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  • Wolf im Wildpark Schorfheide, Foto: Wildpark Schorfheide Wolf im Wildpark Schorfheide, Foto: Wildpark Schorfheide

    Der Wildnis ganz nah

    In Brandenburg haben Sie noch Rückzugsräume: seltene Vögel und Säugetiere finden in den 15 Nationalen Naturlandschaften Lebensräume, die andernorts fehlen.

    In Brandenburg haben Sie noch Rückzugsräume: seltene Vögel und Säugetiere finden in den 15 Nationalen Naturlandschaften Lebensräume, die andernorts fehlen.

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Brandenburgs Fauna Auf Augenhöhe mit Bibern, Kranichen und Störchen

Brandenburg hat in seinen 15 Nationalen Naturlandschaften nicht nur seltene Naturräume sondern auch Lebensräume für seltene Tierarten geschaffen. Abgenagte Bäume an einem Brandenburger See? Da war wohl der Biber unterwegs! Trompetenartige Töne in der Feldflur? Tausende Kraniche gastieren in Brandenburg! Nester auf Hausdächern oder Strommasten? Nirgends fühlt sich der Storch so wohl wie in Brandenburg! Große Greifvögel über den Seenlandschaften? In Brandenburg sind auch Fisch- und Seeadler zuhause!

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Wenn die Kraniche ziehen

Sie kündigen sich meist schon von weitem an - mit ihren trompetenähnlichen Rufen: die Kraniche. Zu Tausenden sammeln sie sich jedes Jahr im September und Oktober auf den vier großen Rastplätzen in Brandenburg. Das ist der Moment, während man die imposanten Vögel bestens beobachten kann, bevor sie zum langen Weiterflug in den Süden aufbrechen. Im Schnitt kommen rund 120.000 von ihnen hierher. Allein 80.000 von ihnen landen auf einem der größten Kranichrastplätze Europas, dem Rhin-Havelluch in der Nähe von Linum im Havelland. Aber auch in der Luckauer Region im Naturpark Wanninchen können sie auf Wiesen, Feldern und dem Schlabendorfer See beobachtet werden.

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Fliegende Kraniche bei Linum Fliegende Kraniche bei Linum, Foto: TMB-Fotoarchiv/Paul Hahn

Singschwan-Symphonie

Doch das ist längst nicht alles. Während der Zugzeit tummeln sich im Nationalpark Unteres Odertal in der Uckermark zusätzlich 150.000 Wildgänse, Enten, Schwäne und Störche. Von den Deichen aus sind die Tiere besonders gut zu sehen. Das Gebiet erstreckt sich über eine Breite von zwei bis acht Kilometern auf beiden Uferseiten der Oder. Aber auch andere seltene Vögel, die wie der Eisvogel auf unberührte Wasserlandschaften angewiesen sind, kann man in Brandenburg beobachten.

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Singschwan Singschwan, Foto: Nationalpark Unteres Odertal

Dem Biber bei der Arbeit zusehen

Der Nationalpark Unteres Odertal sowie die anderen Naturparks und Biosphärenreservate haben aber noch viele weitere reizvolle Seiten und sind während der warmen Jahreszeit nicht nur ein Paradies für Kanuten, Wanderer und Radfahrer. Insbesondere im Naturpark Uckermärkische Seen und in der Märkischen Schweiz besteht an vielen Gewässern die Chance, den Biber zu sehen. Wer ihn einmal live in Aktion erleben möchte, sollte sich dazu sehr früh auf die Lauer begeben. Das heißt, mindestens um vier Uhr in der Nacht aufstehen, damit man den Biber während seiner frühmorgendlichen Wasserreise bei der Arbeit beobachten kann.

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Biberfraß im Naturpark Märkische Schweiz Biberfraß im Naturpark Märkische Schweiz, Foto: Kultur- und Tourismusamt Märkische Schweiz/Andreas Jautze

Störche beobachten

Lange ausschlafen kann man hingegen, wer sich auf die Suche nach Störchen machen möchte. Das geht am besten im Nordwesten Brandenburgs, denn hier machen die majestätisch schönen Vögel mit den roten Schnäbeln besonders gerne Rast. Im "Europäischen Storchendorf" Rühstädt in der Prignitz fühlt sich Meister Adebar seit Anfang der 1970er Jahre wohl. Das liegt nicht nur am guten Nahrungsangebot an den Tümpeln und auf den Wiesen sowie in den Seitenarmen der Elbe. Es liegt auch an den Bewohnern selbst, die einst Reisigbündel auf Scheunen und Hausdächer gelegt haben. Die Störche nahmen diese Hilfe gerne an und bauten auf dem Reisig ihre Horste. Das muss sich bei den Störchen schnell herumgesprochen haben, so dass seitdem jedes Jahr von März bis August mehr als 40 Nester in Rühstädt belegt sind.

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Hausdach mit einem Storchennest Hausdach mit einem Storchennest, Foto: TMB-Fotoarchiv/Yvonne Bleeck

Auf der Fährte des Wolfs

Auch Wölfen kann man in Brandenburg auf der Fährte sein. Seit Ende der 1990er Jahren leben beispielsweise in der Lausitz wieder mehrere Wolfsrudel. In dieser Region gibt es eine spezielle Radtour, die sich auf die Spuren der Lausitzer Wölfe begibt und auf Hinweistafeln die Lebensweise dieser Tiere erklärt. Es geht dabei durch dichte Kiefernwälder, vorbei an Binnendünen, Teichen und Fließgewässer - aber auch in kleine Ortschaften sowie durch die einprägsame Bergbau- und Bergbaufolgelandschaft, die ebenso zum Streifgebiet der Wölfe gehören.

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Wolf im Gehege Wolf im Gehege, Foto: TMB-Fotoarchiv/Ronald Keusch

Unsere Erlebnistipps: Wo Sie Tiere besonders gut beobachten können...

...zum Beispiel Störche im Europäischen Storchendorf Rühstädt an der Elbe, Fischadler, Fischotter und Biber bei einer Kanutour im Naturpark Uckermärkische Seen, Rot- und Damwild im Wildgehege Glauer Tal, Eisvögel bei einer Wanderung durch den Naturpark Barnim, Kraniche, Gänse und Großtrappen von den Beobachtungstürmen im Naturpark Westhavelland.   


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