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  • Eingangstor des Filmstudio Babelsberg,
        
    

        Foto: TMB-Fotoarchiv/Yorck Maecke Eingangstor des Filmstudio Babelsberg, Foto: TMB-Fotoarchiv/Yorck Maecke
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Studio Babelsberg: Filmtradition aus Brandenburg Traumfabrik für Filmemacher aus aller Welt

10. November 2020 von Marc Doebert

Mehr als 173.000 Quadratmeter Außenkulisse, 21 Studios und Ateliers und eine über 100 Jahre währende Tradition: Das Studio Babelsberg gilt als Wiege des deutschen Films und als Anziehungspunkt für internationale und heimische Produktionen großer Kinofilme und Fernsehserien. Beliebte Klassiker der Filmgeschichte wie „Metropolis“, „Der blaue Engel“ oder „Die Legende von Paul und Paula“ entstanden hier ebenso wie aufwändige Hollywood-Blockbuster.

Kinoproduktionen wie „Die Bourne Verschwörung“, „Monuments Men“ oder „Inglourious Basterds“ wurden hier auf Film gebannt. Schauspielgrößen und Weltstars wie George Clooney, Tom Hanks oder Adrien Brody bezogen hier, im Herzen Brandenburgs, ihr Quartier und verleihen dem Filmstudio bis heute seinen besonderen Glanz.

Doch wie kam es dazu, dass sich Brandenburg zum Filmland und Babelsberg zum führenden Standort der Filmbranche in Europa entwickelte?

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Pionierarbeit in Brandenburg: Die Geburtsstunde der Wiege des Films

„Film ab!“ hieß es im Frühling des Jahres 1912 als die erste Klappe zum Stummfilm „Der Totentanz“ fiel. Es war die Geburtsstunde des ältesten Filmstudios der Welt, des Studio Babelsberg. Seitdem wurde die Erfolgsgeschichte des cineastischen Standortes um zahlreiche Kapitel erweitert. Als allererster Drehort beheimatete das Gläserne Atelier unter anderem einen ambitionierten, aber damals noch völlig unbekannten Regisseur namens Alfred Hitchcock. In diesem Glasbau begann die Karriere der britischen Regie-Legende, denn Hitchcock feierte im Brandenburger Filmstudio 1924 sein Regie-Debüt.

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Gläsernes Atelier des Filmstudio Babelsberg Gläsernes Atelier des Filmstudio Babelsberg, Foto: Filmmuseum Potsdam

Fritz Lang und sein Meilenstein der Filmgeschichte

Die Zwanzigerjahre: Ein Jahrzehnt, geprägt von unbändiger Dynamik und dem unbedingten Willen nach technischem Fortschritt. Beide Eigenschaften vereinte auch Fritz Lang als er mit 35 Jahren neue Maßstäbe für das Kino setzte, indem er 1926 mehrere tausend Menschen und rund fünf Millionen Reichsmark für die Produktion seines Science-Fiction-Epos „Metropolis“ aufwendete. Dabei erhielt der, heute als Meisterwerk gefeierte, Stummfilm seiner Zeit lediglich durchmischte Kritiken und floppte an der Kinokasse. Die Ufa, damals leitende Produktionsgesellschaft, stand indes am Rande des Konkurses. Schließlich galt das cineastische Lebenswerk Langs als bis dahin teuerste Produktion, doch die Ufa überlebte und das Filmband in den Babelsberger Studios bannte unaufhörlich weiter cineastische Momente auf Zelluloid.

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Von Legenden und Märchen: Die Zeit der DEFA

“The Show must go on!” sagten sich die Filmemacher in Babelsberg und so fiel bereits wenige Monate nach Kriegsende die erste Klappe für Dreharbeiten auf dem Areal. Mit der Gründung der deutsch-sowjetischen Aktiengesellschaft DEFA beginnt nun eine neue spannende Zeit.

Das Filmstudio entwickelt sich mit den Jahren zum attraktiven Drehort der DDR und mitunter größten Arbeitgeber der Region. Mehr als 1.200 Film- und Fernsehproduktionen entstehen hier bis 1990, darunter wahre Publikumslieblinge wie „Spur der Steine“, „Die Legende von Paul und Paula“ oder „Die Geschichte vom kleinen Muck“. Letzterer Film wurde 1953 in Berlin erstaufgeführt und gilt als die erfolgreichste Kinderfilm- und DEFA-Produktion der DDR. Übrigens fand die bundesdeutsche Erstaufführung erst zwei Jahre später statt, dort gingen die Zuschauer allerdings für „Ein Abenteuer aus 1001 Nacht" ins Kino.

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Szene aus dem Film Paul und Paula Szene aus dem Film Paul und Paula, Foto: Filmmuseum Potsdam/Günter Linke

Mehr als ein Filmstudio: Babelsberg und seine Medienstadt

Nach der Wende entwickelte sich das Areal Schritt für Schritt in ein übergreifendes Gesamtkonstrukt, das heute nicht nur das Filmstudio Babelsberg beheimatet, sondern auch den Filmpark Babelsberg oder das Deutsche Rundfunkmuseum. Auf einem 46 Hektar großen Areal erstreckt sich die Medienstadt Babelsberg, die für Filmschaffende von Nah und Fern zum kreativen Hotspot avanciert ist. Kein Wunder also, dass hier die beliebteste deutschen Vorabendserie Anfang der Neunzigerjahre ihren Ursprung nahm. Seit 1992 treten Wolfgang Bahro, Daniel Fehlow oder Ulrike Frank für „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ in den Babelsberg Studios vor die Kamera. Und auch nach mehr als 6.000 Folgen ist noch kein Ende der populären Telenovela in Sicht.

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  • Blick auf Hauptgebäude der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, Foto: Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF
  • Filmposter in der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, Foto: Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF
  • Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, Foto: Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF
  • Blick auf das Atrium der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, Foto: Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

Zurück zu den Wurzeln: Comeback der Zwanzigerjahre

Eins ist klar: Wenn Filme und Serien im großen Stil gedreht werden, weiß Hollywood das riesige Gelände von Babelsberg mehr als zu schätzen. Es ist kein Zufall, dass Regisseure wie Steven Spielberg, Quentin Tarantino oder Elizabeth Banks ihr Filmset hier beziehen. So bekommt ein Millionenpublikum ein Stück Brandenburg auf der großen Leinwand zu sehen. Ein markantes Beispiel hierfür ist die sogenannte „Berliner Straße“, ein Großstadtstraßenzug, der als Außenkulisse für Filme wie „Der Pianist“, „Sonnenallee“ oder „Die Bücherdiebin“ diente.

Seit 2014 nimmt die „Neue Berliner Straße“ diese Rolle ein und fungiert als 15.000 Quadratmetern als kreative Spielwiese für Filmemacher aus aller Welt. Darunter fällt auch Tom Tykwer, der sich für die Dreharbeiten zur preisgekrönten und international renommierten Krimi-Serie „Babylon Berlin“ hier mit seiner Filmcrew einfand.

In der erfolgreichen Serienproduktion von ARD Degeto und Sky ist der Straßenzug in zahlreichen Episoden auf dem Bildschirm zu entdecken. Die Handlung von „Babylon Berlin“ ist in den goldenen Zwanzigerjahren angesiedelt. Die Zeit also, in der auch das Filmstudio breite Bekanntheit erlangte. Die Geschichte der dritten Staffel der teuersten deutschen Serienproduktion aller Zeiten nimmt ausgerechnet in den Babelsberger Filmstudios Mitte der Zwanzigerjahre Platz. Das Filmstudio Babelsberg im Rampenlicht. Eine Ehre, die ihm nach über 100 Jahren filmischer Tradition zurecht gebührt.

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Am Filmset der 3. Staffel von Babylon Berlin Am Filmset der 3. Staffel von Babylon Berlin, Foto: X Filme Creative Pool GmbH

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