• Die alte Stadtmauer von Jüterbog, Foto: TMB-Fotoarchiv/Anja Bruckbauer Die alte Stadtmauer von Jüterbog, Foto: TMB-Fotoarchiv/Anja Bruckbauer
    Ort: Jüterbog

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Jüterbog: 5 Orte, die man sehen muss Eine Reise ins mittelalterliche Brandenburg

28. Juni 2017 von Anja Bruckbauer

In Jüterbog könnte jederzeit sofort ein Mittelalterfilm gedreht werden. Und es müssten keine Kulissen gebaut werden. Alles schon da! Stadtmauer, Wehrtürme und Stadttore. Ein kleiner Stadtspaziergang bietet eine Zeitreise zurück ins Mittelalter. Diese fünf Orte sollte man auf keinen Fall in Jüterbog verpassen.

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Das Restaurant Tetzelstuben in der Jüterboger Altstadt Foto: TMB-Fotoarchiv/Anja Bruckbauer

In der Stadt trifft man auf Spuren berühmter Personen. Der berüchtigte Ablasseintreiber und Gegenspieler von Luther, Tetzel, war hier. Thomas Müntzer, Wallenstein und Preußenkönig Friedrich der Große. Jede Menge Geschichte also.

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Das Franziskanerkloster

Das 500-Jahre alte Franziskanerkloster ist das kulturelle Zentrum der Kleinstadt im Fläming. Heute sind hier die Touristinformation, die Bibliothek und das Museum untergebracht. Ein besonderes Highlight für die kleinen Gäste ist das Kindermuseum. In mittelalterlichen Kostümen können die Kinder im Gewölbekeller an insgesamt 16 Stationen das Leben im Mittelalter spielerisch erkunden.

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Das Dach des Franziskanerklosters: Der 500 Jahre alte Bau beherbergt heute das kulturelle Zentrum der Stadt. Foto: TMB-Fotoarchiv/Anja Bruckbauer

Die Stadttore

Das Zinnaer Tor ist das einzig erhaltene Innentor der einstigen Doppeltoranlagen, die im Mittelalter Jüterbog vor Ungemach schützen sollten. Von hier kann man entlang der ehemaligen Stadtmauer über den Wursthof und die Klostergasse, vorbei am Areal des Kulturquartiers bis zum Dammtor gelangen. Die Holzfigur am Fuße des Südturms erinnert an Tetzel und seine Ablassbriefe vor der Reformation. Am Heilig-Geist-Platz kann man sich mit Blick auf die Luthereiche von 1883 und die Nikolaikirche eine Pause gönnen. Der Platz wird gesäumt von Fachwerkhäusern des 18. und 19. Jahrhunderts.

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War früher streng bewacht, heute radelt man einfach durch: ein Stadttor in Jüterbog. Foto: TMB-Fotoarchiv/Anja Bruckbauer

Die Nikolaikirche

Die Nikolaikirchstraße verbindet den Markt mit dem mächtigsten Gebäude der Stadt, der Nikolaikirche. Die Straße ist noch von Fachwerkhäusern aus dem 17. bis 19. Jahrhundert geprägt. Die Nikolaikirche wurde zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert teilweise auf den Grundmauern des Vorgängerbaus errichtet. 1307 wurde die Kirche erstmalig erwähnt. Thomas Müntzer predigte hier für kurze Zeit. Vom Turm genießt man einen unbeschreiblichen Rundblick über die Stadt. Warum die Türme zwei unterschiedliche Spitzen haben, wird an dieser Stelle nicht verraten.

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Ihre Türme sind überall in Jüterbog zu sehen: die Nikolaikirche. Foto: TMB-Fotoarchiv/Anja Bruckbauer

Die Wehrtürme

Etwa 100 Meter östlich der Nikolaikirche, entlang der Großen Straße, erblickt man einen der vielen erhaltenen und restaurierten Wehrtürme, der den Namen „Eierturm“ trägt. Seinen Namen hat er nicht wie vermutet, weil man von hier mittels gezielter Eierwürfe potentielle Eroberer abwehren wollte, sein Grundriss ist „Ei“-förmig.

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Hielt früher die Feinde ab: Reste der alten Stadtmauer von Jüterbog. Foto: TMB-Fotoarchiv/Anja Bruckbauer

Extra-Tipp

Wer auf echten Büffelmozarella schwört, sollte einen Abstecher zum Büffelhof Bobalis machen. In der Hofkäserei wird die Büffelmilch zu Büffelmozzarella, Büffelkäse, Büffeljoghurt und Büffelfrischkäse verarbeitet. Von März bis Dezember an jedem ersten Samstag des Monats von 12:00 bis 15:Uhr kann der Büffelhof besichtigt werden. In Herrmanns Restaurant am Marktplatz wird jung, frisch und regional gekocht – und natürlich mit Büffelfleisch. Ausprobieren!

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Informationen

Jüterbog erreicht man bequem mit der Bahn. Stündlich fährt der Regionalexpress aus Richtung Berlin oder Wittenberg. Vom Bahnhof läuft man über den grünen Sommerweg durch den Schlosspark schnell in das historische Zentrum.

Weitere Informationen und Ticket-Tipps für Ihre Anreise mit DB Regio 

Die Stadt ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Historische Stadtkerne im Land Brandenburg: www.ag-historische-stadtkerne.de

 

 

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