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  • Mit dem Wagen unterwegs,
        
    

        Foto: TMB-Fotoarchiv/Antje Tischer Mit dem Wagen unterwegs, Foto: TMB-Fotoarchiv/Antje Tischer
    Ort: Bad Belzig
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TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH

Zeigt her eure Füße, zieht aus eure Schuh… Unser Ausflug zum Barfußpark und Baumkronenpfad

04. April 2019 von Antje Tischer

Kuckuck ... Erst einer und dann der zweite kleine Kopf, welcher grinsend durch den Türschlitz schaut und uns daran erinnert, dass 7.00 Uhr ja auch schon reichlich spät ist an einem freien Freitag. Leicht gähnend, aber voller Vorfreude auf den anstehenden Familienausflug lassen wir uns natürlich gerne von unseren Patenkindern wecken. Die beiden Wirbelwinde Malte und Merle freuen sich schon ganz besonders auf diesen Tag. Kein Wunder, denn heute werden wir uns mal so richtig die Füße schmutzig machen.

Mit 3 und 4 Jahren ist der Begriff Barfußpark nicht selbsterklärend und so haben wir das perfekte Thema für die Autofahrt nach Beelitz-Heilstätten im schönen Fläming. Den Park kann man übrigens auch sehr gut mit der Bahn erreichen, von Berlin aus mit dem RE 7 Richtung Dessau. Vor Ort angekommen sind es noch 5 bis maximal 10 Minuten zu Fuß – die ideale Großstadtflucht raus nach Brandenburg.

Vor über 100 Jahren wurden die Heilstätten erbaut und dienten besonders den Berlinern als Behandlungsstätte gegen die damals stark verbreitete Tuberkulose. Wer mag und keine Höhenangst hat, kann über den Bäumen das Gelände auf dem Baumkronenpfad von oben besichtigen. Hier wird einem erst so richtig die Größe der einstigen Lungenheilanstalt bewusst.

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Eingangsbereich Barfußpark Eingangsbereich Barfußpark, Foto: TMB-Fotoarchiv/Antje Tischer

Endlich geht es los...

Angekommen am Park, begrüßt uns ein kleiner Wagen, welcher prompt in Beschlag genommen wird. Da wir ausreichend Zeit haben und uns die Neugier gepackt hat, kaufen wir gleich das Kombiticket und wollen im Anschluss den Baumkronenpfad besuchen. Der Barfußpark hat nur in der „Sommersaison“ geöffnet und diese beginnt meistens im April. Da man wirklich nur bis allerhöchstens zu den Unterschenkeln in unterschiedliche Naturböden eintaucht, eignet sich der Park auch für einen Ausflug vor oder nach der großen Sommerhitze.

"So jetzt aber raus aus den Schuhen", versuche ich mein Patenkind zu ermuntern. Merle ist immer noch etwas skeptisch, denn als kleine Dame hat sie doch extra ihre Lieblingsschuhe angezogen und diese sollen nun in den vielen abschließbaren Fächern verschwinden. Dort lagern wir alles, was nicht unbedingt mit muss und sind positiv überrascht über soviel Stauraum. Malte kann es kaum erwarten und wäscht seine Füße gleich mal vorsorglich mit den kleinen Duschen im Umkleidebereich und so starten wir mit nassen Spritzern auf den Sachen.

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Wasserbad im Barfußpark Wasserbad im Barfußpark, Foto: TMB-Fotoarchiv/Antje Tischer

Der erste Rundweg ruft nach uns…

Insgesamt gibt es 3 Rundwege im Barfußpark mit einer Gesamtlänge von 3 Kilometern. Das klingt erst einmal wenig, aber bei über 60 Stationen gibt es auf jedem Rundweg viel zu entdecken. Eine farbliche Unterteilung macht es sogar für die Kleinen einfach, die Karte zu lesen.

Direkt hinter dem Café beginnen wir mit dem roten Rundweg und machen unsere Fußsohlen nass, bevor wir über Glasscherben, Feldsteine und Kieselsteine laufen. Doch da hören wir es schon: „Hier können wir nicht langgehen… das tut bestimmt weh“ – die beiden Wirbelwinde trauen den Scherben nicht und wir müssen in der Tat etwas Überzeugungsarbeit leisten und erklären, dass die Scherben natürlich abgerundet und begehbar sind. Nachdem einzelne Exemplare genauestens inspiziert worden sind und nicht wenige die Hosentaschen füllen, darf auch der erste Fuß raus und das Eis ist im Nu gebrochen. Nach jedem Abschnitt leeren wir natürlich die Hosentaschen und geben die Steinchen wieder zurück.

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Glasscherben Glasscherben, Foto: TMB-Fotoarchiv/Antje Tischer

Es kribbelt, piekst und drückt … Wir haben jede Menge Spaß

Merle und Malte rennen uns voraus und scheinen - anders als wir Erwachsenen - kein Piksen und Stechen oder Kribbeln zu spüren. Wir jedoch gehen behutsam und ganz langsam Schritt für Schritt. Der Pfad ist wunderschön gestaltet und es wechseln sich die Untergründe von spitzen, runden und kleinen sowie großen Steinen ab. Dazwischen ist ausreichend Platz und so können die Kinder ohne Probleme am Rand daneben toben Der Sonnenschutz ist durch die Wegführung mitten im Wald bestens gesichert.

Wunderbar finden wir die kleinen Lernstationen, z.B. mit den Fußspuren der Tiere, das sorgt natürlich auch für Abwechslung unterwegs. Weitsprung und Tierwissen werden hier galant miteinander verbunden und so suchen die beiden aufgeregt nach den gerade erlernten Spuren von Rehen, Waldmäusen oder Hasen. Wir genießen derweil die Ruhe im Wald und merken, wie gut es uns tut, inmitten der Natur neue Kraft zu tanken. Nachdem wir die Kiefernzapfen überstanden haben – hier waren wir uns alle einig, dass die Glasscherben am Anfang völlig harmlos waren -, entdecken wir die Stelzen. Selbst die kleinen Füße können bereits ohne Probleme die Abstände ganz allein schaffen und wir beobachten die Kinder, wie sie von Station zu Station die Natur und den Wald entdecken. Ohne dass wir es so richtig bemerken, sind wir nach den Riesenschaukeln schon auf dem zweiten Rundweg und folgen der gelbe Route. Die Füße sind aufgetaut und die Muskulatur lockert sich.

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Hunger… aber aller guten Dinge sind drei

Zwei Runden kann man wirklich problemlos schaffen. Den dritten Rundweg (blau) haben wir dann doch unterschätzt. Dieser ist eignet sich besser für größere Kinder und Erwachsene. Die beiden Wirbelwinde wurden jetzt müde und hungrig. Auf dem Gelände des Barfußparks gibt es ein kleines Café und jede Menge freie Plätze draußen. Wer lieber den Picknickkorb packt, kann hier nach Herzenslust auch den Proviant mitbringen. Die Sonne hat es nun doch geschafft und so sitzen wir im Schatten und genießen die Pause bei Kaffee und Quiche. Das versprochene Eis gibt’s im Anschluss bei Baum und Zeit, wo es nach der Pause weitergeht.

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  • Kaffeepause, Foto: TMB-Fotoarchiv/Antje Tischer
  • Blumenstühle, Foto: TMB-Fotoarchiv/Antje Tischer
  • Ausblick vom Baumkronenpfad, Foto: TMB-Fotoarchiv/Antje Tischer
  • Unterwegs auf dem Baumkronenpfad, Foto: TMB-Fotoarchiv/Antje Tischer

Zum Schluss ein einmaliger Ausblick

Wir müssen zugeben, dass auch wir Erwachsenen so langsam geschafft sind und so erklimmen wir die Stufen zum Baumkronenpfad im gemütlichen Tempo. Der Aussichtsturm bietet bei gutem Wetter eine Sicht bis zur Berliner Stadtgrenze und über den gesamten Fläming. Ein barrierefreier Zugang mit dem Fahrstuhl macht den Aufstieg für die gesamte Familie möglich. Oben angekommen, genießen wir die leichte Brise und natürlich den Ausblick. Die Kinder haben im Wagen Platz genommen und lassen sich gemütlich von Papa ziehen. Wir dagegen lesen die Tafeln zu den heimischen Bäumen und betrachten das Gesamtbild der einstigen Lungenheilanstalt von oben. Die Bäume, welche aus den Ruinen erwachsen sind, lassen die einstigen prunkvollen Objekte magisch erscheinen. Dieser sogenannte "Dachwald" ist in der Tat einzigartig und wächst auf den Ruinen bereits seit über 70 Jahren. Wir haben das Gefühl, direkt durch die Baumkronen zu gehen und lassen uns bewusst ganz viel Zeit. 

Unten angekommen, beschließen wir, dass wir wieder kommen werden und dann steht eine Führung auf dem Programm, um noch mehr Wissenswertes über die Entstehung und Nutzung des Geländes zu erfahren. Dankend nehmen wir dafür gerne den Hinweis entgegen, sich rechtzeitig anzumelden, da besonders am Wochenende Führungen frühzeitig ausgebucht sein können. Für heute jedoch sind wir alle geschafft und begeben uns auf den Heimweg. 

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Alles Wichtige für die Ausflugsplanung rund um Beelitz


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