• Marktplatz in Wittstock/Dosse, Foto: Tourismusverband Prignitz e.V./Markus Tiemann

    Wittstock/Dosse - Ihr Reise- und Ausflugsplaner

    Möchten Sie eine Reise oder Ausflug nach Wittstock/Dosse planen? Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen & Reiseangebote.

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    Ort: Wittstock/Dosse

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Wittstock/Dosse - Zeitreise in die alte Bischofsstadt in der Prignitz
Was ist hier besonders?

Wittstock an der Dosse liegt im nordwestlichen Teil Brandenburgs - nur wenige Kilometer südlich von der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern. Die Stadt in der Prignitz versteht sich somit auch als das "Tor zur Mecklenburgischen Seenplatte". Und mit ihrem Stadttor sowie der dazugehörigen 2,5 Kilometer langen Backsteinmauer, die die Stadt komplett umschließt - was übrigens einzigartig in Deutschland ist - können Besucher hier sogar das Mittelalter bis heute deutlich spüren. Wittstock zählt deshalb zu den ältesten Städten Brandenburgs und ist Mitglied in der Gemeinschaft "Städte mit historischen Stadtkernen". So kann die altehrwürdige Bischofsstadt auf eine tausendjährige Geschichte zurückblicken.

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Was gibt es hier zu sehen?

Vom Bahnhof aus gesehen liegen die Sehenswürdigkeiten von Wittstock ganz nah. Nur wenige Schritte sind es in den denkmalgeschützten Friedrich-Ebert-Park. Es ist die kürzeste Route in die Altstadt, die über das Flüsschen Glinze führt. Und schon nach rund fünf Minuten Fußweg ist die teilweise bis zu acht Meter hohen Wittstocker Stadtmauer erreicht. Wer vor ihr steht, kommt sich vor, als hätte man gerade eine Zeitreise tausend Jahre zurück in die Vergangenheit unternommen. Um sich ein besseres Bild vom Ausmaß dieses mittelalterlichen Bauwerks machen zu können, läuft man am besten noch ein Stückchen weiter bis zur St. Marienkirche, dem Wahrzeichen der Stadt. Denn vom 68 Meter hohen Turm des Gotteshauses ist die komplett erhaltene Stadtmauer aus roten Backsteinen besonders gut zu sehen. Darüber hinaus werden Besucher von hier oben mit einer hervorragenden Aussicht über die gesamte Altstadt sowie in die grüne Prignitz belohnt.

Wieder am Boden auf dem Kirchplatz angekommen wird beim Anblick der prachtvollen dreischiffigen St. Marienkirche schnell klar, warum der gotische Backsteinhallenbau aus dem 13. Jahrhundert zu einem der Wahrzeichen der Stadt gehört. So ist das Inventar der Kirche besonders sehenswert: Dazu zählen unter anderem die barocke Holztaufe, der spätgotische Flügelaltar sowie die "Wittstocker Madonna" aus Sandstein. Und auch die Dauerausstellung "Kirche und Macht - die Bischofszeit in Wittstock" sollten sich Besucher nicht entgehen lassen.

Wittstock entstand ursprünglich aus einer slawischen Siedlung und wurde 946 in der Stiftungsurkunde für das Bistum Havelberg erstmalig erwähnt. Im Jahr 1248 verlieh Bischof Heinrich I. von Havelberg dem Ort das Stadtrecht. Einen guten Einblick in diese Zeit bekommen Besucher bei einer Besichtigung der Alten Bischofsburg, die zwischen 1271 und 1548 Residenz der Havelberger Bischöfe gewesen war. Der 32 Meter hohe Tor-Turm ist der letzte vollständig erhaltene Teil der alten Burganlage. Die gesamte Anlage wurde restauriert und zum Sitz der Kreismuseen umgestaltet. So befindet sich im Turm der alten Burg unter anderem das Museum des Dreißigjährigen Krieges. Hier können sich Besucher am historischen Ort des Geschehens, dem Schlachtfeld 1636, über den Schlachtverlauf informieren.

Sehenswert ist außerdem das alte Rathaus mit der charakteristischen Sonnenuhr. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1274, wurde aber im Laufe der Zeit mehrmals umgestaltet. Zuletzt 1905 / 1906 erhielt es in Teilen einen neugotischen Stil; der Nordgiebel aus früheren Zeiten blieb allerdings unberührt, so dass bis heute Spuren bis zum 15. Jahrhundert erhalten geblieben sind. 

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Wittstock Dosse Stadtmauer Wittstock Dosse Stadtmauer, Foto: Regina Zibell

Was kann man hier sonst noch unternehmen?

Neben der historischen Altstadt von Wittstock sind die Ortsteile Freyenstein mit Neuem und Alten Schloss und dem Archäologischen Park, das Urlauberdorf Sewekow mit seinen Angeboten für den Wassersport sowie der Ortsteil Zempow mit mehreren Bio-Betrieben einen Besuch wert. Darüber hinaus kann man auf gut ausgeschilderten Rad- und Wanderwegen die Region um Wittstock herum kennenlernen. Eine reizvolle Kulisse bieten dabei die zahlreichen Feldsteinkirchen, Herrenhäuser und Schlösser.

Ebenfalls in der Nähe liegt das Kloster Stift zum Heiligengrabe. Mit dem Auto sind es aus der Innenstadt nur rund 20 Minuten bis zur historischen Klosteranlage. Wer mit dem Zug unterwegs ist, fährt von Wittstock einfach eine Station weiter. Das Kloster ist ein Ort, der eine Stätte der Einkehr, zugleich aber auch lebendig ist durch die zahlreichen dort stattfindenden kulturellen Veranstaltungen wie Sommer-, Herbst- und Adventskonzerte.

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Kapelle Kloster Heiligengrabe Wittstock Dosse Kapelle Kloster Heiligengrabe Wittstock Dosse, Foto: Tourismusverband Prignitz e.V./Michael Richter

Das sollten Sie nicht verpassen!

Liebhaber historischer Eisenbahnen sollten unbedingt die "Pollo-Tour" machen, die ganz in der Nähe von Wittstock am einstigen Bahnknotenpunkt Lindenberg (Prignitz) beginnt. Die insbesondere für Familien geeignete Radtour führt unter anderem zum Museum der Prignitzer Eisenbahn "Pollo". Dies ist die einzige schmalspurige Kleinbahn im Land Brandenburg. Auf der rund neun Kilometer langen Strecke lässt sich die weitläufige Landschaft der Prignitz im wahrsten Sinne des Wortes erfahren. Und bei dieser Tour kommen sowohl Rad- als auch Bahnfahrer auf ihre Kosten: Denn in den teilweise mehr als 100 Jahre alten Waggons können ebenso Fahrräder mitgenommen werden.

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Pollo Eisenbahn Prignitz Pollo Eisenbahn Prignitz, Foto: Tourismusverband Prignitz e.V./Roland Meissner

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