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  • Garten auf Gut Blankensee, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann Garten auf Gut Blankensee, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann
    Ort: Mittenwalde

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Gut Blankensee Kaffee trinken unter Obstbäumen

04. April 2017 von Steffen Lehmann

Gut Blankensee in der Uckermark: Unter Obstbäumen sitzen, frischen Kuchen essen, Hühner laufen zwischen den Beinen hindurch und picken die Krümel auf. Und im Hofladen gibt die Uckermark zu Mitnehmen, die die Zeit bis zum nächsten Mal nicht so lang werden lassen.

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Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Gut Blankensee empfängt mit Uckermark pur: ich rumple die letzten Meter über Kopfsteinfenster, das es nur noch hier zu geben scheint. Das große Haus der Ölmühle ist mit seinen großen Feldsteinen unverkennbar. Von der Fassade grüßt ein schmiedeeiserner Hahn.

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Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Ich laufe einmal um das Haus herum und stehen in einem wunderbaren Garten. Tisch und Bänke stehen und Obstbäumen. Eine Hängematte ist aufgespannt. Hühner laufen herum und freuen sich, wenn einmal ein Krümel herunterfällt. Das Gut Blankensee ist ganz viel Bauernhof. Es gibt noch Schweine, Hunde, Katzen. Ein schmaler Pfad führt zur Kapelle der Familie. Die Sonne scheint, der Wind rauscht durch die Baumwipfel. Besser geht Landleben nicht.

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Seit der Jahrtausendwende leben Saskia Gräfin Hahn von Burgsdorff und ihr Mann Botho in der Uckermark. Seine Mutter wurde in Blankensee geboren und die Familie übernahm das Gut wieder nach der Wende. Als sie in Blankensee ankommen, stand die ehemalige Ölmühle jahrelang leer und ist in einem bedauernswerten Zustand. Nach und nach bringen sie das Haus wieder in Schuss. Heute veranstalten sie im Café Lesungen und Konzerte: das Vineta Theater aus Berlin inszeniert hier Krimis. Anfang April gab es erst wieder ein Jazzfrühstück.

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Im Hofladen gibt es die Uckermark für zuhause

Im Hof-Café gibt es Kuchen, der mit Früchten aus dem Garten gebacken wird. Empfehlenswert auch die deftige Brotzeit mit frischem Brot, Käse und Wurst. Wer sich die Uckermark mit nach Hause nehmen möchte, geht am besten in den kleinen Hofladen. Hier verkauft Saskia von Hahn die eigenen Öle, Eier von den Hofhühnern, Marmeladen, Honig, sowie Wurst von den Schweinen und Schafen. und Fleisch. Aber auch Spezialitäten aus der Region finden sich, wie die Apfelweine aus Kraatz, Senf aus Klosterfelde und die Apfelkreationen von Daisy von Arnim aus dem Haus Lichtenhain.

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Eine Spezialität von Saskia Gräfin Hahn sind ihre selbstgepressten Speiseöle. Zum Beispiel das Mohnöl. Schon früher wurde auf dem Gut Öl hergestellt. Dann stand das Gebäude lange leer und war halb verfallen, bevor die studierte Försterin mit der neuerlichen Produktion begann. Auf 20 Hektar baut sie Mohnpflanzen an. In der Blütezeit bieten die Felder einen faszinierenden Anblick. Ein Meer aus pinkfarbenen Mohnblüten.

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Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Ihren Gästen empfiehlt Saskia Gräfin Hahn, dass Auto stehen zu lassen und ganz viel zu Fuß zu unternehmen. Im Sommer in einem der vielen Seen schwimmen, auf den Feldwegen die Landschaft entdecken. Nach Gerswalde sind es nur fünf Kilometer. Und auf dem Rückweg am besten noch im „Goldenen Löwen“ vorbeischauen oder nach Groß Fredenwalde fahren. Hier wurde die älteste Grabstelle Brandenburgs von Archäologen entdeckt.

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