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  • Wanderweg durch Grumsin,
        
    

        Foto: TMB-Fotoarchiv/Antje Tischer Wanderweg durch Grumsin, Foto: TMB-Fotoarchiv/Antje Tischer
    Ort: Mittenwalde
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TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH

Indian Summer Feeling im Buchenwald Grumsin Unser Herbstausflug zum Waldbaden

20. September 2019 von Antje Tischer

Im Herbst zieht es mich immer raus in die Natur. Ich bin schon ein kleiner "leaf peeper" (zu deutsch Laubgucker) und finde nicht nur der Norden Amerikas darf die Bezeichnung "Indian Summer" für sich beanspruchen!

In der Uckermark kann man im UNESCO-Weltnaturerbe Buchenwald Grumsin das Farbspektakel des goldenen Herbstes so richtig genießen. Diese Zeit des Jahres hat eine ganz eigene Magie inne und lockt nach draußen bei durchaus warmen Temperaturen, blauem Himmel und einer Laubfärbung der Wälder, die uns die Sprache verschlägt. Kühle Morgenstimmung und Nebel werden von Sonnenstrahlen abgelöst und so lautet unser Credo für den Ausflug in den Altweibersommer, so lässt sich das Phänomen Indian Summer wohl am treffendsten übersetzten, "Inne halten, tief Luft holen und ankommen".

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Dorfansicht Altkünkendorf Dorfansicht Altkünkendorf, Foto: TMB-Fotoarchiv/Antje Tischer

Altkünkendorf – ein Angerdorf wie aus dem Bilderbuch

Einst auch Konckendorp genannt, hat mich der Ort gleich für sich in Beschlag genommen mit den kleinen Feldsteinmauern, den geputzten Bürgersteigen und der Dorfkirche. Es liegt so herrlich abgeschieden und ist sooo typisch Brandenburg für mich, dass ich mich sofort wohl gefühlt habe.  

Da wir manchmal so einen Deal mit dem "frühen Vogel" schließen, sind wir es schon gewohnt, dass uns eine verlassene Dorfstraße begrüßt, wenn wir das Ortseingangsschild passieren. Fast Menschenleer scheint die Herbstsonne an diesem Sonntag nur für uns da zu sein. Wir haben Proviant dabei, Wanderschuhe an und parken unser Auto ganz entspannt am Infopunkt zentral im Dorf. Noch ist es frisch, denn besonders am Morgen spürt man den Wechsel der Jahreszeiten, wenn die Tage kürzer werden und kühlere Temperaturen die Zeit der Übergangsjacken ankündigen. Die Anreise aus Potsdam ist mit knapp 2 Stunden nicht mehr ganz so kurz und so tut es gut, sich zu strecken bevor es los geht. 

Ein bisschen knurrt der Magen nach Frühstück, aber zuerst spazieren wir durch das Dorf und ohne Worte zu verlieren, fotografiere ich die Häuser und erinnere mich an Kindertage zurück. Alte und neue Fassaden erzählen für mich Familiengeschichten, man erkennt den Wandel der Zeit, spürt den Puls der Gegenwart und kommt so richtig im hier und jetzt an. Die Ruhe tut dazu ihr übriges.

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Im Ortskern betreten wir den Informationspunkt gegenüber der Dorfkirche und werden freundlich von einer älteren Dame empfangen. Begeistert schwärmt Sie vom Wanderweg und stattet uns mit Informationen für einen runden Tagesausflug aus. Empfehlenswert ist die kleine Ausstellung zum Weltkulturerbe im Informationspunkt. Wer nicht alleine wandern mag, schließt sich am besten sonntags einer kleinen Führung an. Wichtig, vorab anmelden!

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Unterwegs im Hundert-Morgen-Wald

Jetzt aber los... wir verlassen den Ort und folgen dem Urwaldpfad, gekennzeichnet mit grün, orange oder gelb farbenen Buchenblatt.

Einen kurzen Moment lang frage ich mich, ob das hier wirklich Brandenburg ist. Ein Naturschauspiel dieser Art kenne ich selbst so intensiv nur aus Nordamerika und traue meinen Augen kaum. Die goldene Jahreszeit hat den Wald in Farbe getaucht und so begrüßt uns der Grumsin im Indian Summer Style. Wir werden langsamer und langsamer und halten schließlich an... Abgesehnen von mir, ich falle natürlich prompt auf die Knie und bade mal gleich im Laub - tja so ist das halt, wenn die Augen oben kleben bleiben und man gehen und staunen nicht mehr parallel organisiert bekommt. 

Der 670 Hektar große Buchenwald kann sich ohne Scheu mit Vermont, Wisconsin, Michigan oder Wyoming vergleichen. Ein Traum in gelb, orange und rot. Wie herrlich...

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Waldbaden Waldbaden, Foto: TMB-Fotoarchiv/Antje Tischer
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Es raschelt bei jedem Schritt, die Schuhe verschwinden unter der Laubdecke und einen klassischen Wanderweg gibt es nicht. Man sieht sofort, dass die Eiszeit hier die Landschaft einst geprägt hat. Die Jacke verschwindet im Rucksack und weiter geht es tief in den Wald. Die Bäume werden größer und zwischen umgeknickten Ästen, Stämmen und Sträuchern fühle ich das Kind in mir.

Der Rucksack muss kurz warten denn ich brauche jetzt eine Runde Waldbaden für die Seele, da meine Hose schon dreckig ist, kann ich auch nach Herzenslust einfach mit dem Laub um mich werfen. Zugegeben, jetzt ist mein Mann doch ganz glücklich darüber, dass wir vielleicht die einzigen zwei Seelen im Wald sind. Kopf an Kopf lassen wir uns anschließend auf den nächsten dicken quer liegenden Baum nieder und pfeifen auf die Zeit.

Das ist Hundert-Morgen-Wald-Feeling! 

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Wasserblick im Wald Wasserblick im Wald, Foto: TMB-Fotoarchiv/Antje Tischer

Waldfrühstück und Kaffeeduft - die perfekte Pause in der Natur!

Nach ausgiebigem Waldbaden und Meditation mitten auf dem Baumstamm – erinnert uns ein Knurren daran, dass wir nach nun etwas mehr als eineinhalb Stunden so langsam Frühstück brauchen. Ausgepackt werden leckere Brote, frisches Obst und schwarzer Kaffee! Wir breiten die Decke aus, setzen uns mit Blick auf den See und stärken uns.

Übrigens bereits seit 1982 ist Waldbaden in Japan „Bestandteil eines guten Lebensstils“ und "Shinrinyoku", (übersetzt Waldbaden) eine anerkannte „Stress-Management-Methode“. Die Bäume spenden ätherische Öle und stärken so unser Immunsystem. Ein Waldbesuch soll gegen Krebs wirken, Angstzustände lindern und Stress abbauen. (Quelle: www.waldbaden.org) Also machen wir alles richtig und verweilen etwas länger im Pausenzustand. Es geht nämlich dabei weniger um die Aktivität sondern mehr darum, sich im Wald zu befinden. Gut, dass wir uns für den kurzen Weg entschieden haben.

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Ich kann mich nicht wehren, irgendwie bleibe ich in Disney-Mood und muss zugeben, dass es ja auch Parallelen gibt. Das Vorbild des Hundert-Morgen-Waldes, „Ashdown Forest“, liegt übrigens auch mitten im Naturschutzgebiet. Alles in diesem Wald ist so herrlich unaufgeräumt. Seit 2011 ist dieser Teil des UNESCO-Weltnaturerbes "Alte Buchenwälder Deutschlands" und zählte bereits 1990 zur Kernzone des UNESCO-Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin. Es gibt explizit genehmigte Wanderrouten und daran sollte man sich auch halten, allein schon der Natur zur liebe. Wir wandern zum Teil am Wasser entlang, klettern dann wieder aufwärts über Totholz und lassen den Blick immer wieder nach oben schweifen. Manchmal gibt es auch einen kleinen Wanderweg. Der Ausblick vor uns wechselt ständig und so sehen wir Moore, Kleingewässer, nicht zu vergessen tausende Buchen und alles abgestimmt auf die dritte Jahreszeit.

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Blick nach oben Blick nach oben, Foto: TMB-Fotoarchiv/Antje Tischer

Frische Herbstbrise auf dem Rückweg

So langsam lichtet sich der Wald und der Weg wird gradliniger. Ganz charmant begleiten uns kleinere Bäume auf altgepflasterten Wegen und die ersten Häuser begrüßen uns am Wegesrand. Zwischendurch gibt es nun immer wieder einen Blick auf das eine oder andere Feld und wir rätseln, was hier wohl im Sommer geerntet worden ist.

Buchen werden von Eichen abgelöst und kleine Bänke laden dazu ein, Platz zu nehmen. Etwas wehmütig überlege ich zurückzugehen und ernte leichtes Stirnrunzeln von meinem Mann. So verabschiede ich mich von meinem Hundert-Morgen-Wald und wir laufen geradewegs ins Dorf.

So typisch Brandenburg, wie uns das Dorf morgens begrüßte, überrascht es uns nicht, dass wir auf dem Rückweg gleich noch den Wochenendeinkauf erledigen können. An einem Grundstück gibt es Sommeräpfel, gegenüber Zwiebeln und eine Straße weiter dann noch Kartoffeln. TOP! Wir sind begeistert, denn so ist auch das Abendessen gesichert. 

Dieser Sonntag ist einfach traumhaft und jetzt kann von uns aus auch der trübe Herbst kommen.

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TOP 3 Empfehlungen für den Herbstausflug nach Grumsin

  1. Frühstück im Wald - unbezahlbar!

    Klar vorab knurrt vielleicht der Magen und wenn der Anfahrtsweg zu lang ist, sollte man das Frühstück gegen Picknick tauschen aber eine Pause im Wald ist eine Wohltat für die Seele.
    P.S.: Der Herbstduft mit Kaffeearoma in der Nase ist was Feines.

  2. ZEIT - Einpacken und vor Ort genießen!

    Oh jaaa davon nimmt man sich eh immer zu wenig mit und dann schafft man es nicht mehr, am Ende der Wanderung durch das Dorf zu spazieren und abseits der Hauptstraße „Verstecktes“ zu entdecken. Ohne ZEIT hätten wir nicht diese tollen Äpfel gegenüber der Grumsiner Brennerei kaufen können. Diese ist übrigens auch einen Besuch wert, also kommen wir auf jeden Fall wieder.

  3. Tipp für Naturliebhaber: App in den Wald vorab downloaden!

    Wir waren detoxen und offline unterwegs. Allerdings kann man über die App direkt auf einer der fünf Welterbe-Routen mit vielen tollen Erklärungen wandern und erfährt spannendes über die wilden Wälder in Deutschland. Die App gibt es in deutscher und englischer Sprache.

Buchenwald Grumsin Buchenwald Grumsin, Foto: TMB-Fotoarchiv/Antje Tischer

Wenn Zeit keine Rolle spielt...


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