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        Foto: TMB-Fotoarchiv/Matthias Schäfer Logo Brandenburgerie Berlin, Foto: TMB-Fotoarchiv/Matthias Schäfer
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TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH

Ein Stück Land in der Stadt Kulinarische Botschaft Brandenburgs in der Hauptstadt

30. November 2017 von Matthias Schäfer

Der Geschmack von Brandenburg ist vielseitig. Ob Käse aus der Uckermark, Apfelsaft aus dem Ruppiner Seenland, Wein aus dem Havelland oder Bier aus dem Spreewald. Doch um all diese Vielfalt kosten zu können muss man schon ganz schön weit herumfahren. Doch es gibt einen Ort in Berlin, der einige dieser leckeren Produkte aus dem Land an einem Ort vereint: Die „Brandenburgerie“ im Stadtteil Prenzlauer Berg ist quasi die kulinarische Botschaft des guten Geschmacks in der Hauptstadt.

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Inhaber Thomas Skorloff von der „Brandenburgerie“ Berlin Thomas Skorloff von der Brandenburgerie Berlin, Foto: TMB-Fotoarchiv/Matthias Schäfer

Thomas Skorloff unternahm schon immer gerne Touren übers Land – meist mit dem Fahrrad und zusammen mit seiner Frau Yvonne Voigt. Auf diese Weise entdeckten die beiden den einen oder anderen Hofladen und waren dabei überrascht, wie vielfältig das kulinarische Angebot in Brandenburg ist. Ob bei „Lobetaler Bio“ in Biesenthal im Barnimer Land, wo die frische Vollmilch direkt aus einem Kühlautomaten in eine Glasflasche gezapft werden kann oder in Rheinsberg wo Katrin Wagner in ihrer Manufaktur „Marmelo“ aus frischen Früchten verschiedene Fruchtaufstriche und herzhafte Confits herstellt.

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Blick ins Schaufenster der „Brandenburgerie“ in Berlin Blick ins Schaufenster der Brandenburgerie Berlin, Foto: TMB-Fotoarchiv/Matthias Schäfer

Während dieser Radtouren ließ die beiden der Gedanke nicht mehr los, all die verschiedenen und großartigen Produkte zu bündeln, um sie an einem zentralen Ort verkaufen zu können. „Wir wollten unbedingt diese unterschiedlichen Brandenburger Produkte, die wir auf unseren Touren entdeckt hatten nach Berlin bringen“, erzählt der gebürtige Berliner. Das war die Geburtsstunde des Kiezladens „Brandenburgerie“ in Berlin Prenzlauer Berg. Thomas Skorloff wollte sich seit 2013 ohnehin beruflich verändern, der bis dahin als Journalist für den Berliner Verlag gearbeitet hatte.

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Verschiedene Joghurtsorten von Lobetaler Bio aus Biesenthal sind ebenso im Sortiment der Brandenburgerie zu finden Joghurtsorten von Lobetaler Bio aus Biesenthal, Foto: TMB-Fotoarchiv/Matthias Schäfer

Wildfleisch aus dem Fläming

Bei der Auswahl der Produkte kommt es ihm besonders darauf an, dass die Anbieter ihr Handwerk verstehen. „Unser Wildfleisch beziehen wir zum Beispiel vom „Wildhof am Weinberg“ in Reckahn im Fläming.“ Hier weiß Thomas Skorloff, dass der dortige Jäger sein Handwerk versteht und die Tiere selbst verarbeitet. Deshalb macht er sich vorab immer ein Bild vom jeweiligen Betrieb vor Ort, bevor er ein neues Produkt in seinem Laden aufnimmt. Um jedoch ins Sortiment zu kommen, müssen für ihn bestimmte Kriterien erfüllt sein. Dazu zählen Qualität, Handwerk und Präsentation. „Es muss eine gewisse Professionalität vorhanden sein, damit ich sicher sein kann, dass die gewünschten Produkte auch regelmäßig lieferbar sind“, berichtet Thomas Skorloff.

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Inzwischen sieht er sich mit seinem seit Oktober 2016 bestehenden Geschäft als Kiezversorger rund um den beliebten Kollwitzplatz im Stadtteil Berlin-Prenzlauer Berg. Insgesamt 300 verschiedene Produkte von 30 bis 40 Herstellern umfasst das Sortiment der „Brandenburgerie“.

Entstanden ist der Name aus einer Weinlaune heraus, erzählt Thomas Skorloff: „Wir wollten auf gar keinen Fall das Klischee ,Öko- oder Regionalladen‘ bedienen. Der Name ,Brandenburgerie‘ soll vielmehr auf das Ursprüngliche hinweisen und gleichzeitig modern daher kommen.“ Das merken Besucherinnen und Besucher schon beim Betreten des Ladens. Gelb getünchte Wände lassen das Innere erstrahlen. Ein Hingucker ist außerdem das hell beleuchtete weiß-blaue Logo der „Brandenburgerie“ hinter der Frischetheke. Und links gleich neben dem Eingang stehen zwischen aufgeschichteten Holzscheiten die hochprozentigen Flaschen wie Korn aus der Grumsiner Brennerei in Altkünkendorf in der Uckermark oder Glina-Whisky von Schultzen’s Siedlerhof in Glindow im Havelland. Natürlich darf auch Wein und Sekt vom Werderaner Wachtelberg nicht fehlen.

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Hochprozentiges aus Brandenburg

Auch Apfelsäfte in Bio-Qualität sind hier zu haben. Sie kommen aus der Bergschäferei in der Märkischen Schweiz. Außerdem ist das „Labieratorium“ aus Cottbus mit dem Bier „Schwarze Pumpe“ vertreten. Die Craftbier-Brauerei wurde 2017 mit dem Craft-Beer-Award ausgezeichnet. Doch das edelste Tröpfchen im Regal ist ein Apfel-Crémant von der Landmanufaktur „Königin von Biesenbrow“. „Wir wollen eben Stil zeigen. Denn wir haben gemerkt, dass regionale Spirituosen aus Brandenburg besonders gefragt sind und gerne als Präsent verschenkt werden. Auch unser Wildfleisch ist ein Renner, weil es so etwas kaum mehr gibt. Wo kann man in der Stadt schon noch Wild aus der Region zu kaufen?“, fragt Thomas Skorloff.

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Warme, gelb-braune Töne dominieren das Ladeninnere. Zwischen einzelnen Holzscheiten lagert eine große Auswahl an Weinen und Sekt aus Brandenburg. Hochprozentiges in der Brandenburgerie Berlin, Foto: TMB-Fotoarchiv/Matthias Schäfer

Ebenso in Sachen Literatur über Brandenburg will der Laden eine gute Adresse sein. Ob Reiseführer über die Prignitz oder die Uckermark oder Bücher über Theodor Fontane. „Wir finden, Genuss und Kultur gehören einfach zusammen.“ Daher plant Thomas Skorloff für die nähere Zukunft eine kleine Café-Ecke mit Sofa zum Schmökern.

Doch noch immer fehlen ihm einige Produkte im Sortiment: „Wir müssen noch ein paar Lücken schließen. So fehlt uns ein guter brandenburgischer Bäcker sowie Räucherfisch.“ Da wird Thomas Skorloff zusammen mit seiner Frau wohl wieder mal eine Tour durch Brandenburg machen müssen, um das Sortiment komplett zu machen. Und so gibt es vielleicht demnächst in der Brandenburgerie auch Bratwürste und Schnitzel vom Potsdamer Sauenhain zu kaufen.

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Regionale Fleischprodukte vom Potsdamer Sauenhain gibt es im Feinkostladen „Vom Einfachen das Gute“ in Berlin-Mitte. Feinkostladen in Berlin-Mitte, Foto: TMB-Fotoarchiv/Matthias Schäfer

Weitere Informationen: Die „Brandenburgerie“ an der Sredzkistraße 36 in Berlin-Prenzlauer Berg hat Dienstag bis Freitag von 11 bis 19 Uhr sowie Sonnabends von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Regionale Produkte aus Brandenburg gibt es ebenso in den vier Q-Regio-Läden in Bandelow, Templin, Prenzlau und Potsdam. Darüber hinaus werden einzelne Produkte mehrmals in der Woche am Uckermark-Stand in der Markthalle Neun in Berlin-Kreuzberg angeboten.

www.q-regio.de
www.brandenburgerie.de
www.markthalleneun.de

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Kulinarische Vielfalt im Land Brandenburg


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