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  • Altstadt von Perleberg, Foto: Tourismusverband Prignitz e.V./Markus Tiemann Altstadt von Perleberg, Foto: Tourismusverband Prignitz e.V./Markus Tiemann

    Perleberg - Ihr Reise- und Ausflugsplaner

    Möchten Sie eine Reise oder Ausflug nach Perleberg planen? Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen & Reiseangebote.

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    Ort: Perleberg

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Perleberg - Die Perle der Prignitz: eine Stadt auf Inseln Was ist hier besonders?

Am äußersten nordwestlichen Rand Brandenburgs, auf halbem Weg zwischen Berlin und Hamburg, liegt Perleberg. Die fast 780 Jahre alte Stadt in der Prignitz mit dem Beinamen "Perle der Prignitz" ist umgeben von Hügeln, Wäldern sowie naturnahen Fließen und Teichen. Das Besondere an ihr ist ihre Entstehungsgeschichte: Der ursprüngliche Kern formte sich ab dem 12. Jahrhundert aus drei Siedlungen, die auf mehreren Inseln der Stepenitz liegen. Der Grundriss der Altstadt folgt deshalb bis heute dem Oval der Insel und den Biegungen des Flusses. Damit besticht das Stadtbild mit vielen überraschenden Blickwinkeln, die den besonderen Reiz von Perleberg ausmachen.

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Was gibt es hier zu sehen?

1239 wird Perleberg erstmals als Stadt urkundlich erwähnt. Fast 120 Jahre später im Jahre 1358 wurde sie Mitglied der Hanse und profitierte somit vom Fernhandel, insbesondere von dem mit Tuchen. Als Handelsstadt war sie durch ihre verkehrsgeographische Lage begünstigt. Denn die Stepenitz, damals noch schiffbar, verband die Stadt über die Elbe mit allen bedeutenden Hanseplätzen. So bestanden Handelsbeziehungen zu Wasser sowie auf dem Landweg bis an die Nord- und Ostsee.

Ebenso nach Süddeutschland und Böhmen florierte der Handel. Das war nicht zuletzt den großen mittelalterlichen Handelsstraßen zu verdanken, die sich hier kreuzten. Diese Blütezeit ging jedoch mit dem Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648) zu Ende. Bis heute geblieben sind allerdings die äußeren Merkmale für diese Epoche in der Stadt. Dazu zählen die stolzen Bürgerhäuser und Giebelhäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert am Großen Markt.

Sehenswert sind außerdem die gotische St.-Jacobi-Kirche aus Backstein aus dem 14. Jahrhundert und das älteste Fachwerkhaus der Stadt von 1525 am Großen Markt, in dem das Rathaus zu finden ist. Und dann ist da noch der Schutzpatron Perlebergs: der mehr als vier Meter hohe "steinerne Roland". Die Figur, die erstmals im Jahr 1498 erwähnt worden ist, zählt zu den markanten Wahrzeichen der Stadt und ist der Hüter städtischer Rechte und Freiheiten. Der Roland steht darüber hinaus für die Mitgliedschaft in der einst mächtigen Hanse.

Das Wallgebäude in der Nähe der Stepenitz war Anfang des 14. Jahrhunderts ein Befestigungswerk. 1386 ging es in den Besitz der Stadt über, die auf dem Wall ein Gästehaus für den damaligen brandenburgischen Markgrafen errichten ließ. Im Laufe der Jahre diente das Gebäude auch als Gefängnis, Rüstkammer und Schule. Der Graben drum herum wurde erst 1852 zugeschüttet. Heute befinden sich in dem 1997 sanierten Haus unter anderem die Stadtbibliothek sowie ein Saal für Veranstaltungen und Ausstellungen.

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Altstadt Perleberg Altstadt Perleberg, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Was kann man hier sonst noch unternehmen?

Nicht nur im Spreewald kann man sich übers Wasser mit dem Kanu fortbewegen. Auch in der Prignitz gibt es das - und zwar auf dem Fluss Stepenitz. Aufgrund seiner langsamen Strömung lassen sich auf einer Tour von Neue Mühle nach Perleberg und weiter bis nach Wittenberge besonders gut die unberührten Wiesen und Weideflächen beobachten, auf denen seltene Tier- und Pflanzenarten beheimatet sind. Auf der insgesamt 19 Kilometer langen Strecke gibt es zahlreiche ausgewiesene Rastplätze; einige befinden sich sogar mitten in einem Naturschutzgebiet. Deshalb sind Kanufahrten in diesem Abschnitt auch nur zwischen Mitte Juni und Ende Oktober möglich.

Tiere lassen sich aber nicht nur in freier Natur während einer Bootstour beobachten, sondern ebenso im Tierpark Perleberg. Er gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen in der Prignitzstadt und liegt mitten in einem Kiefernwald. Besondere Attraktionen sind hier die weitläufige Braunbären-Anlage, das Wolfsgehege, die begehbare Vogel-Voliere, das Erdmännchen-Gehege sowie das 2015 neu gebaute Dingo-Gehege.

Außerdem gibt es in der Stadt neben einem Oldtimermuseum, in dem historische Motorräder, Autos, Flugzeuge und Traktoren zu sehen sind, das DDR-Geschichtsmuseum. Zu der dortigen Ausstellung gehören zahlreiche Relikte aus dem einst real-existierenden Sozialismus. Darüber hinaus wollen die Betreiber des Dokumentationszentrums die beiden deutschen Diktaturen darstellen, um einen Betrag gegen das Vergessen zu leisten.  

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An der Stepenitz An der Stepenitz, Foto: Tourismusverband Prignitz e.V./Markus Tiemann

Das sollten Sie nicht verpassen!

Knieperkohl ist eine deftige Kohlspeise aus verschiedenen Kohlsorten und gilt als das "Nationalgericht" der Prignitz. Von November bis März steht die regionale Spezialität in vielen Gaststätten der Region auf der Karte. Traditionell wird der Kohl geschmort und dann mit Speck, Eisbein oder Wurst serviert. Aber auch moderne Kreationen wie Knieper-Nudeln oder Cordon bleu mit einer Füllung aus Knieper sind inzwischen im Angebot. Und einmal im Jahr wird diese Kohlspeise in Perleberg ganz besonders zelebriert: Jedes Jahr am ersten Samstag im März steht zum Suren-Hansen-Markt im historischen Zentrum der Stadt die typische Prignitzer Mahlzeit im Mittelpunkt. So gibt es an diesem Tag den Knieperkohl in Hülle und Fülle. 

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Wie komme ich dort hin?

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