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  • Dieselmotor im Sender- und Funktechnikmuseum Königs Wusterhausen,
        
    

        
        
            Foto: Nada Quenzel Dieselmotor im Sender- und Funktechnikmuseum Königs Wusterhausen, Foto: Nada Quenzel
    Vom Funkturm zum Funkerberg

    Auf Sendung! 9 Highlights der Radio- und Fernsehgeschichte in einer Tour zu Fuß und mit der S-Bahn ab Berlin. Die Route führt vorbei an Produktionsorten, spannenden Museen und Wahrzeichen wie dem Berliner Fernsehturm.

    Auf Sendung! 9 Highlights der Radio- und Fernsehgeschichte in einer Tour zu Fuß und mit der S-Bahn ab Berlin. Die Route führt vorbei an Produktionsorten, spannenden Museen und Wahrzeichen wie dem Berliner Fernsehturm.
    Ort: Königs Wusterhausen
  • Vom Funkturm zum Funkerberg

Funkturm und Rundfunkgebäude, Wiege des Rundfunks und Fernsehturm mit S-Bahn, Aufzug und zu Fuß an einem Tag

Die Region Berlin- Brandenburg bietet eine technische Einmaligkeit. Im Abstand von etwa 30 Kilometern stehen mit dem Berliner Funkturm, dem Berliner Fernsehturm und dem Mast 17 auf dem Funkerberg in Königs Wusterhausen drei der bedeutendsten Antennenträger Deutschlands in räumlich großer Nähe.

Die Tour beginnt zunächst zu Fuß am 147 Meter hohen Berliner Funkturm, der 1926 anlässlich der Dritten Großen Funkausstellung in Betrieb ging. Zur Aussichtsplattform gelangen Sie spektakulär in einem halb transparenten Aufzug – in nur 33 Sekunden liegt Ihnen Berlin zu Füßen. Beim Panoramablick ist das Haus des Rundfunks*, das 1933 in der Masurenallee errichtet wurde, gut sichtbar. Es ist ein Symbol deutscher Rundfunkgeschichte. Die klug durchdachte Funktionalität des Gebäudes bietet zusammen mit dem dahinterliegenden Fernsehzentrum auch heute noch beste Produktionsbedingungen für die Sendungen des Rundfunks Berlin-Brandenburg (rbb). Das Fernsehzentrum konzipierte der Architekt Robert Tepez, es wurde 1970 fertiggestellt.

Kommen Sie weiter mit auf den Rundgang auf der Aussichtsplattform. Richtung Osten sind der Fernsehturm am Alexanderplatz sowie der Radarturm des ehemaligen Flughafens Tempelhof zu sehen. Blickt man vom Funkturm in westliche Richtung, so sieht man den 230 Meter hohen Fernsehsendemast am Scholzplatz in Westend. Dieser wurde 1961 für die ARD errichtet.

Weiter südlich kann man das Westberliner Pendant des Fernsehturms am Alexanderplatz sehen: den Fernmeldeturm auf dem Schäferberg. Und auch die Antennenkuppeln der ehemaligen NSA-Abhörstation auf dem Teufelsberg sind gut zu erkennen.

* Standort „Route der Industriekultur Berlin“ www.industriekultur.berlin

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Sender- und Funktechnikmuseum Sender- und Funktechnikmuseum, Foto: Tourismusverband Dahme-Seen e.V./Juliane Frank

Bahnreise mit spannenden Entdeckungen

Nach dem Besuch des Funkturmes geht es durch den Fußgängertunnel am ICC, dem ehemaligen Internationalen Congress Centrum Berlin, Richtung S-Bahnhof Messe Nord/ICC. Beim Durchqueren fällt die charakteristische Gestaltung der 1979 eröffneten „Passerelle“ auf, die schon in zahlreichen Filmen als Kulisse diente. (Bitte beachten: Wegen Sanierungsarbeiten wird der Fußgängertunnel demnächst geschlossen, dann die Ampelquerungen nutzen.)

Vom Bahnhof Messe Nord/ICC fährt alle 20 Minuten eine S-Bahn (S 46) Richtung Königs Wusterhausen. Steigen Sie in einen der letzten beiden Wagen ein und setzen Sie sich in Fahrtrichtung links. Während der etwa einstündigen Fahrt nach Königs Wusterhausen gibt es viel zu entdecken:

Nach der Station Bundesplatz sehen Sie auf der linken Seite das Funkhaus Berlin des Deutschlandradios. Viele Jahrzehnte lang wurde von hier das beliebte Programm des RIAS Berlin (Radio im amerikanischen Sektor) gesendet. Heute produziert Deutschlandfunk Kultur hier seine bundesweit empfangbaren Programme. Die Logos von RIAS und Deutschlandfunk sind weithin sichtbar auf dem Dach installiert.

Nach der Station Schöneberg liegt links der Gasometer Schöneberg, der im Jahr 1910 fertig gestellt wurde und in jüngster Vergangenheit Ort für Fernsehproduktionen war. Hier lohnt sich zu anderer Gelegenheit eine Besichtigung. Das 78 m hohe Bauwerk kann bei einer geführten Tour erklommen werden. Von oben sieht man gut die Geschichte und Besonderheiten des Areals, das zu einem ökologisch und ökonomisch nachhaltigen Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort entwickelt wird.

Zwei Stationen weiter öffnet sich die Stadt zu einem großen Freiraum. Das ist der ehemalige Flughafen Tempelhof*. Gut zu erkennen ist der Radarturm. Heben Sie den Blick etwas und Sie können den markanten Berliner Fernsehturm in der Ferne sehen.

Jetzt ist einige Stationen Zeit, um auf Sitzplätze in Fahrtrichtung rechts zu wechseln.

* Standort „Route der Industriekultur Berlin“ www.industriekultur.berlin

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Ein Abstecher zur Schwartzkopff-Siedlung

An der Station Adlershof sieht man das ehemalige Gelände des Fernsehens der DDR, DFF Adlershof. In dem Gebäude-Ensemble von 1953 wurde fast 40 Jahre lang Fernsehen produziert. Einige der seinerzeit genutzten Requisiten und technische Einrichtungen sehen Sie später im Sender- und Funktechnikmuseum. Übrigens sind in dem Gebäudeensemble in Adlershof auch heute noch TV-Produktionsfirmen tätig.

Zwischen den Stationen Grünau und Eichwalde liegt die längste Fahrtstrecke der S-Bahn Linie S46. Nutzen Sie doch die Zeit für ein kleines Rechenspiel: Wie schnell fährt die S-Bahn? Messen Sie die Fahrzeit zwischen den beiden Stationen vom Losfahren bis zum Anhalten, zum Beispiel mit der Stoppuhr auf Ihrem Handy. Rechnen Sie die gemessene Zeit in Sekunden um. Teilen Sie nun die Streckenlänge von 5.430 Metern durch die Fahrzeit in Sekunden und multiplizieren Sie das Ergebnis mit dem Faktor 3,6. So erhalten Sie die Fahrgeschwindigkeit in km/h. Die Auflösung finden Sie auf der letzten unten.

Bei der Einfahrt in die Station Wildau sehen Sie links die Schwartzkopff-Siedlung, die ebenso wie das Sender- und Funktechnikmuseum Teil des Touristischen Netzwerks Industriekultur in Brandenburg ist. Auf der rechten Seite sehen Sie das ehemalige Werksgelände. Siedlung und Werk sind Anfang des 20. Jahrhunderts aus einem Guss entstanden. Jede der 950 Wohneinheiten war mit dem gleichen legendären Qualitätsbewusstsein gebaut wie die Fertigungshallen und die Lokomotiven, die darin produziert wurden.

Abstecher zur Schwartzkopff-Siedlung

Hier lohnt es sich auszusteigen und durch die historische Werkssiedlung zu flanieren. Die S-Bahn weiter nach Königs Wusterhausen fährt alle 20 Minuten. An der Endstation Königs Wusterhausen steigen Sie aus und erreichen über die Unterführung den Bahnhofsvorplatz. Hier befindet sich die Tourist-Info, deren Mitarbeiter gerne Tipps für den Besuch der Rundfunkstadt und ihre wasserreiche, wanderfreundliche Umgebung geben.

Halbrechts, in nordwestlicher Richtung können Sie den Sendemast auf dem Funkerberg bereits gut sehen – er dient als Orientierung auf dem etwa 20 Minuten dauernden Fußweg zum Sender- und Funktechnikmuseum. Gehen Sie die Maxim-Gorki-Straße nach rechts bis zum Kreisverkehr, biegen in die Gerichtsstraße ein und gehen über den Nottekanal bis zum Schloss Königs Wusterhausen. Nun gehen Sie halbrechts in die Straße Berliner Berg und den historischen Funkerberg hinauf. Oben angekommen sehen Sie links die ehemalige Funkerkaserne. Geradeaus befindet sich der 210 Meter hohe Sendemast 17– das Wahrzeichen der Rundfunkstadt Königs Wusterhausen. Rechts befindet sich das Sender-und Funktechnikmuseum im Senderhaus 1. In der Ausstellung zeigt ein Modell des Funkerbergs die einst gigantischen Ausmaße des Antennenwaldes von Königs Wusterhausen, zu dem Mast 17 gehörte.

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Wiege des Rundfunks

Der Funkerberg ist die Wiege des Rundfunks in Deutschland. Hier ist 100 Jahre Funk- und Sendegeschichte zu entdecken! Am 22. Dezember 1920 wurde aus dem Senderhaus 1 mit dem so genannten Weihnachtskonzert die erste Radiosendung Deutschlands ausgestrahlt. Das war eine Sensation. Im ehemaligen Sendesaal ist eine Nachstellung des ersten provisorischen Rundfunkstudios zu sehen und ein Ausschnitt der deutschlandweit ersten Radiosendung zu hören.

Das Museum am authentischen Ort zeigt alle Elemente des Rundfunks von der Programmerstellung über die Funktionsweise von Sender und Antenne bis zur Stromversorgung. Einmalig ist die Sammlung vollständig erhaltener, historischer Kurz-, Mittel- und Langwellensendeanlagen – vom kleinen Füllsender bis zu raumfüllenden Großsendern. Am Modell des Hertz-Versuches können Sie die Verbindung vom Funken zum Rundfunk nachvollziehen. Und in der Fernsehausstellung können Sie auch einmal hinter oder vor der Kamera stehen.

Eine echte Rarität ist der funktionstüchtige 1.000-PS-Dieselmotor, der einst zum Antrieb eines 6.000-Volt-Generators diente. Weltweit zeigt kein anderes Museum einen solchen lauffähigen Dieselgenerator. Für den Besuch des Sender- und Funktechnikmuseums sollten Sie etwa 1,5 Stunden einplanen.

Nach dem Museumsbesuch ist es Zeit für eine kleine Stärkung. Gehen Sie den Funkerberg hinab bis zur Straßenkreuzung Berliner Berg / Potsdamer Straße, hier geradeaus in die Schloßstraße, am Schloss und der alten Mühle vorbei bis zum Nottekanal. Hier biegen Sie links in die Bahnhofstraße ein und finden ein abwechslungsreiches gastronomisches Angebot.

Vom Bahnhof Königs Wusterhausen fahren stündlich Regionalzüge in Richtung Berlin. Mit dem RE2 erreichen Sie in 30 Minuten den Berliner Alexanderplatz. Hier können Sie zum Tagesabschluss einen der bekanntesten Antennenträger der Welt bestaunen, den Berliner Fernsehturm. Auf der über 200 Meter hohen Aussichtsplattform haben Sie einen grandiosen Blick auf die Stadt Berlin und Sie können die heute zurückgelegte Entdeckertour noch einmal nachverfolgen. Und vielleicht lassen Sie den Tag in dem rotierenden Restaurant „Sphere" in luftiger Höhe ausklingen.

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Sehenswürdigkeiten & Tipps

Sehenswert 
1. Berliner Funkturm
2. Haus des Rundfunks
3. Funkhaus Berlin
4. Gasometer Schöneberg
5. Flughafen Tempelhof
6. ehem. Fernsehgelände DFF Adlershof
7. Schwarzkopffsiedlung mit ehem. Werksgelände 
8. Sender- und Funktechnikmuseum Königs Wusterhausen
10. Berliner Fernsehturm

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Aussicht
1. Aussichtsplattform Berliner Funkturm
10. Aussichtsplattform Berliner Fernsehturm

Speisen
1. Funkturm-Restaurant
9. Gastronomie in der Bahnhofstraße Königs Wusterhausen
10. Restaurant „Sphere“ im Berliner Fernsehturm

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