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  • Tagebausee im Lausitzer Seenland, Foto: TMB-Fotoarchiv/Kathrin Hellmann Tagebausee im Lausitzer Seenland, Foto: TMB-Fotoarchiv/Kathrin Hellmann
    Ort: Senftenberg

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TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH

Zwischen Volksfesten und Menschenleere Mit dem Rad im Lausitzer Seenland unterwegs

13. Juli 2016 von Katrin Hellmann

Wer sich an abwechslungsreichen Landschaften, Kornblumen, dörflicher Idylle und Tieren in allen Erscheinungsformen nicht satt sehen kann, sollte sich aufs Rad schwingen und es uns gleich tun: ab ins Lausitzer Seenland! Acht Tage lang führte unser Weg von Cottbus nach Forst, "runter" nach Bad Muskau und dann weiter über Spremberg, Senftenberg, Großräschen und Finsterwalde bis nach Doberlug-Kirchhain.

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Kathrin Hellmann Foto: TMB-Fotoarchiv/Kathrin Hellmann

Mit einem bunt-lauten Stadtfest starteten wir unsere Tour in Cottbus. Nicht jedoch, ohne einen Besuch im Staatstheater zu genießen. Auf dem Spielplan stand "Der Laden" nach dem Roman von Erwin Strittmatter gerade nicht, den wir zwei Tage später am Originalschauplatz im kleinen Örtchen Bohsdorf bewundern sollten. Apropos bewundern, unglaublich, wie viele verschiedenen Rosensorten existieren und wie herrlich diese zum Teil duften! Dem Rosengarten Forst sei Dank.

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Stadtfest in Cottbus Foto: TMB-Fotoarchiv/Kathrin Hellmann

Ganz klein vorm Tagebau

Malerisch an der Neiße entlang radelnd, trafen wir auf dem Weg nach Bad Muskau plötzlich und unerwartet auf den urigen Ziegenhof  "Zur Wolfsschlucht" ("Wir sind nicht Bio, wir sind Natur."). Jeder Gast wird hier mit einer kleinen Geschichte begrüßt. LausitzTV hat übrigens mit einem Kurzfilm über diesen Hof vor einigen Jahren den Deutschen Regionalfernsehpreis gewonnen. Schloss und Park Muskau hinter uns lassend, näherten wir uns hinter Spremberg so langsam dem eigentlichen Sinn und Zweck unserer Tour (neben austoben, an der frischen Luft sein, all you can eat Kirschen naschen, erholen...), dem Kennenlernen der Bergbauregion. Was für ein ergreifendes Gefühl, zum ersten Mal vor einem solchen Tagebau-Loch zu stehen!

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Ein Landstrich verändert sich Foto: TMB-Fotoarchiv/Kathrin Hellmann

Überhaupt herrscht an den neu entstehenden Seen eine ganz eigene Stimmung. Als würde das Leben dort noch tief in der Erde schlummern, jedoch nur darauf warten, geweckt zu werden. Kilometerweit fährt man auf perfekten Radwegen entlang der Ufer, genießt fantastische Weitsichten und ist stundenlang mutterseelenallein. Selten erlebt man eine derartige Stille, als würde die Zeit stehen bleiben.

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Fahrräder vor dem Welzower Tagebau Foto: TMB-Fotoarchiv/Kathrin Hellmann

Der liegende Eiffelturm

Das Highlight war dann natürlich die Besteigung der ehemaligen Abraumförderbrücke F60 in Lichterfeld. An einem knapp 30 Grad warmen Tag boten die zwei Kilometer Wegstrecke bzw. 74 zu überwindenden Höhenmeter eine sportliche Etappe zusätzlich. Doch welch beeindruckenden Ein- und Ausblicke gab es zu genießen! Dies schätzen ebenso Turmfalken, die dort seit Jahren nisten und nicht nur die Tauben wegfangen, sondern bislang jegliche Veränderungen an der Brücke oder auch einen Abriss (zum Glück) verhinderten.

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Abraumförderbrücke F60 Foto: TMB-Fotoarchiv/Kathrin Hellmann

Was gab es sonst noch zu entdecken? Weitere architektonisch ausgefallene Aussichtstürme, wie den am Felixsee oder den "Rostigen Nagel" und immer mal wieder Überraschungen am Wegesrand, z.B. kleine Schlösser, Geisterstädte oder Einheimische, die gerne von ihrer Vergangenheit erzählen. Tatsächlich haben wir ausnahmslos nette Menschen angetroffen! Sicherlich gäbe es noch viel mehr zu erkunden aber im nächsten Jahr steht erstmal eine andere Brandenburger Reiseregion auf dem Programm!

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Metallschild Industriekultur Foto: TMB-Fotoarchiv/Kathrin Hellmann

Das muss man im Lausitzer Seenland erleben


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