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  • Schloss Steinhöfel, Foto: TMB-Fotoarchiv/Heidi Walter Schloss Steinhöfel, Foto: TMB-Fotoarchiv/Heidi Walter
    Ort: Steinhöfel (15518)

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Radfahrer wieder wilkommen Schloss Steinhöfel öffnet seine Tore

10. August 2010 von Katja

Brandenburger Hoteliers sind immer wieder für Überraschungen gut. Eine sehr erfreuliche Wandlung hat jedenfalls der Chef des Hotels auf Schloss Steinhöfel, östlich Berlins und in der Nähe von Fürstenwalde gelegen, vollzogen. Vor einigen Jahren wollte er partout nichts mit Radtouristen zu tun haben. „Die bestellen nur Bockwurst, lehnen ihre Räder an die Hauswand und vertreiben mir die gut zahlenden Gäste“, kritisierte Frank John ziemlich harsch. „Radfahrer können mir gestohlen bleiben.“ Seit dieser schroffen Zurückweisung stand das schön gelegene Steinhöfel auf einer Art „Roter Liste“ mit nicht zu empfehlenden Adressen. Eine Tour mit Freunden auf dem Oderbruchbahnradweg, den die Prüfer des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) kürzlich mit vier von möglichen fünf Sternen bewertet hatten, führte nun wieder einmal nach Steinhöfel.

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Foto: TMB-Fotoarchiv/Claus-Dieter Steyer

Während die Begleiter voller Erstaunen vor dem schmucken Haus aus dem 19. Jahrhundert standen, riet ich anfangs doch mit manch geheimnisvoll anmutenden Ausreden von einem Besuch des Restaurants ab. Wir könnten ja etwas später eine Rast einlegen, schlug ich ziemlich leidenschaftlich vor. Doch in diesem Moment geschah das kleine Wunder. Hotelier John trat gut gelaunt auf die Terrasse, ging freudestrahlend auf die Radlergruppe zu und machte mit phantasiereichen Gesten sein Haus und vor allem die Küche schmackhaft. Das Abstellen der Räder sei kein Problem, meinte er. Ich konnte die Wandlung kaum glauben. Dann fing er selbst davon an, dass er einst tatsächlich die Fahrradtouristen nicht im Haus haben wollte. „Aber da habe ich mich gründlich geirrt“, erzählte er. „Die geben ja richtig viel Geld aus, besitzen tolle Räder und benehmen sich höchst erfreulich.“ Um der Überraschung noch die Krone aufzusetzen, bot sich Fran John sogar an, die Gruppe durch den großen Park zu führen. Es sei im Moment nicht viel zu tun und ihm tue die Bewegung auch ganz gut, meinte er.

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Foto: TMB-Fotoarchiv/Claus-Dieter Steyer

So ging es durch das schöne Areal, für den der Wörlitzer Park und der Neue Garten in Potsdam die Vorbilder gewesen sein sollen. Natürlich fehlte auch das berühmte Pferdegrab nicht. Der einstige Schlossherr Valentin von Massow hat seinem Pferd „Hurra Pardon“ hier ein Denkmal für eine große Leistung gesetzt. Massow nahm 1892 am Distanzritt Berlin-Wien teil und belegte mit seinem Gaul immerhin den 13. Platz auf diesem 575 Kilometer langen Wettreiten. Kurz nach der Ziellinie war „Hurra Pardon“ vor Erschöpfung zusammengebrochen und gestorben.

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Foto: TMB-Fotoarchiv/Claus-Dieter Steyer

Meine Freunde äußerten sich voller Begeisterung über das Schloss Steinhöfel und seinen Hotelier. Ich behielt meine schlechten Erinnerungen an den Aufenthalt vor einigen Jahren für mich. Steinhöfel hat sich jedenfalls zu einer radlerfreundlichen Adresse entwickelt.

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