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  • Blick über den Ruppiner See,
        
    

        Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann Blick über den Ruppiner See, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann
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TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH

Fontane200 Einmal rund um den Ruppiner See

05. März 2019 von Steffen Lehmann

Fontane aller Orten in diesem Jahr. Aber wie seinen 200. Geburtstag standesgemäß würdigen? Meine Lektüre von „Effi Briest“ liegt schon so lange zurück, dass ich mich für eine Runde um den Ruppiner See entscheide, um den Dichter meine Aufwartung zu machen. Die Tour ist ein Best-of-Fontane. Es gibt kleine Dorfkirchen, famose Ausblicke, lauschige Plätzchen am See, die man am liebsten für sich behalten möchte und natürlich auch Schmackhaftes für den Gaumen. Ich nehme für meine Fontane-Tour das Fahrrad. Der 14 Kilometer lange Ruppiner See lässt sich aber auch per Pedes umrunden. Auf der Karte wird die Fahrtzeit mit dem Rad mit etwa zwei Stunden angegeben. Ich verrate kein Geheimnis, wenn ich sage, dass ich länger gebraucht habe. Der Grund ist ganz einfach: es gibt entlang der Strecke einfach zu viel zu sehen!

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Ruppiner See mit Blick auf Alt Ruppin Ruppiner See mit Blick auf Alt Ruppin, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann
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Fontane weist den Weg

Ich starte am Hotel am Alten Rhin in Alt Ruppin. Das Hotel hat im Fontane-Jahr extra ein Jubiläums-Arrangement im Programm. Direkt neben dem Hotel gibt es den Fahrradverleih „Rhinpaddel“ (wer mit dem eigenen Rad anreist, startet natürlich am Bahnhof Rheinsberger Tor). Wer durch das Fontaneland rund um Neuruppin fährt, stößt unweigerlich auf den Autor und sein Werk. Ich bin gerade einmal wenige Minuten unterwegs, da biege ich auf die Wuthenower Straße (die Erzählung „Schach von Wuthenow“ veröffentlicht Fontane 1882 in der Vossischen Zeitung. Darin geht es um das gesellschaftliche Drama rund um eine Affäre eines Offiziers zu einer Dame). In Gildenhall, dann die erste Fotopause. Von der anderen Seite des Sees grüßen die Türme der Klosterkirche St. Trinitatis. Wer sich hier erfrischen will, kann an der Badestelle in den See springen.

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Blick über den Ruppiner See Blick über den Ruppiner See, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

In Gnewikow halte ich kurz, um ein Bild von der schmucken Dorfkiche aus Feldsteinen zu machen. Weiter unten schimmert der Ruppiner See in tollstem Blau. Aber nur zum Baden bin ich heute auch nicht hier, dafür ist später noch Zeit. Nächster Halt ist Karwe. Der Ort hat natürlich auch eine Kirche. Viel interessanter ist aber, dass der Ort Schauplatz einer veritablen Seeschlacht zwischen den benachbarten Karwe und Wustrau war, von der auch Fontane berichtet. An der Südspitze des Ruppiner Sees ist Halbzeit. Beste Gelegenheit für eine Pause, um einen kleinen Happen zu essen. Hinter der Schleuse in Alt-Friesack liegt die Fischerhütte der Fischerei Pfefferkorn.

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Zu Unrecht kaum bekannt: Marie Goslich

Gut gestärkt geht es weiter ins Brandenburg-Preußen-Museum in Wustrau. Im Garten grüßt der alte Zieten die Besucher. Das Museum hat sich im Fontane-Jahr bewusst dazu entschieden, nicht noch eine Ausstellung über den Dichter zu machen. Stattdessen stellt das Haus am Ufer des Ruppiner Sees eine zu Unrecht kaum bekannte Frau und ihre Fotografien vor: Marie Goslich. Heute gilt sie in der Fotografen-Zunft als Grand Dame des Fotojournalismus. Darüber hinaus ist ihr Werk kaum bekannt. Sie sorgte Anfang des 20. Jahrhunderts in der Männerdomäne Fotografie für viel Aufsehen und war die vielleicht erste Journalistin, die ihre Reportagen mit eigenen Fotografien illustrierte. Marie Goslich entdeckte erst spät die Fotografie. Da war sie schon 44 Jahre alt. Ihre ersten Bilder erscheinen 1905 in einer Reportage über den Spreewald. Ihr fotografischer Nachlass wurde erst vor zehn Jahren in Geltow entdeckt. Mit ihrer Plattenkamera suchte sie die „Poesie der Landstraße“ auf ihren Wanderungen durch Brandenburg einzufangen.

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Marie Goslich, Foto: TMB-Fotoarchiv Marie Goslich, Foto: TMB-Fotoarchiv

Streifzug durch das Zietendorf Wustrau

Nach dem Museum wartet aber noch jede Menge Wustrau auf mich. Gleich neben dem Museum steht die prächtige Dorfkirche. Der älteste Teil der Kirche stammt aus dem 13. Jahrhundert, der barocke Turm aus dem dem späten 18. Jahrhundert. Der wertvolle Altar stammt aus dem 15. Jahrhundert. Beim Gang durch das Dorf kommt man schnell zum ehemaligen Eiskeller und läuft dann vorbei am Schloss, in dem heute die Deutsche Richterakademie untergebracht ist. Im Sommer werden das Schloss und der See zur Theaterbühne. Dann findet hier das Seefestival Wustrau statt.

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Wustrau markiert die Halbzeit auf meiner Seentour. Jetzt geht es schnurstracks zu Fontane nach Neuruppin. Ich bin gerade in paar Minuten unterwegs, da muss ich schon wieder Pause machen. In Buskow komme ich an der Badestelle vorbei. Sie gehört mir heute ganz allein. Die Gelegenheit lasse ich nicht ungenutzt verstreichen. Das kurze Bad im See habe ich mir verdient (Tipp: Badesachen also immer dabei haben!). Von hier sind es nur noch ein paar Kilometer bevor ich wieder das Ortschild von Neuruppin passiere. An der Seepromenade rolle ich gleich durch die gute Stube der Stadt.

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Weg bei Buskow Weg bei Buskow, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann
Badestelle in Buskow Badestelle in Buskow, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Ich mache einen kurzen Abstecher und fahre zur Löwen-Apotheke, dem Geburtshaus von Theodor Fontane. Eine kleine Tafel neben dem Eingang verrät das „Geheimnis“. Eine kleine Oase mitten in der Stadt ist der Tempelgarten hinter dem Museum Neuruppin. Hier gehe ich immer hin, wenn ich in Neuruppin bin. Ich mag besonders die stillen Ecken hier. Kein Geringerer als Preußenkönig Friedrich II. ließ den Garten anlegen, der als Kronprinz in der Stadt stationiert war. Sein orientalisches Aussehen erhielt die Anlage Mitte des 19. Jahrhunderts, als eine Neuruppiner Kaufmannsfamilie das Areal erwarb.

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Kurz vor dem Ziel in Alt Ruppin geht es ein ganzes Stück durch den Stadtpark. Der ist so etwas wie die grüne Lunge der Stadt. Am Ende habe ich für meine Fontane-Jubiläumsrunde sechs Stunden benötigt. Die hat auf jeden Fall Lust auf mehr Fontane gemacht – und zuhause stehen ja noch die „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ im Regal.

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Fontane für den Gaumen

In der Reiseregion Ruppiner Seenland gibt es zum Fontane-Jubiläum eine Reihe von Restaurants, die dem Dichter einen kulinarischen Geburtstagsgruß entrichten. Meine Belohnung für die Tour de Ruppiner See ist das Fontane-Menü, das aus geeister Gurkensuppe, Reusenplatte mit viel Fisch und einem Sauerkirsch-Pumpernickel-Parfait zum Abschluss besteht. Da ist ein Spaziergang sozusagen Pflicht und so mache ich noch einen Abstecher zum Freibad Alt Ruppin. Hier tummelt sich nur eine Entenfamilie, sonst ist niemand da, der den grandiosen Sonnenuntergang über Neuruppin genießt.

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Fischgericht Fischgericht , Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

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