• Schild des Cafés Zur alten Lebkuchenfabrik, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann Schild des Cafés Zur alten Lebkuchenfabrik, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann
    Ort: Kremmen

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Kaffeekränzchen in der Lebkuchenfabrik Café erinnert an ehemalige Lebkuchenfabrik

04. Juni 2013 von Steffen Lehmann

Da sage einer, nur die Nürnberger könnten Lebkuchen backen. Auch in Brandenburg gab es Pfefferkuchenbäcker. Einer davon war die Lebkuchenfabrik L. Wiegmann in Kremmen. Unweit des Marktplatzes wurden bis 1945 die süßen Verführungen angefertigt. Abends brachte ein Pferdefuhrwerk die Tagesproduktion zum Bahnhof. Von hier ging das verführerische Gebäck ins ganze Land und sogar bis nach Australien.

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Im Café Zur alten Lebkuchenfabrik lohnt der Blick für das Detail. Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Von der Vergangenheit des Hauses in der Altstadt von Kremmen wusste kaum jemand etwas. Erst als Marion Bester mit ihrem Mann das Haus kaufte, lüftete sich der Schleier der Geschichte. Sie eröffnete vor zwei Jahren ihr Café „Zur alten Lebkuchenfabrik“ und eine kleine Pension. Bei dem Umbauarbeiten stieß sie auf einen Ofen mit der Inschrift Lebkuchenfabrik L. Wiegmann. Eine Frau aus Kremmen brachte eine Pfefferkuchenbüchse vorbei. Mehr Erinnerungsstücke gibt es von der ehemaligen Lebkuchenfabrik nicht.

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Außenbereich des Cafés Zur alten Lebkuchenfabrik Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Wenn Pflastersteine erzählen könnten

Bei gutem Wetter gibt es Kaffee und Kuchen im Hof der ehemaligen Lebkuchenfabrik. Das alte Fachwerk ist noch gut erhalten. An der Hofmauer rankt das Efeu. Was für Geschichten könnte das alte Kopfsteinpflaster erzählen? In der Remise stehen die Reste eines Zweispänners. Ob mit dem die Lebkuchen zum Bahnhof gefahren wurden? Überall im Café stehen und hängen kleine Accessoires. Spiegel, Tassen, Kerzenständer. Es gibt so viel zu sehen, dass darüber fast der Kaffee kalt wird.

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Historische Reiseausrüstung Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Lebkuchen werden selbst gebacken

Marion Bester hat einmal Krankenschwester gelernt. Die Quereinsteigerin hat nie bereut, den Schwesternkittel an den Nagel gehängt zu haben. Den Kuchen backt sie persönlich. Genauso die Lebkuchen in der Adventszeit. Die Torten liefert ein Bäcker aus der Umgebung. Die Möbel in der Pension und im Café hat sie über viele Jahre gesammelt, selbst abgeschliffen und neu lackiert. Sie mag den Stil, bei dem die Sachen etwas betagt aussehen, sagt sie.

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Im Café Zur alten Lebkuchenfabrik Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Größtes Scheunenviertel in Kremmen

In Kremmen lohnt ein Abstecher ins größte Scheunenviertel Deutschlands. In den ehemaligen Scheunen haben sich Cafés, Restaurants, Antiquariate und ein Museum angesiedelt. Die Touristinformation Kremmen ist hier auch zu finden.

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Teile der ehemaligen Lebkuchenfabrik sind noch erhalten. Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

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