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  • Naturlandschaft Kyritzt-Ruppiner Heide, Foto: Susanne Wunderlich Naturlandschaft Kyritzt-Ruppiner Heide, Foto: Susanne Wunderlich

    Sielmanns Naturlandschaft Kyritz-Ruppiner Heide

    Ort: Temnitzquell

Der Traum von der "Freien Heide" Vom militärischen Sperrgebiet zum Nationalen Naturerbe

Wo jahrzehntelang scharfe Munition verschossen wurde, hat die Heinz Sielmann den ersten Wanderweg über den ehemaligen Truppenübungsplatz geschaffen, der gefahrlos betreten werden kann. In Pfalzheim und in Neuglienicke stehen seit Mai 2016 die Schlagbäume offen. Ein rund sechs Kilometer langer Wanderweg lädt Wanderer, Radfahrer und Reiter zum Naturerlebnis in die Kyritz-Ruppiner Heide ein. Seit Ende 2016 stehen weitere sieben Kilometer von Pfalzheim nach Rossow zur Verfügung. Rastplätze laden zum Verweilen ein, Beschilderungen weisen den Weg und informieren über die Landschaft.

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Sielmanns Naturlandschaft Kyritz-Ruppiner Heide Sielmanns Naturlandschaft Kyritz-Ruppiner Heide, Foto: Thomas Stephan

Wertvolle Flächen für Artenvielfalt

Der von der Sowjetunion nach dem zweiten Weltkrieg eingerichtete Truppenübungsplatz umfasst insgesamt etwa 12.700 Hektar und hat mit seinen vielen seltenen Tieren und Pflanzen, darunter Seeadler, Wolf und Wiedehopf, eine besondere Bedeutung für den Naturschutz in Deutschland und ist Nationale Naturerbe-Fläche. Zu den Pflegemaßnahmen gehört unter anderem das kalte Brennen der Heide, um ein Verwalden zu verhindern. Auch Sukzessionsflächen werden wieder zu Offenland umgewandelt, denn nährstoffarme offene Flächen sind wertvoller Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen, aber in Europa selten geworden. Die offenen Flächen unterliegen deshalb dem höchsten europäischen Schutz, der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH).

Sielmanns Naturlandschaft Kyritz-Ruppiner Heide, Foto: Thomas Stephan

Freigegebene Wege in der Kyritz-Ruppiner Heide

40 Jahre lang war die Kyritz-Ruppiner Heide ein Bombenabwurfplatz, auf dessen Areal sich noch 1,5 Millionen Blindgänger befinden. Die zeit- und kostenintensive Beräumung der Heide wird noch viele Jahrzehnte dauern.
Ein kleiner Bereich im südlichen Teil des ehemaligen Truppenübungsplatzes ist aber beräumt und kann eigenständig oder auf geführten Touren betreten, beradelt und beritten werden. Die so genannte Südroute durchquert weitläufige Heideflächen. Zum Verweilen laden Rastplätze und Wetterschutzhütten ein.

Zugang zur Heide:
über Parkplatz Temnitzquell, Zur Ruppiner Heide 1, 16816 Pfalzheim OT Temnitzquell

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