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        Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann Speisekarte "Glut & Späne" Gerswalde, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann
    Ort: Wittenberge
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TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH

Kulinarische Schatzkarte 100 Ausflüge zu Manufakturen und Hofläden in Brandenburg

16. Juni 2018 von Steffen Lehmann

Julia Schoon sammelt auf ihrem Blog "Jäger des verlorenen Schmatzes" kulinarische Entdeckungen aus der ganzen Welt, einige davon lassen sich auch in ihren Büchern "Delikatessen weltweit" und "So schmeckt Neuseeland" nachlesen.

Für ihr drittes Buch hat sich die Berlinerin etwas nahe liegendes ausgesucht: Brandenburg. Wir haben mit ihr über den Ausflugsführer "Kulinarisches Brandenburg. 100 Ausflüge zu Manufakturen und Hofläden" gesprochen.

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Sie betreiben Ihren Blog „Jäger des verloren Schmatzes“. Wie sind auf die Idee gekommen, die digitale Welt zu verlassen und einen gedruckten Ausflugsführer zu schreiben?

Ich liebe das Bloggen, gerade wenn ich schnell einen Tipp veröffentlichen möchte, ist online unschlagbar. Aber in manchen Ecken Brandenburgs ist das Internet ja ungefähr so schnell wie 1995, da ist man als Ausflügler mit einem Buch besser dran... Nein, im Ernst: Ich bin ja von Beruf Journalistin und meine Texte erscheinen auch auf Papier, im zitty Brandenburgheft zum Beispiel, Tagesspiegel Landpartie oder in den Ausflugsplanern von Pro Agro. Die Idee zum Ausflugsführer "Kulinarisches Brandenburg" war eine ganz spontane Eingebung, die ich hatte, als ich auf der ITB am Stand des Trescher Verlags ins Gespräch kam. Ich habe dann meine Visitenkarte dagelassen und ein paar Wochen später schrieb mir der Verlag eine Mail: Kommen Sie doch mal bei uns vorbei, uns gefällt ihre Idee.

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Julia Schoon Julia Schoon, Foto: Julia Schoon

Eine Schatzkarte für Brandenburg-Fans

Sie haben Ihre Ausflugstipps regional gegliedert. Wie haben Sie Ihre Auswahl getroffen?

Alle Ausflugsziele haben natürlich mit Kulinarik zu tun. Aber ich denke, die wenigsten Menschen fahren 50 Kilometer nur für den Besuch eines Restaurants oder Hofladens. Deshalb habe ich Orte ausgewählt, an denen man bei der Entstehung all dieser Brandenburger Köstlichkeiten zuschauen kann: wie Bier gebraut, Schokolade geschöpft oder Fisch geräuchert wird. Wie man Ziegen melkt und daraus Käse macht. Wie der Spargel gestochen und Spreewälder Gurken eingelegt werden. Welche Delikatessen aus Äpfeln von der Streuobstwiese entstehen können und wie anders Fleisch schmeckt, wenn die Tiere ihr ganzes Leben auf der Weide verbringen. Ein Kapitel mit Restaurantempfehlungen hab ich dann trotzdem noch mit reingenommen. Warum sollte ich unterschlagen, wie toll vielerorts gekocht wird?

Der Ausflugsführer liest sich wie eine Schatzkarte. Haben Sie selbst noch unbekannte Schätze bei der Recherche entdeckt?

Oh jaaaaaa! Den Ziegenkäsekuchen im Oderbruch. Das butterzarte Flanksteak aus Zempow. Das naturtrübe dunkle Bier in Fürstenwalde. Ich könnte noch weitermachen... 

Was hat Sie bei der Recherche am meisten überrascht?

Als Bloggerin poste ich von unterwegs gerne eine Entdeckung, aber das ging oft nicht, weil die Internetverbindung nur tröpfelte. In der Uckermark hatte ich sogar den Eindruck, es sei seit dem Jahr davor noch langsamer geworden - dabei leben dort doch angeblich so viele Berliner Medienmenschen. Vielleicht ist das ja Absicht, damit man das Smartphone weglegt und lieber die Brandenburger Landschaft genießt? 

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Die Fischräucherei "Glut & Späne" in Gerswalde. Fischräucherei "Glut & Späne" in Gerswalde, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Wer sollte Ihren Ausflugsführer alles in der Tasche haben?

Jeder, der gerne auf kulinarische Entdeckungsreise geht und ganz unkompliziert, ohne großes Herumsuchen vorneweg, einfach mal aus der Stadt rausfahren möchte. Das können Menschen sein, die gerne Wandern oder Radfahren, die Kulinarik & Kultur erleben, einfach raus in die Natur oder mit ihren Kindern einen Ausflug machen möchten. Die Ausflüge sind rubriziert, so dass man gezielt nach der passenden Empfehlungen suchen kann.

Kulinarisch wird Brandenburg oft noch belächelt bzw. wird die  Liedzeile aus Rainald Grebes „Brandenburg“-Lied zitiert. Ist es wirklich so?

Auch ich habe in Brandenburg schon verzweifelt nach einem geöffneten Bäcker gesucht und in der Dorfgaststätte ölige Bratkartoffeln auf dem Teller gehabt. Einfach blind drauf losfahren, klappt zwar schon deutlich besser als vor 10, 20 Jahren, aber eben nicht immer. Zum Glück gibt es ja jetzt mein Buch :-)

 

 

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Hofladen Gut Boltenhof Hofladen Gut Boltenhof, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Können Sie uns je einen jahreszeitlichen Ausflugstipp geben. Wo sind Sie besonders gerne im Frühling, Sommer, Herbst und Winter?

Im Frühling muss man eigentlich in der Gegend um Beelitz Spargel frisch vom Feld kaufen. Es ist außerdem eine gute Jahreszeit, um zum Fischer zu fahren, denn bei (noch) kühlen Temperaturen, habe ich mir erzählen lassen, geht viel mehr ins Netz als im Sommer. In Brandenburg gibt es so viele Seen, dass man im Sommer so ziemlich überall hinfahren kann. Selbst wenn es so affenheiß ist wie in diesem Jahr, ist die Wasserqualität bis auf wenige Ausnahmen noch super (ganz im Gegenteil zu den Berliner Seen). Wer in der Gegend zwischen Himmelpfort und Zehdenick mit dem Kanu oder Hausboot unterwegs ist, kann zum Beispiel am Capriolenhof anlegen und phantastisches Ziegenmilcheis und Käse kaufen.

Der Herbst lockt mich immer wieder nach Linum, um dem aufgeregten Trompeten der Kraniche zuzuhören, die sich auf den abgeernteten Feldern für den Flug gen Süden stärken. Dann kaufe ich exotische, köstliche Kürbisse auf Rixmanns Hof, gutes Fleisch im benachbarten Kuhhorst (wenn Zeit ist, spielen wir eine Partie Bauerngolf) und Ziegenkäse auf dem Karolinenhof nebenan. Sogar wenn der Herbst schon nebelig-trüb ist, ist es dort schön - und das Rufen der Wildgänse klingt dann besonders melancholisch.

Es gibt einen Ausflug, den ich schon so lange im Winter machen möchte, dazu muss es allerdings längere Zeit richtig kalt sein: auf den zugefrorenen Fließen im Spreewald Schlittschuh fahren. Wenn die Fließe offen sind, kann man in der Adventszeit mit dem Kahn zu den Weihnachtsmärkten im Spreewald fahren, dick eingemummelt und mit einer Tasse Glühwein in der Hand. Ich finde, dass Brandenburg gerade im Winter ein tolles Ausflugsziel ist. Denn wenn sich alle zuhause einigeln, hat man die weite Landschaft fast für sich alleine. Im Januar, Februar, März sollte man allerdings unbedingt die Öffnungszeiten checken, bevor man sich auf den Weg macht.


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