• Kanu im Naturpark Uckermärkische Seen, Foto: TMB-Fotoarchiv/Hendrik Silbermann Kanu im Naturpark Uckermärkische Seen, Foto: TMB-Fotoarchiv/Hendrik Silbermann
    Ort: Lychen II

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Kanu-Rundtour durch die Uckermark mit Landpartie Von Lychen nach Templin für die ganze Familie

12. Mai 2015 von Matthias Schäfer

Fast geräuschlos taucht das Paddel ins klare Wasser. Zwischen dem Schilf am Ufer ertönt der Ruf eines Kranichs. Ein Schwarm kleiner Fische huscht am Kanu vorbei. Dann wieder Stille – nur das Glitzern der Sonnenstrahlen auf der Wasseroberfläche vor Augen. Das ist kein Traum – das ist der Naturpark Uckermärkische Seen.

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Foto: TMB-Fotoarchiv/Yorck Maecke

Hier auf den Seen und Flüssen der Region kennt sich Marcus Thum besonders gut aus. „Jedes Mal wenn ich diese Kanutour mache, entdecke ich etwas Neues: einen Biber bei der Arbeit, einen Graureiher oder einen Eisvogel mit dem typischen blaugrünen Gefieder“, erzählt der Naturführer. Mit seiner Familie betreibt er seit 17 Jahren in Lychen die Flößerei sowie den Kanuverleih Treibholz mit angeschlossenem Ferienhaus. „Eigentlich wollte ich ja wie mein Großvater Förster werden – doch dann faszinierte mich das Wasser hier in der Gegend mehr“, sagt Marcus Thum.

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Die Kanu-Rundtour Lychen-Templin-Lychen ist auch gut für Familien mit Kindern geeignet. Foto: tmu GmbH/Klaus-Peter Kappest

Die etwas mehr als 60 Kilometer lange Tour, die für Anfänger wie für Familien mit Kindern gleichermaßen geeignet ist, beginnen Bahnreisende am besten in Templin. Wer mit Auto und dem eigenen Boot anreist, startet in Lychen und parkt den Wagen in der Nähe des Nesselpfuhls. Und schon kann es losgehen. Gemächlich gleitet das Kanu über den Großen Lychensee dahin – weiter geht es über das idyllische Flüsschen Woblitz – durch dichte Wälder, an saftigen Wiesen und tiefen Sumpfgebieten entlang. In Himmelpfort muss die erste von insgesamt sieben Schleusen passiert werden. Wer sich hier vorher noch die Füße vertreten möchte, besucht das ehemalige Zisterzienserkloster mit Kräutergarten.

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Blick von der Draisinenstrecke Lychen-Fürstenberg/Havel auf den Großen Lychensee. Foto: TMB-Fotoarchiv/Matthias Schäfer

Nun führt die Tour über den Stolpsee in Richtung Havel. „Hier sind gerade am Wochenende einige Motorboote unterwegs. Daher empfehle ich die Tour von Montag bis Freitag zu machen. Dann ist es wesentlich ruhiger auf der Havel“, berichtet Marcus Thum. Und genügend Lebensmittel sowie das eigene Zelt sollten nicht fehlen. Denn unterwegs gibt es mehrere Biwakplätze, die kostenlos genutzt werden können. Allerdings sind diese sehr einfach ausgestattet – mit Plumpsklo und einer Feuerstelle zum Grillen. Wer lieber ein festes Dach über dem Kopf haben möchte, quartiert sich in Bredereiche in der Gaststätte „Bootshaus“ ein.

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Unterwegs locken kleine Badestellen zum Sprung ins erfrischende Wasser. Foto: TMB-Fotoarchiv/Hendrik Silbermann

Ab hier geht es dann rund 20 Kilometer durch Naturschutzgebiet, vorbei an grasenden Kühen und Ziegen. An der Schleuse Regow sollten Wasserwanderer unbedingt eine längere Pause einlegen, denn hier auf dem Capriolenhof von Sabine Denell und Hans-Peter Dill gibt es hervorragenden Ziegenkäse zum Kosten. Nach den Schleusen Zaaren und Schorfheide müssen Kanufahrer sich links halten und Richtung Templin paddeln. Es folgt die Schleuse Kannenburg in deren Nähe sich ein weiterer Biwakplatz befindet, der besonders idyllisch auf einer kleinen Halbinsel liegt.

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Wasser-Erlebnis der besonderen Art: In Lychen besteht die Möglichkeit, besonders umweltfreundlich eine Tour mit modernen Solarbooten auf dem See zu unternehmen. Foto: TMB-Fotoarchiv/Matthias Schäfer

Dann geht es mitten durch die Stadt Templin und weiter über den Stadtsee, Gleuensee bis zum Landgasthaus Lindenhof am Netzowsee. Ab hier beginnt eine rund sechs Kilometer lange Landpartie: „Dafür bekommt jedes Kanu zwei Rollen umgeschnallt und dann schiebt jeder sein Boot über den asphaltierten Radweg vor sich her zum Platkowsee“, erklärt Marcus Thum. Wem das zu viel ist, nutzt den Shuttle-Service vom Lindenhof. Auf halber Strecke, in Gandenitz, lockt eine Gaststätte für Erfrischung – bevor die letzte Etappe nach Lychen folgt und sich der Rundkurs schließt.

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Auch Kombi-Touren sind im Naturpark Uckermärkische Seen möglich: Eine Etappe mit der Draisine und die andere mit dem Kanu oder Floß zurücklegen. Foto: TMB-Fotoarchiv/Matthias Schäfer

Auf Schienen zum See

Wer die Region zwischen Fürstenberg/Havel und Lychen nicht nur auf dem Wasser kennenlernen möchte, macht eine Kombi-Tour. Los geht es in Fürstenberg mit der Fahrraddraisine bis nach Hohenlychen. Von hier sind es nur wenige Minuten bis zur Kanustation Treibholz, wo das Floß bereits startklar ist, um in See zu stechen.

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