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Pkw: Plane die Anreise z. B. mit Google Maps oder dem ADAC Routenplaner.
Am ersten Tag des zweitägigen Ausflugs mit Übernachtung geht es auf Fontanes Spuren durch Neuruppin. Die Stadt überrascht mit großzügig angelegten Straßen und Plätzen, klassizistischer Architektur und dem Tempelgarten des Kronprinzen Friedrich. Das Geburtshaus des Dichters und das Fontane-Denkmal sind spannende Sehenswürdigkeiten. Im Museum Neuruppin geht es auf Zeitreise in das Leben und Werk Fontanes und die Geschichte der Stadt. Hier können die berühmten Neuruppiner Bilderbogen kennengelernt werden.
Reizvoll schmiegt sich Neuruppin an Brandenburgs längsten See, den Ruppiner See. Am zweiten Tag wollen sehenswerte Orte entlang des Sees entdeckt werden: Allen voran Wustrau mit dem Schloss des Husarengenerals von Zieten und dem Brandenburg-Preußen-Museum. Kulinarische Genüsse, die auch Fontanes Gaumen schmeichelten, machen auch diesen Ausflugstag zu einem wahren Plaisir.
Bei der Ankunft in Neuruppin geht es vielen wie Fontane: den ersten Eindruck der Stadt prägen Raum und Weite. Mit dieser Einstimmung beginnt der individuelle Rundgang auf den Spuren des Dichters zum Beispiel am Bahnhof Neuruppiner Tor. Durch die Karl-Marx-Straße sind es von hier nur wenige hundert Meter bis zur Löwen-Apotheke, seinem Geburtshaus. In der Wohnung über der Apotheke des Vaters erblickte Fontane vor 200 Jahren das Licht der Welt.
Am Ende der Karl-Marx-Straße begrüßt der in Bronze gegossene Dichter mit lässig übereinander geschlagenen Beinen Passanten von seinem Denkmal. Hier geht es noch ein wenig weiter, an der Klosterkirche vorbei und bis zur Seepromenade. Auf dem Rückweg zur Innenstadt führt der Spaziergang vorbei am Predigerwitwenhaus, in dem die Mutter und die Schwester Fontanes gelebt haben.
Nach dem Rundgang ist Zeit für Kaffee und Kuchen im Café/Bistro Wildwuchs, bevor es dann ins Museum Neuruppin geht, das sich dem großen Sohn der Stadt in einer Dauerausstellung widmet. Das Museum gibt auch Einblicke in die Geschichte der Stadt. Die erste Schausammlung wurde auch von Fontane bereits literarisch verarbeitet. An 20 Tonstationen ist dies nachzuhören.
Ein Stelldichein mit Apoll
Nach dem Museumsbesuch lohnt sich der Spaziergang hinüber in den angrenzenden Tempelgarten. Neugierige bringen am besten etwas Zeit mit, um dieses Kleinod der Gartenkunst mit dem Apollotempel zu entdecken. Anschließend lockt das Hotelrestaurant „Altes Kasino“, das schon Fontanes Gaumen schmeichelte, zum kulinarischen Erlebnis. Bei Konzert oder Kabarett in der Kulturkirche findet der Abend seinen Abschluss. Lesefreunde wiegen Fontanes „Wanderungen“ vielleicht noch sanft in den Schlaf.
Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel geht es am zweiten Tag mit dem Ausflugsschiff über den Ruppiner See nach Gnewikow und mit dem Rad um den See. Räder können direkt bei Rhinpaddel an der Seepromenade in Neuruppin geliehen und mit aufs Schiff genommen werden.
Entlang des Ruppiner Sees
Während der Radwanderung ab Gnewikow geht es durch Orte, die auch Fontane besuchte. In Karwe traf er öfters die Familie von der Knesebeck, die ihm als Vorbild für die Schilderungen der preußischen Adelswelt in seinen Romanen diente. Das Herrenhaus selbst steht dort nur noch als Modell. Zu erleben sind die zu Wohnungen hergerichteten einstigen Wirtschaftsgebäude.
Nah am Wasser gebaut
Radeln macht Appetit: Die „Fischerei Fischerhütte Pfefferkorn“ in Alt-Friesack ist die perfekte kulinarische Adresse für alle, die leckere Fischgerichte lieben.
Im benachbarten Wustrau empfiehlt sich für einen fontaneschen Gaumenkitzel das „Café & Restaurant im Seehotel Theodors", das „Café Constanze“ bietet ein verlockendes Kuchen- und Tortenbuffet.
Beim Husarengeneral
Gut gestärkt beeindruckt im Anschluss das hübsch sanierte Schloss des preußischen „Husarengenerals“ Hans Joachim von Zieten. Ein Denkmal ihm zu Ehren befindet sich neben der Kirche. Fontane hat ihm eins seiner acht „Preußen-Lieder“ gewidmet. Unweit des Schlosses liegt das Brandenburg-Preußen-Museum, wo Interessierte tiefer in die Geschichte des Generals eintauchen können.
Immer am Wasser entlang
Der gut ausgebaute Radweg führt am Nachmittag von Wustrau nach Neuruppin zurück. Dabei bietet der Ruppiner See reizvolle Aussichten.
Mit der Bahn:
z. B. mit dem RE 6 Richtung Wittenberge bis Neuruppin Rheinsberger Tor, Fahrzeit: etwa 80 Minuten.
Mit dem Pkw:
Von Berlin über die A 111, A 10 und A 24 Richtung Hamburg/Rostock bis zur Abfahrt Neuruppin, dort über die B 167 nach Neuruppin, Fahrzeit: ca. 75 Minuten.
Hinweis zur Barrierefreiheit:
Tag 1 dieser Tour ist auch für Gäste mit Mobilitätseinschränkungen gut machbar: Detailinformationen zur Barrierefreiheit
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