• Segelboote auf dem Werbellinsee , Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann Segelboote auf dem Werbellinsee , Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann
    Ort: Glambeck

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In Glambeck spielt die Musik Konzerte in einer der kleinsten Dorfkirchen in Brandenburg

19. März 2013 von Steffen Lehmann

Sanft wellen sich die Wiesen im Welsetal in der Schorfheide. Aus der kleinen Dorfkirche klingen leise die Akkorde herüber. In Glambeck haben Natur und Kultur einen Bund fürs Leben geschlossen. Hier am Rande der Schorfheide haben kulturbegeisterte Menschen ein besonderes Kulturerlebnis geschaffen: die Glambecker Konzerte.

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Die Dorfkirche in Glambeck ist eine der kleinsten Kirchen in Brandenburg. Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Heimtraud Eichhorn ist Künstlerische Leiterein, Organisatorin, Pressesprecherin und Kartenverkäuferin – Mädchen für alles. Sie ist die Glambecker Konzerte. An einem Konzerttag reihen sich auf dem Parkplatz am Taubenturm die Autos mit Berliner Kennzeichen nebeneinander. Warum zieht es so viele Gäste aus der Großstadt in diesen Winkel der Schorfheide? „Es geht einem das Herz auf, wenn man den Weg vom Taubenturm zur Kirche läuft“, erzählt Heimtraud Eichhorn. Es ist diese Verbindung von Musik inmitten der Natur, von der die Besucher schwärmen und sie immer wieder kommen lässt.

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Oft bis auf den letzten Platz gefüllt: die Dorfkirche Glambeck. Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Geweiht am 2. Januar 2000

Die Geschichte der Glambecker Konzerte beginnt 1998. Der Denkmalverein will die drei Denkmale des Ortes – die Dorfkirche, den Taubenturm und den Eiskeller – vor dem endgültigen Verfall retten. Besonders schlimm steht es um die Kirche. Eine der kleinsten Dorfkirchen Brandenburgs ist seit 1979 wegen Einsturzgefahr gesperrt. Den 2. Januar 2000 vergisst Heimtraud Eichhorn nicht. Die kleine Kirche ist brechend voll. Vor der Tür stehen Hunderte Menschen als der damalige Landesbischof Wolfgang Huber die Kirche weiht.

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Video: Zu Besuch bei den Claviermusiken in Glambeck

Eine Rose zum Geburtstag

Heute finden jedes Jahr fast 20 Konzerte in der Dorfkirche statt. Die einmalige Atmosphäre beeindruckt auch die Musiker, die schon in berühmten Konzerthäusern gespielt haben. Sie schwärmen von der Akustik in der Kirche am Ende der Welt. Im Sommer reichen die Plätze Kirche selten. Die Karten sind schnell ausverkauft. Dann sitzen die Gäste auf der Wiese vor der Kirche und hören andächtig der Musik zu. In Glambeck pflegt man ein ganz besonderes Verhältnis zu seinen Gästen. Kinder sitzen mit ihren Eltern oder Großeltern in den ersten beiden Reihen. Jeder Platz in der Kirche ist mit einem Namensschild versehen. Gäste, die Geburtstag hatten, bekommen eine Rose.

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Der Pianist Vladimir Mogilevsky in der Dorfkirche Glambeck. Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Große Namen im Programm

Die Organisatoren stellen regelmäßig für die neue Saison ein attraktives Programm auf die Beine. Zu den Künstern, die in Glambeck aufgetreten sind gehören unter anderem das Duo Rubin oder auch der Cellist Wolfgang Boettcher, langjähriges Mitglied der Berliner Philharmoniker, der Werke von Johann Sebastian Bach und Volker David Kirchner spielte. Darüber hinaus spielten und improvisierten bereits Christiane Klonz und Wolfgang Seifen auf drei historischen Tasteninstrumenten im Rahmen der "Glambecker Claviermusiken". Und auch für das kommende Jahr ist wieder ein herausragendes Programm geplant.

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Dorfkirche Glambeck Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Naturerlebnis Schorfheide

Das kleine Glambeck in der Schorfheide nennt sich selbstbewusst Denkmal- und Kulturdorf. Und Kultur gibt es eine Menge in dem Ort mit einer Handvoll Häuser. Früher lebten hier Waldarbeiter, später war es Jagdrevier der DDR-Staatssicherheit. Die Schorfheide eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Europas.

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Segelboote auf dem Werbelinsee Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Hier jagte auch schon der Kaiser. Das Café Wildau am Werbellinsee bietet Besuchern ein Pauschalangebot aus Übernachtung und Konzertbesuch an. Das Hotel und Restaurant wurde 2009 neu errichtet, nach dem das traditionsreiche Haus 1981 von den DDR-Behörden abgerissen worden war.

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Anreise mit dem Fahrrad

Direkt an der Dorfkirche vorbei führt der Berlin-Usedom-Fernradweg. Die Glambecker Kirche ist eine von wenigen Fahrradkirchen in Brandenburg und immer offen. Die „Kirchenklause Glambeck“ ist das Vorzimmer der kleinen Dorfkirche. Karin Bernickel ist Herz und Seele des kleinen Lokals. Im Sommer sitzen Radler, Wanderer und Konzertbesucher auf den Bänken und lassen sich den selbstgebackenen Kuchen schmecken. Der ist ein echter Geheimtipp.

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In der Kirchenklause treffen sich Konzertbesucher und Radler. Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Eintrittspreise und Kartenbestellung für die Glambecker Kirchenkonzerte

Eintrittspreise:

  • Erwachsene: 12,00 Euro
  • Schüler bis 14 Jahre: 6,00 Euro

Kartenbestellungen:

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Das muss man in Glambeck und Umgebung erleben


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