig bewachsenen Weiden Kühe und Ziegen. Auf einer Wiese picken freilaufende Hühner im grünen Gras neben ihrem mobilen Stall auf Rädern. In dieser Idylle des Barnimer Landes liegt das Ökodorf Brodowin, das seit 25 Jahren auf Bio-Landwirtschaft setzt.

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Ludolf von Maltzan leitet seit 2006 als Geschäftsführer die Geschicke auf dem Demeter-Betrieb in Brodowin. Foto: TMB-Fotoarchiv/Matthias Schäfer

Während sich konventionelle Landwirte immer weiter spezialisieren, passiert in Brodowin genau das Gegenteil. "Wir setzen parallel auf Kühe, Ziegen, Hühner und Gemüseanbau. Wir halten alle unsere Tiere artgerecht. Sie haben viel Auslauf und können den Himmel sehen", erklärt Ludolf von Maltzan. Er leitet seit 2006 als Geschäftsführer die Geschicke auf dem Demeter-Betrieb in Brodowin. Mit seinen rund 1.200 Hektar Fläche zählt er zu den größten in Deutschland.

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Immer den Ziegen nach: Das Ökodorf Brodowin setzt gleichzeitig auf Kühe, Hühner und Gemüseanbau. Foto: TMB-Fotoarchiv

Begonnen hatte alles im Jahr 1991. Dass es ausgerechnet in Brodowin war, hängt viel mit der speziellen Geschichte des Ortes zusammen. Zu DDR-Zeiten lief der damalige hier ansässige Agrarbetrieb auf Hochtouren - hatte den Boden aber im Laufe der Jahrzehnte völlig ausgelaugt. "So konnte es hier nicht mehr weitergehen", erzählt Ludolf von Maltzan.

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Immer im grünen Gras picken: der mobile Hühnerstall auf Rädern macht’s möglich. Foto: TMB-Fotoarchiv/Matthias Schäfer

"Vor 25 Jahren hatten sich deshalb die Bewohner des Dorfes in der Zeit der runden Tische zusammengesetzt und sich das Ziel vorgenommen, möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten, aber gleichzeitig die Natur zu schützen." Schließlich liegt Brodowin seit der politischen Wende mitten im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin, was 1990 eine der letzten Amtshandlungen der DDR-Regierung gewesen war.

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Kühe auf der Weide Foto: TMB-Fotoarchiv/Matthias Schäfer

Das Wichtigste für Ludolf von Maltzan ist aber, dass alles, was im Ökodorf geschieht, jederzeit beobachtet werden kann: ob das Abfüllen der Kuh- und Ziegenmilch in der gläsernen Schaumeierei, die Butter- und Quark-Produktion oder die Herstellung von Ziegenfeta, sagt der gelernte Landwirt, der ursprünglich aus Südafrika stammt. "Wo gibt es das schon, dass Besucher den Weg der Milch vom Stall bis zur Ladentheke mitverfolgen können? Das ist eben das Besondere in Brodowin. Und das schafft ganz viel Vertrauen."

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Alle Produkte kann man sich ganz individuell im "Brodowiner Ökokorb" zusammenstellen lassen, der dann direkt nach Hause geliefert wird. Foto: TMB-Fotoarchiv/Matthias Schäfer

Unser Tipp:

Auf der Terrasse hinter dem Hofladen können Besucherinnen und Besucher entspannt den großen und kleinen Hunger aus der Landhausküche stillen und als Nachtisch das Eis aus Brodowiner Milch probieren. Viele weitere Produkte gibt es im Hofladen. Oder man bestellt sich ganz individuell den "Brodowiner Ökokorb", der dann direkt nach Hause geliefert wird.

 

 

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