Bei einem Rundgang zur Entdeckung des Kurortes eignet sich als erste Station der idyllische Spreehafen. Seit über 100 Jahren werden hier die traditionellen Kahnfahrten durch das romantische Wasserlabyrinth des Spreewalds angeboten.
Eintauchen in die Geschichte
Einblicke in die Geschichte des Ortes gewährt die Heimatstube Burg. Der älteste Teil Burgs stammt aus dem Jahr 1315 und wurde damals als "Villa Bork" bezeichnet. Archäologische Funde auf dem Schlossberg deuten jedoch auf eine viel frühere Besiedlung hin. Um 600 nach Christus wurden hier die Wenden sesshaft, eine slawische Minderheit. Rund 400 Jahre später, um das Jahr 1000, ließ der polnische König Boleslaw die Burg bauen, wovon sich wahrscheinlich auch der Ortsname ableitet. Es handelte sich dabei um eine der größten Burganlagen nördlich der Mittelgebirge.
Der Spreewald von oben
Die frühgeschichtliche Wallanlage soll auf dem Schlossberg gestanden haben, wo sich heute der 27 Meter hohe Bismarckturm, erbaut zwischen 1915 bis 1917, befindet. Von oben bietet sich Besuchern ein herrlicher Blick über den Spreewald. Gleich in der Nähe auf dem Schlossberghof steht die Weidenburg Arena Salix, ein faszinierendes, aus geflochtenen Weidenruten bestehendes Bau(m)denkmal. Einen Besuch lohnt auch der Spreewaldbahnhof von 1898, der heute eine Gaststätte beheimatet. Die Getränke bringt nicht der Kellner, sondern werden per Modellbahn direkt an die Tische gefahren. Vor dem Gebäude können zudem einhundert Jahre als Originalwaggons besichtigt werden.
Faszinierendes Brauchtum der Sorben und Wenden
Der Reichtum an Kultur und Brauchtum sowie die traditionelle Lebensweise der hier beheimateten Sorben/Wenden ist in Burg erlebbar, z. B. das Pantoffelnmachen, Trachtensticken oder Töpfern. Auch die Orts- und Straßenschilder sind zweisprachig. Veranstaltungshöhepunkte sind u.a. das Heimat- und Trachtenfest, die Spreewälder Sagennacht oder die Nacht der Kürbisgeister am Bismarckturm. Skulpturen aus der sorbisch/wendischen Sagenwelt wie dem "Schlangenkönig", den "Lutki" oder der "Mittagsfrau" begegnet man auch im Kur- und Sagenpark. Darüber hinaus beheimatet der Erholungspark Kräuter- und Pflückgärten, einen Rosengarten und Streuobstwiesen.