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        Foto: TMB-Fotoarchiv/Synke Nepolsky Städtisches Krankenhaus in Eisenhüttenstadt, Foto: TMB-Fotoarchiv/Synke Nepolsky
    Ort: Eisenhüttenstadt
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TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH

Eisenhüttenstadt - vom Sozialismus zur Filmkunst Drehorte der Filme „Und der Zukunft zugewandt“ und „Das Schweigende Klassenzimmer“

07. September 2019 von Synke Nepolsky

Eine dichte Traube von Menschen drängte sich in Eisenhüttenstadt am 3. September 2019 vor dem Theater in der Lindenallee. Die Macher des deutschen Films „Und der Zukunft zugewandt“ hatten Eisenhüttenstadt für die Premiere auserkoren – im ausverkauften Friedrich-Wolf-Theater, in dem übrigens auch Teile des Films selbst spielen.

„Hütte“, wie die Bewohner ihre Stadt nennen, ist jedoch kein Neuling als Filmdrehort in deutschen Filmen. Bereits für den Film das „Schweigende Klassenzimmer“, der auf der Berlinale 2018 seine Premiere feierte, wurden viele Außenaufnahmen in Eisenhüttenstadt gedreht. In beiden Filmen ist Stalinstadt, wie die Planstadt zwischen 1953 und 1961 hieß, jedoch nicht nur Kulisse, sondern spielt auch inhaltlich eine tragende Rolle.

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Das ehemals "Stalinstadt" genannte Eisenhüttenstadt beherbergt mehrere große Wohnkomplexe aus vergangener DDR-Zeit Sozialistischer Wohnkomplex in Eisenhüttenstadt, Foto: TMB-Fotoarchiv/Synke Nepolsky

Eisenhüttenstadt als beliebter Drehort

Die Stadt an der Oder mauserte sich in den vergangenen drei Jahren als Filmdrehort zu einer beliebten Babelsberger Außenstelle. Vor allem wegen des architektonischen Stils der Wohnkomplexe I-III im sozialistischen Klassizismus konnte man Eisenhüttenstadt gleich in zwei Filmen als DDR-Schauplatz aus den fünfziger Jahren auf der Kinoleinwand sehen.

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Sozialistischer Wohnkomplex in Eisenhüttenstadt Sozialistischer Wohnkomplex in Eisenhüttenstadt, Foto: TMB-Fotoarchiv/Synke Nepolsky

Filmdrehorte in Eisenhüttenstadt zum Nachreisen

Manche Filmdrehorte in Eisenhüttenstadt sind leicht auffindbar, bei anderen ist es etwas kniffliger. So wurden für „Und der Zukunft zugewandt“ viele Aufnahmen innerhalb von Gebäuden gedreht, die nicht so leicht zugänglich sind wie die Straßenszenen im „Schweigenden Klassenzimmer.“

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Sozialistischer Wohnkomplex in Eisenhüttenstadt Sozialistischer Wohnkomplex in Eisenhüttenstadt, Foto: TMB-Fotoarchiv/Synke Nepolsky

"Das Schweigende Klassenzimmer"

Der Film erzählt die wahre Geschichte der Abiturklasse, die 1956 während des Unterrichts eine Schweigeminute für die Opfer des Volksaufstandes in Ungarn einlegen. Schnell schlägt dieser Akt der Solidarität für Schüler, Lehrer und Eltern hohe politische Wellen. Jedoch spielt die Geschichte des Films nicht in Storkow, sondern im damaligen Stalinstadt anders als im gleichnamigen Sachbuch von Dietrich Garstka. Für das „Schweigende Klassenzimmer“ diente Eisenhüttenstadt im Frühjahr 2017 vor allem als Kulisse für die Außenaufnahmen des Films.

Die Schule im Film
Auf dem Vorplatz des ehemaligen Krippengebäudes, das heute das „Dokumentationszentrum für die DDR Alltagskultur“ beherbergt, wurden die Szenen rund um den Schulalltag gedreht. 

Das Stadion Fürstenberg
Das Stadion Fürstenberg, das nur wenige hundert Meter vom Grenzfluss Oder gelegen ist, diente als Fußballplatz.

Straßenszenen
Außenszenen für das „Schweigende Klassenzimmer“ wurden unter anderem in der Saarlouiser Straße und Erich-Weinert-Allee aufgenommen.

Der Hochofen im EKO
Es wurde direkt am historischen Hochofen des einstigen Eisenhüttenkombinat Ost (kurz EKO) gedreht. Der Hochofen wurde jedoch wenig später stillgelegt.

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Dokumentationszentrum für Alltagskultur der DDR Eisenhüttenstadt Dokumentationszentrum für Alltagskultur der DDR Eisenhüttenstadt, Foto: TMB-Fotoarchiv/Synke Nepolsky

„Und der Zukunft zugewandt“

Die fiktive Story dreht sich um die Hauptdarstellerin, gespielt von Alexandra Maria Lara, die mit ihrer kranken Tochter 1952 in Stalinstadt eintrifft. Freigekauft aus einem sowjetischen Gulag soll sie sich in ihr neues Leben fügen und dabei ihre Vergangenheit im Straflager stillschweigend vergessen. Die Filmdrehorte für „Und der Zukunft zugewandt“ der im Frühjahr 2018 in Eisenhüttenstadt gedreht wurde, befinden sich mehrheitlich innerhalb der folgenden Gebäude:

Das Rathaus
Mehrere Szenen spielten sich im Treppenhaus und vor dem großen Wandbild im ersten Stock des Eisenhüttenstädter Rathauses ab. Diesen Filmschauplatz im öffentlichen Bereich des Rathauses kann man zu den regulären Öffnungszeiten besuchen.

Krankenhaus und alte Isolierstation
Alle Szenen rund um das Krankenhaus wurden originalgetreu im Gebäude und auf dem Außengelände des Eisenhüttenstädter Krankenhauses gefilmt. Die Gefängnisszenen wurden in der alten Isolierstation gedreht.

Friedrich-Wolf-Theater
Alle Szenen im Theater wurden auch dort gedreht. Besuchen kann man das Friedrich-Wolf-Theater ganz regulär mit einer Eintrittskarte zu einer der vielen angebotenen Veranstaltungen.

Pawlowallee
In der Pawlowallee wurden die Szenen gedreht, in denen die Hauptdarsteller das Wohnhaus betreten und verlassen. Die Aufnahmen in der Wohnung selbst entstanden dagegen in Berlin.

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Friedrich-Wolf-Theater Eisenhüttenstadt Friedrich-Wolf-Theater Eisenhüttenstadt, Foto: TMB-Fotoarchiv/Synke Nepolsky

Was Eisenhüttenstadt neben Filmdrehorten noch bietet

Neben den filmischen Drehorten lohnt sich Eisenhüttenstadt natürlich nicht nur für Architekturfans von sozialistischem Klassizismus. Spannende Einblicke in die Alltagskultur der DDR bekommt man hier genauso gut zu sehen wie Kunst in Form von über 300 Skulpturen, verteilt über das Stadtgebiet. Das alles vermischt mit einem Hauch von Ostalgie macht Eisenhüttenstadt zu einem Ort mit ganz speziellem Charme.

Die Planstadt zu Fuß erleben
Für individuelle Erkundungen durch die denkmalgeschützten Wohnkomplexe I-III auf eigene Faust kann man sich hier einen Flyer herunterladen. Alternativ bietet der Tourismusverein Region-Oder Eisenhüttenstadt mit vorheriger Anmeldung auch Touren für kleine und größere Gruppen an.

Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR
Das Museum für DDR Alltagskultur ist ein Muss für jeden Eisenhüttenstadt-Besucher. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläum zum Bauhaus lohnt es sich derzeit gleich doppelt hier vorbeizuschauen: Die Sonderausstellung „Alltag formen“ läuft noch bis zum 8. März 2020.

Das Naherholungsgebiet „Die Insel“
Sich auf einen ausgedehnten Spaziergang begeben ohne die Stadt zu verlassen, kann man auf der Insel von Eisenhüttenstadt. Zwischen dem denkmalgeschütztem Teil Eisenhüttenstadts und dem neueren sozialistischem VI Wohnkomplex lockt die Insel nicht nur mit Wald und Wiesen. Neben einer Schwimmhalle, Spielplätzen, einer Minigolfanlage und einer Skateboard-Bahn, gibt es sogar ein Tiergehege. Eine Gaststätte mit hübscher Gartenanlage darf auch nicht fehlen – alles stilecht noch aus DDR-Zeiten. 

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Ausflüge rund um Eisenhüttenstadt

Ein Besuch in Eisenhüttenstadt ist zudem auch wunderbar kombinierbar mit einem Ausflug in diese drei Ziele rund um Eisenhüttenstadt:

1. Neuzeller Klosteranlage mit Tour der Klosterbrauerei

2. Wanderparadies Naturschutzgebiet Schlaubetal

3. Eine Radtour auf dem Oder-Neiße Radwanderweg

Und wer weiß – vielleicht ist der nächste Kinofilm „Made in Hütte“ bereits in Planung.

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Spannende Filmorte entdecken

Entdecken Sie die Drehorte und weitere sehenswerte Orte in und um die ehemalige Planstadt Eisenhüttenstadt. Damit Sie die interessanten Filmorte der Region Seenland-Oderspree auf eigenen Pfaden erleben können, haben wir die nachfolgende Liste für Sie zusammengestellt.


Filmreife Artikel zu Drehorten in Brandenburg in unserem Blog

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