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  • Radler in Jüterbog, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann Radler in Jüterbog, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

    Kurzer Ausflug in die Geschichte

    In vielen Orten Brandenburgs ist die Geschichte des Landes zum Greifen nah. Jüterbog z.B. besitzt mit seinen wehrhaften Befestigungsanlagen und dem Mönchenkloster noch heute mittelalterlichen Charme.

    In vielen Orten Brandenburgs ist die Geschichte des Landes zum Greifen nah. Jüterbog z.B. besitzt mit seinen wehrhaften Befestigungsanlagen und dem Mönchenkloster noch heute mittelalterlichen Charme.

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Ein kurzer Ausflug in die Geschichte Bewegte Zeiten

Die Gründung des Landes 1157, die Herrschaft der Preußen im 18. und 19. Jahrhundert, die Zeit des Nationalsozialismus und der DDR bis hin zum Mauerfall ’89 – Brandenburgs Geschichte ist voller großer Umbrüche. Historische Spuren davon sind im ganzen Land zu finden.

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Wiege der Mark

Begonnen hat alles vor über 1000 Jahren in Brandenburg an der Havel, als Otto I. hier nach der Eroberung des slawisch besiedelten Gebietes 948 das Bistum Brandenburg errichtete. Eine Weile ging es dann noch hin und her zwischen Slawen und Germanen, bis der Askanier Albrecht der Bär 1157 schließlich die Mark Brandenburg gründete. Aus dieser Zeit stammt die Dominsel mit dem wunderschönen Backsteindom als ältestem Bauwerk. Bald darauf entstanden auch die Gotthardtkirche, die Nikolaikirche und die Katharinenkirche, ebenfalls bedeutende Sakralbauten aus dem Mittelalter. Städte wie Berlin oder Frankfurt/Oder wurden erst im 13. Jahrhundert gegründet.

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Dom zu Brandenburg an der Havel Dom zu Brandenburg an der Havel, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Von den Askaniern zu den Wittelsbachern

Auf die Askanier folgten die Wittelsbacher, und die Mark Brandenburg entwickelte sich nach und nach zum größten Fürstentum Deutschlands. Ein erster Einschnitt war der Dreißigjährige Krieg, in dessen Folge Friedrich Wilhelm aus der Familie der Hohenzollern 1640 das Ruder übernahm. Unter seiner Herrschaft siedelten sich u.a. französische Hugenotten, Holländer und Schweizer an und förderten die Entwicklung von Handel und Gewerbe. Mit dem Potsdamer Toleranzedikt 1685 erhielten Zuwanderer zahlreiche Rechte wie z.B. das Recht der freien Religionsausübung. Dieser "Ansiedlungspolitik", die auch unter den nachfolgenden preußischen Königen anhielt, haben wir heute das "Holländische Viertel" in Potsdam, aber auch das von holländischen Wasserbauern urbar gemachte Oderbruch, die Gemüsekammer der einstigen DDR, zu verdanken.

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Oderbruch Oderbruch, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Königreich Preußen

1701 begann die Ära des preußischen Reiches: Friedrich III., auch bekannt als Großer Kurfürst von Brandenburg, ernannte sich selbst zum König. Potsdam und später auch Berlin waren schon bald das intellektuelle und kulturelle Zentrum. König Friedrich Wilhelm I. baute die führende Rolle Preußens anschließend weiter aus. Die meiste Zeit verbrachte er in seinem bewusst karg gehaltenen Schloss in Königs Wusterhausen.

Für sein Königsregiment bevorzugte der "Soldatenkönig" großgewachsene junge Männer, die "Langen Kerls". In Potsdam gibt es heute noch einen Verein, der die Tradition der ehemaligen Riesengarde in Ehren hält und einmal im Monat an verschiedenen Orten öffentlich auftritt - Geschichte zum Anfassen sozusagen.

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Friedrichs Holländisches Viertel in Potsdam

Friedrichs Vorliebe für die holländische Kultur ist auch die Erbauung des Holländischen Viertels in Potsdam zu verdanken. Ursprünglich waren die Typenhäuser zur Anwerbung holländischer Arbeitskräfte gedacht. Später zogen dann auch preußische und französische Handelsvertreter, Künstler und Soldaten ein. Heute herrscht hier ein besonderes Flair mit kleinen Läden, Galerien, Restaurants und Cafés. Im Museum Jan Bouman Haus lässt sich die Entstehung des Holländischen Viertels eindrücklich nachverfolgen. Highlights sind außerdem das Tulpenfest im April und der holländische Weihnachtsmarkt.

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Historische Fassade im Holländischen Viertel Historische Fassade im Holländischen Viertel, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Preußens Gloria und seine Schlösser

Die glorreichste Epoche erlebte Preußen von 1740-1786 unter Friedrich II. Als Vertreter des aufgeklärten Absolutismus liebte er den intellektuellen Austausch mit namhaften Persönlichkeiten wie etwa dem Philosophen Voltaire, der mehrere Jahre am Hofe verbrachte. Friedrich der Große konnte nicht nur beeindruckende territoriale Zugewinne wie die Eroberung Schlesiens vorweisen. Er war auch Begründer des bekannten UNESCO Weltkulturerbes in Potsdam, großenteils aus Schloss Sanssouci und Park bestehend. Dank der original aus dem 18. Jahrhundert erhaltenen Raumausstattungen des Rokokoschlosses kann man im Refugium auf dem Weinberg ganz und gar in die Welt des „Philosophen von Sanssouci“ eintauchen. Kein Wunder, dass die herrliche Lage und Umgebung des Ensembles oft als Preußisches Arkadien bezeichnet wird! Auch Friedrich der Große warb zur Besiedelung und Erschließung des Oderbruchs Arbeitskräfte aus dem ganzen Reich sowie aus Polen, Böhmen, Österreich und der Schweiz an.

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Schloss Sanssouci Schloss Sanssouci, Foto: TMB-Fotoarchiv/SPSG/Steffen Lehmann

Das Ende Preußens

Die Nachfolger Friedrichs konsolidierten Preußens Vormachtstellung in Europa. Einen neuen Höhepunkt stellte 1871 dar: Wilhelm I. ließ sich während des Deutsch-Französischen Krieges in Versailles zum deutschen Kaiser krönen. Mit dem Ende des 1. Weltkrieges 1918 und dem Versailler Friedensvertrag endeten schließlich auch das Kaiserreich und damit die Hohenzollernherrschaft. Die Weimarer Republik wurde ausgerufen. Preußen galt jedoch weiterhin als Zentrum der politischen Macht.

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Schloss und Park Babelsberg Schloss und Park Babelsberg, Foto: TMB/Jan Hoffmann

NS-Zeit

Erst 1933 markiert den Beginn des Untergangs des preußischen Staates. Hitlers Machtergreifung mündete 1939 in den Zweiten Weltkrieg. Die Mahn- und Gedenkstätten der ehemaligen Konzentrationslager in Sachsenhausen und Ravensbrück erinnern an die Gräueltaten dieser Zeit. Mit der deutschen Kapitulation 1945 hörte der preußische Staat endgültig auf zu existieren.

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Neubeginn 1945 auf der Potsdamer Konferenz

Die Alliierten hatten entschieden: Auf der Potsdamer Konferenz im Schloss Cecilienhof in Potsdam wurde das heutige Brandenburg, bestehend aus den ehemaligen Kernregionen des preußischen Staates, der Sowjetischen Besatzungsmacht zugeordnet und 1949 der DDR eingegliedert.

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Schloss Cecilienhof Schloss Cecilienhof, Foto: TMB/Jan Hoffmann

Brandenburg zu DDR-Zeiten

An die Zeit des Kalten Krieges erinnern zum Beispiel die Glienicker Brücke, auch bekannt als Agentenbrücke, auf der drei Mal ein wichtiger Personenaustausch stattfand, oder die Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße in Potsdam, ein ehemaliges sowjetisches Untersuchungsgefängnis. Sehenswert ist auch das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt: Hier erfahren Sie mehr über die Alltagsgeschichte zu DDR-Zeiten.

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Gedenk- und Begegnungstätte Leistikowstraße Gedenk- und Begegnungstätte Leistikowstraße, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Auf Zeitreise in die Geschichte Brandenburgs - Unsere Tipps für Entdecker!


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