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  • Verkaufsraum der Schnapsbrennerei des Klosterhotels Neuzelle,
        
    

        
            Foto: Klosterhotel Neuzelle Verkaufsraum der Schnapsbrennerei des Klosterhotels Neuzelle, Foto: Klosterhotel Neuzelle
    Ort: Neuzelle
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TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH

Schnapsbrenner auf dem zweiten Bildungsweg Der beste Absinth kommt aus Neuzelle in Brandenburg

21. August 2013 von Steffen Lehmann

Er wird "die grüne Fee" genannt. Bei Malern und Literaten genoss er Kultstatus. Die Rede ist vom Absinth. Das Rezept stammt ursprünglich aus der Schweiz und erlangte später in Frankreich Berühmtheit. Heute kommt der beste Absinth nicht aus Frankreich, sondern aus einem kleinem Ort in Brandenburg - aus Neuzelle!

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Schnapsflaschen in der Klosterbrennerei Neuzelle Schnapsflaschen in der Klosterbrennerei Neuzelle, Foto: Klosterhotel Neuzelle

In den Kesseln und Armaturen spiegeln sich die Sonnenstrahlen, die durch das Fenster fallen. Blitzblank ist die Anlage im Klosterhotel Neuzelle. In den Regalen stehen Flaschen mit den edlen und prämierten Tropfen. Nico Petri ist der Mann mit dem goldenen Händchen. Nach dem Studium arbeitet Nico Petri eine Weile als Softwareentwickler. Doch er merkt schnell, dass das nicht seine Berufung ist und es Zeit für etwas Neues wird.

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Auch als Medizin zu verwenden

Ein Zufall führte ihn in die Klosterbrennerei nach Neuzelle, die nur einen Steinwurf entfernt vom Barockwunder Brandenburgs liegt. Ende der Neunziger Jahre versuchten Privatleute, die Tradition der Klosterbrennerei wieder aufleben zu lassen. Mit wechselndem Erfolg. 2004 fängt Nico Petri in der Klosterbrennerei an. Auf dem zweiten Bildungsweg lernt er, wie man Schnaps brennt. Er besucht Kurse, tüftelt und experimentiert bis er seinen ersten Tropfen abfüllen kann.

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Schnapsflasche in der Klosterbrennerei Neuzelle Schnapsflasche in der Klosterbrennerei Neuzelle , Foto: Klosterhotel Neuzelle

"Einfach auf die Wünsche der Kunden hören", lüftet Nico Petri über sein Erfolgsgeheimnis. Sein beliebtester Tropfen ist aktuell der Rosa Thyminest. Ein Likör mit Rosmarin, Estragon, Salbei, Thymian und Minze. "Den kann man sogar als Hustenssaft trinken", sagt Nico Petri. In der Region um Neuzelle, werden keine Obstbrände getrunken, erzählt Nico Petri. Die Leute mögen lieber Liköre. Also brennt er Liköre. Auch schon mal nach den ganz besonderen Wünschen eines Kunden. Für seine Spezialitäten braucht er einen guten Geschmack. Den trainiert Nico Petri regelmäßig. Ist er unterwegs, dann verzichtet er auf das Bier und trinkt lieber einen Whiskey für 20 Euro. Guter Geschmack ist nicht billig.

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Herstellung nach Originalrezepten

Nico Petri stellt seinen Absinth nach Originalrezepten her. Dem jungen Brennmeister ist vor einigen Jahren ein Rezeptbuch von 1879 in die Hände gefallen. Ein wahrer Goldschatz. Im 19. Jahrhundert galt der Absinth noch als Medizin. Erst später wurde aus der Medizin ein Genussmittel. Für seine Absinthe und Liköre verwendet Petri nur echte Kräuter. Das schmeckt man und überzeugte auch die Jury beim World Spirit Award.

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Verkaufsraum in der Klosterbrennerei Neuzelle Verkaufsraum in der Klosterbrennerei Neuzelle, Foto: Klosterhotel Neuzelle

Seine erste Auszeichnung heimst Nico Petri 2010 ein. Sein Viridis Auxilium holte den ersten Preis. Ein Jahr später gewinnt er mit den Absinthen Calendula, Malvales und Neue Liebe gleich drei Mal. Die Jury war begeistert. Über den Malvales schreibt sie unter anderem: "Dominanter Wermutton, etwas gedeckte Kräuterwürze und jugendlich im Finale." Nico Petri hat es nun schwarz auf weiß. Der beste Absinth kommt aus Neuzelle.

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Absinth brennen am Tisch in Neuzelle

Um seinen Besuchern die Herstellung seiner Liköre und Absinthe anschaulich zu machen, hat sich Nico Petri die Live-Destillation ausgedacht. Im Klosterhotel Neuzelle erfahren die Besucher in 15 bis 20 Minuten, wie ein Schnaps hergestellt wird. "Mit etwas Glück kommt am Ende ein leckerer Tropfen heraus", sagt Nico Petri.

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Gruppe in der Klosterbrennerei Neuzelle Gruppe in der Klosterbrennerei Neuzelle, Foto: Klosterhotel Neuzelle

Er hat am Brennkessel seine Berufung gefunden. "Das ist ein tolles Handwerk." Etwas zu kreieren, dass anderen schmeckt, gefällt ihm. Petri ist Jahrgang 1977. Er entspricht gar nicht dem Bild, dass man von einem Brennmeister vor Augen. Modischer Haarschnitt, schlanke, sportliche Figur. "Der Trend geht zu jungen Brennmeistern."

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