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        Foto: ZDF/Stefan Erhard Filmset von "Unterleuten - Das zerrissene Dorf" in Willmersdorf, Foto: ZDF/Stefan Erhard
TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH

Brandenburg als Hauptdarsteller in "Unterleuten" Das spannende Interview mit Filmproduzent Reinhold Elschot

25. Februar 2020 von Marc Doebert

Das Thema Energiewende erhitzt die Gemüter. Viele haben eine Meinung dazu. Die einen sprechen sich vehement für erneuerbare Energien aus, andere wiederum wünschen sich den Erhalt des Kohleabbaus. So richtig ernst wird es allerdings erst, wenn es um den eigenen Lebensmittelpunkt geht. Wenn der Bau eines Windparks vor der heimischen Haustür geplant ist, werden schwerere Kaliber zur Untermauerung der eigenen Position gezückt und nachbarschaftliche Schikane gehört ebenso schnell zum Alltag wie die fiese Lästerei am Gartenzaun.

Juli Zehs Erfolgsroman „Unterleuten – Das zerrissene Dorf“ setzt, immer mit einem Augenzwinkern, genau hier an. Die Geschichte um das titelgebende fiktive Dorf in Brandenburg mit seinen fein gezeichneten Figuren ist derart nah am Leben geschrieben, dass Leser das 527 Seiten fassende Buch gar nicht mehr zur Seite legen können. Schließlich prallen hier menschgewordene Gegensätze aufeinander. Einheimische, Zugewanderte, Männer, Frauen, Alte, Junge, Menschen mit und ohne DDR-Vergangenheit. Sie alle spinnen das dramatische Netz menschlicher Beziehungen, das in einem fulminanten Ende mündet. Nur logisch, dass das ZDF bei der Erfolgsautorin anklopfte, um den literarischen Stoff auf den Fernsehbildschirm zu bringen.

Für die Verfilmung von „Unterleuten“ konnte das ZDF sowohl vor als auch hinter der Kamera ein starkes Team im Filmland Brandenburg versammeln. Regisseur Matti Geschonneck („Ein großer Aufbruch“, „In Zeiten des abnehmenden Lichts“) arbeitete bei den Dreharbeiten mit prominenten Schauspielern wie Thomas Thieme, Miriam Stein, Charly Hübner, Bettina Lamprecht oder Bjarne Mädel.

Mit der Romanverfilmung ging aber auch ein Comeback einher: Reinhold Elschot übernahm die Produktion für den ZDF-Dreiteiler. Im Interview verriet er mir spannende Hintergrundgeschichten zu den Dreharbeiten in Brandenburg und warum Roggen einen ganz entscheidenden Vorteil gegenüber Weizen hat.

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Filmplakat von "Unterleuten - Das zerrissene Dorf" Filmplakat von "Unterleuten - Das zerrissene Dorf", Foto: ZDF/Mathias Bothor

„Brandenburg ist unterschätzt.“

Zugegebenermaßen kannte Reinhold Elschot Brandenburg bis zum Sommer 2018 nur vom Durchfahren. Erst sein Produktionscomeback für „Unterleuten“ führte den gebürtigen Westfalen ins Land der 3000 Seen, wo er vorab geeignete Drehorte in Augenschein nahm und regelmäßig die Dreharbeiten zur Mini-Serie begleitete. 75 Drehtage später ist Elschot überzeugt: „Brandenburg ist unterschätzt. Sowohl die Landschaft als auch die Menschen haben mich positiv überrascht. Die Weite dieser ursprünglichen Landschaft im Norden Brandenburgs ist einzigartig und hat mich immer wieder aufs Neue umgehauen. Auch die Menschen an den Drehorten waren immer freundlich, aufgeschlossen und zuvorkommend, ebenso wie die zuständigen Behörden, die uns schnell und unkompliziert Drehgenehmigungen erteilten.“

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Schauspieler Bjarne Mädel auf Fahrrad in Beiersdorf-Freudenberg Schauspieler Bjarne Mädel auf Fahrrad in Beiersdorf-Freudenberg, Foto: ZDF/Stefan Erhard

Vom Ort zum Drehort: Location Scouts auf Entdeckungsreise

Doch wie wird eigentlich ein Ort zum Drehort? Das fragte ich Reinhold Elschot beim Blick auf die zahlreichen Ortschaften und Dörfer, die für „Unterleuten“ ins Licht der Scheinwerfer treten durften. Mit dieser Auswahl, so erzählt mir Elschot, würden sich zahlreiche Menschen beschäftigen: „Angefangen bei den Locations Scouts, die ganz Brandenburg auf Grundlage des Buches nach geeigneten Drehorten durchkämmten. Diese mussten anschließend den prüfenden Blicken des Architekten und des Kameramanns standhalten, um im nächsten Schritt vom Regisseur und mir als Produzenten begutachtet zu werden. Zum Schluss machen sich dann die Kulissenbauer ans Werk, um dem Ort des Geschehens den letzten Schliff zu verpassen.“

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Filmset von "Unterleuten - Das zerrissene Dorf" in Beiersdorf-Freudenberg Filmset von "Unterleuten - Das zerrissene Dorf" in Beiersdorf-Freudenberg, Foto: ZDF/Stefan Erhard

Weizen vs. Roggen: Welches Getreide will höher hinaus?

Für ihre Besichtigungen der potenziellen Drehorte stiegen Elschot und Geschonneck häufig einfach ins Auto, um Brandenburg und seine Landschaft auch unterwegs zu erkunden. Eine denkwürdige Geschichte ist Elschot dabei besonders im Gedächtnis geblieben, erzählt mir der sympathische Filmproduzent lachend: „Da wir für den Film auch Szenen einer Ernte mit großen Mähdreschern aufnehmen wollten, habe ich mich im Vorfeld der Dreharbeiten intensiv mit Landwirten ausgetauscht. Als es endlich soweit war und wir das Filmset schon fast an den Weizenfeldern aufbauen wollten, stellten wir fest: ‚Weizen ist viel zu klein!‘. Also zogen wir das komplette Set wieder ab, um den Dreh an ein Roggenfeld mit hohen Halmen zu verlegen.“ Auch, wenn das einen großen logistischen Aufwand bedeutete, so hatte es auch etwas Gutes, verrät mir Elschot: „So lernt man immer wieder dazu. Dreharbeiten bedeuten für mich auch immer, dass ich mich mit vielen Themen abseits des eigentlichen Films beschäftige, mit denen ich vorher keinerlei Berührungspunkte hatte.“

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Filmszene aus "Unterleuten" mit Thomas Thieme (links) und Sarina Radomski Filmszene aus "Unterleuten" mit Thomas Thieme (links) und Sarina Radomski, Foto: ZDF/Stefan Erhard

Brandenburg im Buch gleich Brandenburg im Film?

Zwar ist das fiktionale Dorf „Unterleuten“ in der Romanvorlage in Brandenburg angesiedelt. Dass für die Verfilmung aber auch das Land der 3000 Seen als Drehort in Frage kommt, war nicht von Anfang an klar. Elschot: „Viele Produktionen werden aus Kostengründen heutzutage im benachbarten Ausland gedreht. Für ‚Unterleuten‘ war allerdings ziemlich schnell klar, dass wir doch in Brandenburg drehen.“ Die im Roman beschriebene Landschaft war für das Filmteam der entscheidende Faktor, um hier zu drehen. Das Besondere bei dieser Literaturverfilmung: ganze 20 Orte und 10 Dörfer dienten als Drehorte. Darunter versammeln sich Willmersdorf und Börnicke ebenso wie Hohenfinow, Seefeld, Beiersdorf-Freudenberg oder die Ortsteile Fresdorf und Wilhelmshorst in Michendorf. Sie alle verschmelzen mit ihren Häusern, Plätzen und Wegen zu einem einzigen Dorf namens „Unterleuten“.

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Für die Romanverfilmung "Unterleuten" traten ganze 20 Orte in 5 unserer Urlaubsregionen vor die Kamera:

1. Barnimer Land (Biesenthal, Börnicke, Danewitz, Hohenfinow, Ruhlsdorf, Seefeld, Sydower Fließ, Tempelfelde, Wandlitz, Willmersdorf)

2. Fläming (Buchholz, Fresdorf, Wilhelmshorst)

3. Havelland (Brieselang, Nauen, Neugarten)

4. Seenland Oder-Spree (Beiersdorf-Freudenberg, Höhenland, Waldsieversdorf)

5. Uckermark (Schönfeld)

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Film ab für das Barnimer Land – Willmersdorf als Hauptdrehort

Aus dieser Melange unterschiedlicher Orte hat sich einer besonders hervor getan: Willmersdorf. Im Ortsteil von Werneuchen versammelte sich das Staraufgebot der deutschen Schauspielkunst häufig, um in ihre Filmrollen zu schlüpfen. 

Nur 30 Autominuten von Willmersdorf entfernt, vorbei am malerischen Gamensee und hinter dem Landschaftsschutzgebiet Blumethal gelegen, machten es sich die umtriebigen Filmemacher nach Drehschluss im Schloss Reichenow gemütlich. Für Reinhold Elschot und sein Team der ideale Rückzugsort nach einem langen Drehtag: „Schloss Reichenow war während der Dreharbeiten quasi unser Wohnort. Wir haben uns dort zu jeder Zeit sehr wohl gefühlt.“ Mit seiner Lage am Langer See bietet das Hotel nicht nur einen Wasserzugang, sondern ist auch perfekter Ausgangspunkt für großartige Ausflüge im Seenland Oder-Spree.

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Blick auf Dorfkirche von Willmersdorf Blick auf Dorfkirche von Willmersdorf, Foto: ZDF/Stefan Erhard

Hauptdarsteller Brandenburg: auf ein Neues?

Hinter der Verfilmung des Bestsellers "Unterleuten" verbergen sich spannende Drehorte in Brandenburg. Die Filmcrew des ZDF-Dreiteilers verlegte ihr Set in fünf Brandenburger Urlaubsregionen. Mit dem Ergebnis zeigt sich Produzent Elschot zufrieden. Auf die Frage, ob sich er sich vorstellen könne, in Zukunft noch einmal in Brandenburg zu drehen, antwortet Elschot prompt: „Auf jeden Fall! Brandenburg hat mich während der vielen Drehtage stets positiv überrascht und uns als gesamtes Team immer herzlich willkommen geheißen. Wir sind mit dem, was nun in Brandenburg entstanden ist, mehr als glücklich.“ Beim nächsten Mal kennt der Filmproduzent allerdings eines ganz gewiss: den Unterschied zwischen Weizen und Roggen.

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