• Wildpferde in Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann
    Ort: Wustermark

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Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide:
Auge in Auge mit Wildpferden

06. Juni 2017 von Steffen Lehmann

Wo gibt es das sonst noch? Eine Naturlandschaft so groß wie 5000 Fußballfelder einen Steinwurf von einer Hauptstadt entfernt. Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide beginnt hinter der Berliner Stadtgrenze und ist Heimat für Wisente, Przewalski-Pferde und viele weitere seltene Tier- und Pflanzenarten.

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Infotafel in Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Es dauert gerade ein paar Minuten. Dann taucht der erste Wisent auf. Das braune Fell schimmert durch das Grün der Sträucher. Ein paar Meter weiter stehen noch zwei Wisente. Ich kneife die Augen zusammen, vergesse den Zaun, der mich von den imposanten Tieren trennt. So könnte es früher gewesen sein, als die Wisente in freier Wildbahn nicht ausgestorben waren.

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Wisent in Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide. Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Peter Nitschke ruft die Gruppe mit einem langgezogenen „Koooommm“. Aber die Gruppe rührt sich nicht und widmet sich weiter ihrem Frühstück. Nitschke ist studierter Förster und hat die Naturlandschaft Döberitzer Heide aufgebaut. Er kennt die Naturlandschaft wie seine Westentasche. Und er beruhigt den ungeduldigen Besucher aus der Stadt. „Wir sehen noch mehr Tiere“, sagt Peter Nitschke. Er soll recht behalten.

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Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Gleich hinter der Berliner Stadtgrenze beginnt die Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide. Das rund 3.600 Hektar große Areal der Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide umfasst weite Teile eines ehemaligen Truppenübungsplatzes „Döberitzer Heide“. Die militärische Nutzung ließ größtenteils zusammenhängende Lebensräume mit Trockenrasen, Heiden, Mooren, Laubmischwäldern, Feuchtwiesen, Röhrichten sowie Flugsandfeldern und Binnendünen entstehen.

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Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide: Natur kehrt zurück

Mit Glück lassen sich Seeadler und Fischotter beobachten. Freunde seltener Pflanzen finden hier Sumpfknabenkraut, Lungenenzian, Sonnentau und die Astlose Graslilie. Auf jeden Fall im Rucksack sollte ein Fernglas liegen. Die Stars der Döberitzer Heide sieht man meistens mit bloßem Auge. Denn die Wisente, Przewalski-Pferde und Rothirsche sind einfach nicht zu übersehen.

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Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Wir erreichen eine riesige offene Fläche. Die Landschaft fällt leicht ab. Ein gesprengter Bunker steht einsam auf einer Anhöhe. Heute finden Fledermäuse hier Unterschlupf. Wir halten. Etwa 200 Meter vor uns grast eine kleine Herde Przewalski-Pferde. Peter Nitschke ruft wieder und diesmal siegt die Neugier der Vierbeiner. Langsam kommen sie näher. Sie schauen uns neugierig mit ihren Augen an. Die Wildpferde sind nur wenige Meter von uns entfernt. Ich komme mir vor wie der Indianerjunge Yakari, der in der Prärie des Wilden Westens seine Abenteuer erlebt.

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Wildpferde in Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann
Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Heinz Sielmann kommt Anfang der 1990er Jahre nach Elstal. Anfänglich ist er zurückhaltend. Der munitionsbelastete Boden lässt ihn zögern. Aber Stück für Stück setzt sich die Begeisterung für das einmalige Areal bei ihm durch. Auch Dank seiner Ehefrau Inge. 1994 gründet das Ehepaar die Heinz Sielmann Stiftung, die inzwischen vier große Naturlandschaften in Brandenburg erworben hat. Den Anfang machte die Naturlandschaft in Wanninchen. Die zweite war die Naturlandschaft an der Groß Schauener Seenkette. Die Döberitzer Heide folgte 2006 bevor das ehemalige Bombodrom in der Kyritz Ruppiner Heide das Naturlandschaften-Quartett vervollständigte.

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Ein Fest für das Auge

Doch nicht nur die großen Drei, Wisent, Przewalski-Pferd und Rothirsch, lohnen einen Besuch in der Döberitzer Heide. Auch am Wegesrand wartet viel Interessantes. Immer wieder zeigt Peter Nitschke auf bunte Schmetterlinge und Insekten, die vor uns auftauchen, und von denen der Besucher aus der Stadt noch nie gehört hat. Allein 200 Arten der Wegwespe soll es in der Döberitzer Heide geben.

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Wisent in Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

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