• Blick in die Wipfel des Grumsin, Foto: TMB-Fotoarchiv/Janes Huff Blick in die Wipfel des Grumsin, Foto: TMB-Fotoarchiv/Janes Huff

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Auf Safari in der Schorfheide Mit dem Naturpark-Ranger auf Entdeckungstour

26. Juni 2015 von Janes Huff

Durch eine Radtour zum Grimnitzsee hatte ich eine vage Vorstellung davon, als mir gesagt wurde, dass die Schorfheide in der Uckermark unser Ziel sein sollte. Das Neue: wir sollten nicht alleine umherspazieren. Stattdessen würde uns ein Naturpark-Ranger zur Seite stehen.

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Mit dem Kleinbus Richtung Natur

Treff- und Startpunkt war die Berliner Globetrotter-Filiale in Steglitz. Neun Leute waren wir, die sich in einem Kleinbus auf die Reise machten. Die Anfahrt dauerte ein wenig. Anstatt mich solange zu langweilen, beobachtete ich stattdessen den abrupten Übergang von der Stadt in die Natur. Irgendwann dann der erste Raubvogel über dem Wagen, für mich als Nicht-Ornithologe natürlich nicht zu identifizieren, aber ein erstes Zeichen.

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Naturpark-Ranger Arno Schimmelpfennig führt Naturliebhaber durch die Schorfheide. Foto: TMB-Fotoarchiv/Hendrik Silbermann

Kurz vor Joachimsthal ging's endlich runter von der Autobahn, noch eine kleine Weile - der Busfahrer musste sein Navi überlisten - ging's rein nach Schmargendorf. Dort sollten wir auf unseren Naturpark-Ranger, Arno Schimmelpfennig, treffen. Erstmal war da aber nichts, außer einer schönen alten Kirche - und einem Storchennest samt Bewohner. Das war für alle Beteiligten schon mal eine nette Begrüßung.

Allerdings musste das Naturerlebnis nochmal warten, da wir noch 1-2 km mit dem Bus vor uns hatten, um loszuwandern. Nach einer kleinen Einweisung, der Ausgabe von Ferngläsern und ausreichenden Lunchpakete Seitens der Tourismusmarketing Uckermark ging's dann endliche los!

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Schönheit, die begeistert..alle!

Aus der Sonne, rein in den Grumsiner Forst. Und nicht ein vertrockneter Wald mit monotonem Nadelgehölz, sondern schöner, frischer Buchenwald. Mal dichter, mal lichter. Aber schön in jedem Fall.

Eins schnell noch vorweg, falls sich jetzt sofort schon jemand auf den Weg machen möchte: es gab eine Kehrseite. Mücken! Und das nicht zu knapp. Wer sich also entspannt bewegen möchte, sollte einen guten Mückenschutz auftragen. Ich hatte nichts Chemisches dabei, deshalb musste ich auf einen mechanischen Schutz ausweichen: meine Jacke samt Kapuze. Das half, war aber etwas zu warm. Was kursierte noch für ein nicht ganz ernst gemeinter, aber dennoch richtiger Spruch? Hier würden auf jeden Fall keine wilden Partys im Wald gefeiert werden ...

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Neben weiten Ebenen bestimmen auch Wald und Moor den Naturreichtum der Schorfheide. Foto: TMB-Fotoarchiv/Janes Huff

Auch gutes Schuhwerk sollte nicht fehlen, wenn gewandert wird. Streckenweise ist es etwas holprig auf dem Kopfsteinpflaster. Alles in allem wird man aber durch eine tolles Naturerlebnis belohnt. Anfangs gab der Weg noch Blicke in die bekannte uckermärkische Weite frei, dann war da nur noch Wald. Mit jedem Meter steigerte sich das Naturerlebnis.

Mir haben es vor allem die Moore mitten im Wald angetan, die zum Teil ein Gefühl vermittelten, im tropischen Regenwald angekommen zu sein. Ein anderes Mal ist nur eine farnbewachsene Ebene zu sehen. Oft lichtet sich das Laubdach und totes Holz steht mitten im feuchten Mooresgrund. Oder es sieht aus wie ein kleiner Waldsee der nur von einem leichten Hellgrün überdeckt wird. Alles wirkt so frisch und so weit - Gefühle, die bei mir nicht in jedem Wald so aufkommen.

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Nahezu unberührt kommt der Grumsiner Forst daher. Nicht umsonst wurde er zum Weltnaturerbe erklärt. Foto: TMB-Fotoarchiv/Janes Huff

Und dann war da immer wieder unser Ranger, Arno Schimmelpfennig, der unglaublich viel über den Wald und seine Bewohner zu erzählen wusste. Das aber auf eine Weise, ohne einen voll zu quatschen. Mit seiner Art strahlte er eine gewisse Ruhe aus, die einen den Wald sehr besinnlich wahrnehmen ließ.

Was besonders schön zu beobachten war: die Freude der Mitwandernden. Alle hatten diesen Ausflug gewonnen und wirkten anfänglich etwas skeptisch, was da jetzt kommen werde. Mit jedem Schritt bröckelte diese Haltung. Spätestens bei den ersten Mooren entwickelte sich so etwas wie eine Hochstimmung und Begeisterung, gepaart mit der großen Verwunderung, dass so etwas schönes fast vor der Haustür liegt und man noch nie davon gehört hatte.

Eine Fläche von 590 Hektar des Grumsins wurde bereits im Jahr 2011 zum Weltnaturerbe ernannt - das unterstreicht dieses Erlebnis!

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Kulinarischer Abschluss mit uckermärkischen Spezialitäten

Der letzte Teil im Programm war kulinarisch sehr interessant. Allerdings wurden wir hierfür wieder mit dem Bus verfrachtet, in das kleine Örtchen Ringenwalde, wo wir im Gasthof "Zur Eisenbahn" uckermärkische Spezialitäten geboten kamen. Mein Kaninchen-Ragout mit Pflaumen hat sehr gemundet.

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Foto: TMB-Fotoarchiv/Janes Huff

Insgesamt waren wir 10 km im Wald wandern. Spannend wäre jetzt noch mal eine andere Anreise - nicht gebündelt im Bus, sondern individuell mit der Bahn und dem Fahrrad. Der Gasthof "Zur Eisenbahn" müsste in diesem Fall außen vor bleiben, da er für einen Tagesausflug mit dem Fahrrad dann doch zu weit entfernt liegt.

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