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  • Frankfurt (Oder) und die St. Marienkirche, Foto: TMB/Matthias Schäfer Frankfurt (Oder) und die St. Marienkirche, Foto: TMB/Matthias Schäfer

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Auf den Spuren der Reformation in Frankfurt (Oder) Vom "Anti-Wittenberg" zum Mittelpunkt der Reformation

Auch Frankfurt (Oder) begeht in diesem Jahr das Reformationsjubiläum, obwohl Martin Luther nie in Frankfurt war. Einige Zeit galt die Oderstadt sogar als Anti-Wittenberg. Als Handels-, Hanse- und Universitätsstadt sowie Repräsentationsort der Landesfürsten entwickelte sie sich später jedoch zum geistigen und kulturellen Mittelpunkt der Reformation in der Mark Brandenburg.

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St. Marienkirche Frankfurt/Oder Foto: TMB-Fotoarchiv/Matthias Schäfer

Kulturschätze in der Jubiläumsausstellung

Noch bis Oktober wird in der St. Marienkirche, der St. Gertraudenkirche und im Museum Viadrina die Ausstellung "Bürger, Pfarrer, Professoren" gezeigt. Kulturschätze, die oftmals nicht einmal die Frankfurter kennen, werden vorgestellt. Wer die Ausstellungen besucht, sollte unbedingt alle drei Standorte ansteuern. So sind zum Beispiel die Epitaphien (Gedenk- bzw. Andachtsbilder hochrangiger Bürger), die einst das Innere der Marienkirche schmückten und mit Spendengeldern restauriert wurden, nur in St. Gertraud zu sehen: "Es sind Gesichter von Leuten, die Frankfurt damals prägten, sich engagierten und die Reformation vorantrieben", erläutert die Kuratorin der Ausstellung, Dr. Maria Deiters. Die Spendengelder dienten ebenso der Instandsetzung der reich geschnitzten Bekrönung des mittelalterlichen Hochaltars. Viele Jahre lagerte sie im Depot und schmückt nun wieder den prächtigen Altar.

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Hochaltarretabel, Foto: Holger Kupfer, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften CVMA Foto: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften CVMA/Holger Kupfer

Zeitzeugen der Reformation und andere Schätze

In der imposanten Marienkirche, einer der bedeutendsten Hallenkirchen der norddeutschen Backsteingotik, treten in Videoinstallationen mit "lebendigen Porträts" die Frankfurter der Reformationszeit auf. Aber auch die drei mittelalterlichen Bleiglasfenster sind eine Augenweide, darunter ein seltener Antichrist-Zyklus. Im Museum Viadrina wird die Schedelsche Weltchronik von 1493 präsentiert, die Frankfurt als einzige Stadt Brandenburgs zeigt. Ebenso eine Wittenberger Luther-Bibel von 1534, die der damalige Frankfurter Bürgermeister Thomas Ribe mit persönlichen Anmerkungen zum Reformationsgeschehen von 1539 der St. Marienkirche schenkte.

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Maria mit Kind (Böhmische Madonna, um 1400, Ausschnitt), Foto: Holger Kupfer, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften CVMA Foto: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften CVMA/Holger Kupfer

Spitzenwerke – nur in Frankfurt zu sehen

Diese und andere Zeitzeugen lassen Frankfurt (Oder) als mittelalterliche und reformationszeitliche Metropole der Mark wiederentdecken. Bis zum Jahresende gibt es im städtischen Veranstaltungskalender Abende zu Luther und seinen Thesen und Ideen. Derzeit erarbeiten Frankfurter Bürger eine handgeschriebene Bibel, seit 500 Jahren hier die erste ihrer Art. Sie wird am Reformationstag in einem schönen Einband präsentiert. Für jeden Besucher, ob gläubig oder Atheist, gibt es eine Fülle an Spitzenwerken, die nicht in jeder Stadt zu sehen sind.

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Sarg des Cölestin Hoffmann von Greiffenpfeil (2. H. d. 17. Jh.), Foto: Holger Kupfer, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften CVMA Foto: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften CVMA/Holger Kupfer

Auf Streifzug durch Frankfurt (Oder)

Die Ausstellung ist auch eine gute Gelegenheit das „grüne“ Frankfurt am Fluss zu entdecken, z. B. die idyllische Oderinsel Ziegenwerder. Oder flanieren Sie durch den Lennépark, einen der ersten Bürgerparks Deutschlands.

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Oderinsel Ziegenwerder, Foto: TMB-Fotoarchiv/Matthias Schäfer Foto: TMB-Fotoarchiv/Matthias Schäfer

Noch mehr steinerne Zeitzeugen

Vom mittelalterlichen Stadtzentrum hat der 2. Weltkrieg wenig verschont. Neben der prachtvollen Marienkirche als dem Wahrzeichen der Stadt sind auch das Rathaus aus dem 13. Jahrhundert als eines der größten mittelalterlichen Rathäuser Deutschlands und die ehemalige Franziskaner-Klosterkirche (1270-1526) sehenswert, die zum international anerkannten Konzerthaus wurde und heute das „Brandenburgische Staatsorchesters“ beherbergt. Frankfurt (Oder) ist auch die Geburtsstadt des Dichters Heinrich von Kleist. Das Kleist-Museum unweit des Museums Viadrina widmet sich seinem Leben und Werk.

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Rathaus Frankfurt (Oder), Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Mit dem Rad durch die Doppelstadt und in die Umgebung

Auf der Kleist-Route durch die deutsch-polnische Doppelstadt wandeln Sie auf den biographischen Spuren des Dichters durch die Doppelstadt. Mit dem Rad bietet sich eine Tour auf dem Oder-Neiße-Radweg an, z. B. in südliche Richtung nach Neuzelle, dessen „Barockwunder“-Kloster eine Stätte der Gegenreformation war.

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Kleist-Route Frankfurt (Oder) - Slubice, Foto: TMB-Fotoarchiv/Matthias Fricke Foto: TMB/Matthias Fricke

Informationen zur Ausstellung und Anreiseempfehlung

Ausstellung „Bürger, Pfarrer, Professoren – St. Marien in Frankfurt (Oder) und die Reformation in Brandenburg“ bis 31.10. Marienkirche, Gertraudenkirche und Museum Viadrina, 500 Jahre Reformation in Frankfurt (Oder)

Kontakt: Deutsch-Polnische Tourist-Information Frankfurt (Oder), Große Oderstr. 29,Tel. 03 35/61 00 80 0 www.tourismus-ffo.de

Ihr Bahnausflug nach Frankfurt (Oder) – günstig, schnell und bequem mit DB Regio Nordost: Ticket- und Anreiseempfehlungen

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Sehenswertes in Frankfurt (Oder)


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