Dorfkrug kam als Name nicht in Frage. Ulrike und Stefan Laun wollen in ihrem Restaurant Lust aufs Land machen. Da war der Name „Landlust Körzin“ für das kleine Restaurant nahe liegend. Wer wissen will, wie Brandenburg schmecken kann, sollte dem Landlust Körzin einen Besuch abstatten.
Kulinarischer Ausflug in den Fläming
Im Landlust Körzin kommt Regionales auf den Teller
Ulrike und Stefan Laun im Restaurant Landlust Körzin,
Foto: TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH/Steffen Lehmann
Körzin. Eine Kopfsteinpflasterstraße, zwei Dutzend Häuser, zwei Lokale. Der Blick schweift über die Felder und bleibt am Horizont hängen. Was nach einem Überangebot für das Dorf aussieht, freut die Besucher des Dorfes inmitten des Landstrichs, der für seinen Spargel bekannt geworden ist. Und verschlafen ist es hier keineswegs. Im Ort hat ein Bauer seinen Hofladen, es gibt einen Wanderreithof.
Landlust Körzin: Alles beginnt mit einem Hofladen
Die Geschichte von Ulrike und Stefan beginnt wie bei vielen anderen hinzugezogenen Brandenburg-Liebhabern mit einem Zufall, der sie Körzin entdecken lässt. Beide sind keine Gastronomen. Sie ist Krankenschwester, er war über 20 Jahre bei der Bundeswehr. Beide kommen aus Franken. Den alten Dreiseithof übernehmen sie vor 15 Jahren und bewahren den alten Charme. Die roten Ziegel bleiben, alte Bauerntüren werden zu Garderoben umfunktioniert und Blickfang im Restaurant.
Außenbereich vom Restaurant Landlust Körzin,
Foto: TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH/Steffen Lehmann
Den Einstieg in die Gastronomie haben die beiden ein paar Kürbissamen zu verdanken. Die Früchte gediehen im märkischen Sand so prächtig, dass Ulrike Laun anfängt, Chutneys herzustellen. 2006 richten sie einen Hofladen mit einer kleinen Küche ein und verkaufen Chutneys, Pestos und Marmeladen. Am Wochenende kommen die Ausflügler in das Spargelland rund um Beelitz. Als eine Radlerin etwas zu essen möchte, weil der Gasthof im Ort geschlossen ist, ist das der Anfang. Die Zahl der Gäste wächst stetig. Das Ehepaar baut den Hof zu einem Restaurant mit 50 Plätzen aus. Ostern 2009 feiern sie die Eröffnung.
Innenansicht des Restaurants Landlust Körzin,
Foto: TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH/Steffen Lehmann
Die Küche im Landlust Körzin ist wöchentlich ab Donnerstag geöffnet. Montags wird vom Wochenende aufgeräumt. Dienstags die neuen Bestellungen gemacht. Mittwochs wird immer das Menü für die Woche einmal gekocht. Aber zu tun gibt es eigentlich immer.
Ulrike und Stefan Laun schlagen im Landlust Körzin die Brücke zwischen gehobener Kochkunst und bester Landhausküche. Sie wollen ihre Gäste überraschen. Bei den Kritikern kommt die Küche von Ulrike Laun gut an. Bei der Wahl des „Brandenburger Meisterkochs“ gehört das „Landlust“ mittlerweile zum festen Kreis der Titelanwärter.
Eine Weinauswahl im Restaurant Landlust Körzin,
Foto: TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH/Steffen Lehmann
Landlust bedeutet für Ulrike Laun, mit den Produkten zu kochen, welche zu den Jahreszeiten verfügbar sind. Ihre Zutaten bekommen sie oft über den Gartenzaun gereicht. Ein kleines Netzwerk von regionalen Produzenten haben sie sich dafür in den letzten Jahren aufgebaut. „Was wir tun, tun wir Liebe und Landlust“, sagt Ulrike Laun. Gutes Essen zu kochen sei nicht schwer, betont sie. Kreativ zu sein, mit den Zutaten zu tüfteln, bereitet ihr die größte Freude. Hat sie ein Rezeptbuch? „Nein“, sagt Ulrike Laun, „die Menüs komponiere ich im Kopf und meistens passt das auch zusammen.“ Die Lust auf gutes Essen treibt sie an. Wenn sie in der Küche steht, entspannt sie.
Regionales Slow Food aus Körzin,
Foto: TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH/Steffen Lehmann
Die Landlust, die hier auf die Teller kommt liest sich so: Gefüllte Spanferkelbäckchen, Salat von Weizen, Lauch, Rosine oder Süppchen von Kohlrabi und Schmand oder Fisch aus dem Blankensee mit Bärlauchpolenta, Pilzen und Spinat.
Wer noch nicht in Körzin war, hat mit den „Genießertouren“ die Chance den Fläming zu entdecken. Eine der Genießertouren führt auch rund um Körzin ein. Der Name: Landlust-Tour. Natürlich. Auf der 17 Kilometer langen Tour gibt es die geballte Ladung Landlust – inklusive einer bezaubernden Lindenallee, Vogelbeobachtung, einem kleinem Reisemuseum und dem Garten-Laden, in dem Ilona Lapsien ihre berühmten Brotaufstriche verkauft.
Außenbereich vom Restaurant Landlust Körzin,
Foto: TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH/Steffen Lehmann
Informationen
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