• Sonnenuntergang am Scharmützelsee, Foto: TMB-Fotoarchiv/Katja Wegener

    Ein Wochenende am Märkischen Meer

    Haben Sie Lust auf Entschleunigung im Berliner Umland? Eine echte Entspannungsexpertin aus Bayern hat sich auf eine Entdeckungstour an den Scharmützelsee begeben und erstaunliche Begegnungen gemacht.

    Haben Sie Lust auf Entschleunigung im Berliner Umland? Eine echte Entspannungsexpertin aus Bayern hat sich auf eine Entdeckungstour an den Scharmützelsee begeben und erstaunliche Begegnungen gemacht.
    Ort: Bad Saarow

1. Tag
Vormittags

Auf der Suche nach angenehm sportlichen aber gleichzeitig entspannten Wohlfühl-Momenten, zog es mich in die mir unbekannte Region um den Scharmützelsee. Das bedeutet für mich: Wenn der Zander mit dem Adler ... genussvoll auf Tuchfühlung geht, starte ich die so gekennzeichnete Radtour, am besten ganz entspannt. Genussvoll und entschleunigt die Natur erleben, das ist mein Ziel.

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Scharmützelsee Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Per E-Bike und mit einem Höhenunterschied von nur gut 100 Höhenmetern ist die „Adler trifft Zander“-Runde perfekt für jeden Genießer. 40 Kilometer, meist mit Seeblick geht es entspannt um den Storkower See und Scharmützelsee. Mein Startpunkt ist das Restaurant "Park-Café" in Bad Saarow. Mein E-Bike habe ich beim Tourismusverband Seenland Oder-Spree in Empfang genommen. Jetzt kann es losgehen. Kleiner Wermutstropfen, wer ganz früh seine Radtour starten möchte und noch einen Kaffee trinken will, muss bis 11 Uhr warten. Dann öffnet das Restaurant.

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Start frei für Genussradtour "Adler trifft Zander"

Die kleinen Wolkenberge über Bad Saarow, wirken wie Zuckerwatte im Himmelblau. Saftig grüne Wälder und Straßen, auf denen mir so gut wie nie ein Auto begegnet. Die wunderbar ausgeschilderten Radwege allerdings ziehe ich trotzdem vor und folge den Schildern. Ehrlich gesagt, war mir nicht bewusst, wie entspannt und schön Brandenburg ist. Positive Eindrücke, soweit das Auge reicht auf dem preisgekrönten Radweg. So lässt die Genuss-Tour neben Essen und Radeln noch genügend Zeit für entspannte Naturbeobachtungen.

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Burg Storkow Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Nach gut einer Stunde radeln, vorbei an Kornfeldern und lichten Kiefernwäldern, lege ich meine erste Pause ein. Die alten Gemäuer der Storkower Burg, beherbergen einen Teil der Ausstellung über die Sielmanns Naturlandschaft Groß Schauener Seenkette. In dem kleinen Café lege ich meine erste Pause ein. Die Rast lohnt sich, bevor ich meine Fahrt durch das fast unberührte Naturschutzgebiet in Richtung Groß Schauen fortsetze.

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Mittags

Zum Mittagessen lassen die Köllnitzer Fischerstuben mit frisch über Buchenspänen geräuchertem Aal, Zander, Hecht und Karpfen keinen Wunsch offen. Den Zander schaue ich mir dieses Mal nur an und mache ich wieder auf den Weg. Nicht aber, bevor ich mich noch auf der von Frank Zander gestalteten "Zanderbank" einmal Platz genommen habe.

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https://www.instagram.com/p/u1HS4cpOra/

Die Köllnitzer Fischerstuben bieten mehr als nur fangfrischen Zander und leckeres Essen. Neben einem kleinen, aber sehenswerten Fischermuseum, befindet sich in der nachbarschaft mit Sielmanns Naturlandschaft eine einzigartige Natur-Erlebniswelt. Landschaftlich reizvoll bietet das Gebiet mit seinen verschlungenen Pfaden, informativen Tafeln und vielen Aussichtspunkten über die Naturlandschaft Groß Schauener Seekette, Momente des Innehaltens.

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Fischerei Köllnitz Foto: TMB-Fotoarchiv/Katja Wegener

Die Zeit steht still, als ich es mir in der Sonne auf einem Holzsteg gemütlich mache. Unter mir eine Schar Enten und hoch über meinem Kopf zieht ein Seeadler seine Kreise. Faszinierend schön und pure Ruhe. Gerne würde ich noch liegen bleiben und dieses Naturschauspiel weiter beobachten, doch ich habe noch ein paar Radkilometer vor mir. Durch luftige Kiefernwälder geht es vorbei am Großen Storkower See.

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Steg mit Booten Foto: TMB-Fotoarchiv/Katja Wegener
Nachmittags

In Wendisch Rietz, treffe ich an seinem südlichsten Zipfel wieder auf den Scharmützelsee. Faszinierend welch unterschiedliche Baustile es hier zu entdecken gilt. Von der kleinen, fast verfallenen Datsche aus DDR Tagen bis hin zu perfekt in die Umgebung eingepasste Prachtvillen mit direktem Seezugang. Wald umsäumt riesige Sonnenblumenfelder, bis mein Blick auf die Saarower Therme fällt.

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Kanal in Wendisch Rietz Foto: Tourismusverein Scharmützelsee e.V.
Abends

Jetzt noch eine Runde schwimmen? Ein wunderbarer Tagesabschluss. Doch ich erfrische mich heute lieber direkt im See. Badestellen laden auf der gesamten Strecke immer wieder zum Abkühlen ein.

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Strandbad Bad Saarow Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Daher mein persönlicher Tipp: unbedingt auf die Genusstour die Badesachen einpacken. Und, wenn es doch für ein Bad im See zu kalt sein sollte. Per Fahrgastschiff lässt sich er sich auch trocken aus einer anderen Perspektive erleben. Und die Therme ist ja auch noch da. Insgesamt war ich ganz gemütlich für die 40 km lange „Adler trifft Zander“ Strecke knapp 4 Stunden – reine Fahrzeit - unterwegs.

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Mein Tipp

Besonders schön finde ich die “Schnitzeljagd-App” mit der man kostenlos auf eine spannende Entdeckungstour in der Ferienregion Scharmützelsee gehen kann. Runterladen lohnt sich. Start/Ziel: Bahnhof Storkow (Mark) oder Bad Saarow über: Reichenwalde, Bad Saarow, Diensdorf-Radlow, Wendisch Rietz Sehenswürdigkeiten an der Strecke

• Storkow: Burg mit Ausstellungen, historische Altstadt mit Schleuse

• Bad Saarow: Kurpark und SaarowTherme, Historischer Bahnhof

• Wendisch Rietz: Schleuse, Leuchtturm, SATAMA Saunapark

• Groß Schauen: Fischerhof mit Fischereimuseum und märkischer Fischgalerie, Ausstellung der Sielmann-Naturlandschaften, Aussichtsturm am Salzweg, Vogelbeobachtungsturm

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2. Tag
Vormittags

Der Scharmützelsee liegt unter einer Dunstglocke verborgen. Auf die Fahrt auf den See will ich trotzdem nicht verzichten. Es ist halt nicht immer Sonnenschein. Statt Segeltörn wird es eine Runde mit dem Motorboot. Nach einer anderthalben Stunden tauchen wir aus dem Dunst wieder auf und legen an der Marina am AROSA Scharmützelsee an.

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Nach der Tour auf dem Märkischen Meer wartet auf mich ein weiterer See. Nicht verwunderlich, den ich bin in der Reiseregeion, die den passenden Namen Seenland Oder-Spree trägt. Es geht an den Madlitzer See. Dort, mitten im Wald versteckt, liegt das Gut Klostermühle.

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Blick vom Gut Klostermühle auf den Madlitzer See Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann
Mittags

Riesige Waldflächen, ein blau-grüner See, pure Ruhe und genussvolle Wellness-Momente. So lässt sich das Gut Klostermühle wunderbar beschreiben. Alte Mauern erzählen Geschichte und das Brune Balance Med. aktiviert und vitalisiert die körpereigenen Kräfte in wohltuender Atmosphäre.

Ein paar Tage in dieser Idylle fühlen sich an, wie zwei Wochen Urlaub im Sommer. Zumindest in Sachen Erholungseffekt. Wer mag und kann, steigt für eine Runde aufs Pferd. Das Gut Klostermühle liegt nicht nur in ausgedehnten, hellen Waldflächen, auch ein großer Reiterhof mit Stallungen macht ihn zu etwas ganz besonderem.

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Früher, als eine Mauer das Land trennte, hatte die hier die DDR-Staatssicherheit eine Bungalowsiedlung gebaut, um Schulungen für Offiziere abzuhalten. Davor bauten Mönche im Mittelalter eine Mühle. Preußische Könige und Kaiser schauten hier vorbei. Manch einer jagte auch in den umliegenden Wäldern.

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Nachmittags

Heute ist das Gut Klostermühle, auch wenn es abgedroschen klingt, ein Wellness-Paradies oder eine Hideaway, wie es in Hochglanzmagazinen steht. Von meinem Zimmer kann ich auf den See schauen. Was für ein Luxus! Das Wellnessangebot lässt keine Wünsche offen. Es gibt sogar eine Ayurveda-Ärztin!

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Kethakie De Silva-Hahn Foto: Gut Klostermühle

Kethakie De Silva-Hahn kommt 2011 in das Hotel Gut Klostermühle. Davor arbeitete sie mehrere Jahre als Ayurveda-Ärztin im Taunus und in ihrer eigenen Praxis in Mainz. „Heimat ist der Ort, an dem ich wohl fühle“, sagt sie. In Alt-Madlitz gefällt ihr die Unberührtheit der Natur.

Für ihre Arbeit schwört sie auf die Kräuter aus ihrer Heimat Sri Lanka. Dabei hat sie aber auch schon mit Brennnessel, Pfefferminz und Frauenmantel ein bisschen experimentiert. Einen Traum will sich Kethakie De Silva-Hahn noch erfüllen. Sie träumt von einem Kräutergarten oder Gewächshaus auf dem Gut Klostermühle, in dem sie ihre Kräuter und Heilpflanzen züchten kann.

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Abends

In den Restaurants in der Klostermühle und Klosterscheune kommt erstklassige Küche auf die Teller. Ein Genuss für Gaumen und Augen zugleich. Zwei stilvoll historische Restaurants verwöhnen Gaumen und Augen zugleich. Ob klassisch Leicht wie ein Tomatenbrot-Salat auf Rucola mit Parmesan, der fangfrische Fisch oder das leckere Wild aus heimischem Wald. Kulinarisch genussvoll klingt mein erster Tag am See aus.

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3. Tag
Vormittag

An meinem letzten Tag stehe ich ganz früh auf. Denn der Fischer des Madlitzer Sees lädt Frühaufsteher ein, ihn auf seiner Runde über den See zu begleiten. Und das lohnt sich. Seit erheben sich die Nebelschwaden, man sieht den Hecht dümpeln und die Überreste von Herrn Bibers Futterei. Still und gemütlich treibt das Boot, ein ganz besonderer Wellness-Moment. Nach dem Anlegen lässt mich die Natur nicht los und so spaziere ich gemütlich einmal um den See herum. Knapp eine Stunde in gefühlt unberührter Natur. Verlaufen unmöglich.

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Foto: Gut Klostermühle

Mehr Informationen für eine Auszeit am Scharmützelsee


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