• An der Oder, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

    Flusslandschaft Oder - Ihr Wassertourenplaner

    Möchten Sie einen Urlaub oder Ausflug im Wasserrevier der Brandenburger Flusslandschaft Oder planen? Wir geben Ihnen Tipps für Ihren Törn mit Hausboot, Kanu & Co.

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    Ort: Frankfurt (Oder)

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Oder - Ihr Wassertourenplaner
Was macht dieses Wassersportrevier besonders?

Ruhe und Stille in einer unberührten Flusslandschaft und ihr Wildnis- und Abenteuercharakter machen die Oder zu einem ganz besonderen Revier Mitteleuropas. Durch seine abgeschiedene Lage ist der Fluss zu einem bedeutenden Refugium für die Natur geworden. Individualisten, die mit dem Kanu oder dem Motorboot ein etwas anspruchsvolleres und wenig befahrenes Gewässer suchen, kommen hier auf ihre Kosten. 

Vor allem im Bereich der Mittleren Oder zwischen Ratzdorf und Hohensaaten können Wasserwanderer über längere Distanzen allein mit Fluss und Natur paddeln, zuweilen begleitet von Vögeln, für die die Oder einen idealen Lebensraum bietet. Bootsverkehr und Berufsschifffahrt sind hier nur gering. Die Ufer sind geprägt durch viele Standstrände und eine offene Wiesenlandschaft. 

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Was sollten Wassersportler wissen?

Strömung

Trotz der vielen Buhnen ist die Oder vor allem im Bereich der Mittleren Oder mit flotter Strömung mit bis zu 7 km/h unterwegs. Die Strömung kann wie auch der Wasserstand jahreszeitlich sehr variieren. Dies stellt sowohl für motorisierte Wasserwanderer als auch Kanuten höhere Anforderungen an die Navigation. Durch die hohe Strömung erreichen Sie eine hohe Reisegeschwindigkeit, sofern Sie flussabwärts mit der Strömung fahren. Mit stärkerer Motorisierung ist es auch möglich, die Oder flussaufwärts zu fahren. Hierfür sollte aber deutlich mehr Zeit eingeplant werden. 

Bei Kanuwanderungen sorgt die schnelle Strömung sorgt für eine hohe Reisegeschwindigkeit und Tagesetappen von weit über 30 Kilometer. Kanutouren flussaufwärts sind aufgrund der Strömungsverhältnisse nicht einmal für trainierte Kanuten möglich. Vorsicht ist bei starkem Wind aus nördlicher Richtung geboten, da sich dann auf dem Fluss eine größere Welle aufbauen kann. Auch vor diesem Hintergrund sollte man für eine Kanutour auf der Oder besser etwas Kanuerfahrung mitbringen oder sich ansonsten einer geführten Kanutour anschließen, die von mehreren Anbietern angeboten wird.

Pegelstände

In den Sommermonaten kann der Wasserstand selbst im Fahrwasser in einigen Abschnitten auch mal unter einen Meter fallen. Erst ab Hohensaaten kann auch bei längeren Trockenperioden gesichert mit einem Mindestwasserstand von 1,30 Meter gerechnet werden.

Wer mit einem Boot mit einem Tiefgang über 0,80 cm unterwegs ist, sollte sich bei Niedrigwasser über die Pegelstände informieren. Boote mit einem Tiefgang von unter 0,80 cm können in der Regel die Mittlere Oder auch bei Niedrigwasser problemlos befahren.  

Tipp: Touren sorgfältig vorbereiten

Insgesamt ist für motorisierte Wasserwandertouren auf der Oder Erfahrung mit dem Boot von Vorteil. Aber auch für erfahrene Bootswanderer gilt, eine sorgfältige Vorbereitung hinsichtlich Strömung und Wasserstände ist Pflicht. Die sehr reizvolle Befahrung der Oderarme zwischen Oder und Hohensaatener-Friedrichsthaler-Wasserstraße im Nationalpark Unteres Odertal ist nur im Rahmen einer geführten Tour möglich.  

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Kanutour im Oderbruch Kanutour im Oderbruch, Foto: looping-magazin/Britta Smyrak

Welche Wassersportmöglichkeiten gibt es hier?

Neben unvergesslichen Touren auf der Oder besteht auch die Möglichkeit einer Rundfahrt über die Mittlere Oder, Oder-Havel-Wasserstraße/Finowkanal, Spree (Berlin) und Oder-Spree-Wasserstraße. Der Rundtourencharakter und die Einbindung von Berlin macht die Berlin-Oder-Umfahrt einzigartig. 

Auch im Bereich der Unteren Oder kann man eine Rundtour fahren, indem man die Oder mit der etwas weiter westlich verlaufenden Hohensaatener-Friedrichsthaler-Wasserstraße kombiniert. Moderne Sportboothäfen finden Wasserwanderer in Eisenhüttenstadt, Frankfurt/Oder, Kietz und Schwedt vor. Überdies gibt es in weiteren Anrainerorten einfache Anlegemöglichkeiten.

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Oder bei Kienitz Oder bei Kienitz, Foto: TMB-Fotoarchiv/Dirk Wetzel

Was kann ich an Land unternehmen?

Entlang der Mittleren Oder liegt Eisenhüttenstadt. Die in den 1950er Jahren neben dem alten Schifffahrtsort Fürstenberg neu entstandene sozialistische Planstadt ist heute ein beeindruckendes Architekturdenkmal. Südlich von Eisenhüttenstadt wartet die Region mit einer weiteren architektonischen Kostbarkeit auf: das Barockwunder Kloster Neuzelle. Neben der Barockkirche, dem Kloster nebst Klostergarten sind hier die barocken Passionsdarstellungen vom Heiligen Grab ein Muss für alle Kulturliebhaber. 

Eine der größten Hallenkirchen der norddeutschen Backsteingotik, die St.-Marienkirche, können Sie in der alten Brandenburger Handels- und Universitätsstadt Frankfurt/Oder erleben. Das Kleist-Museum erinnert an den berühmten Dichtersohn der Stadt. In nur wenigen Minuten erreicht man Slubice, die polnische Seite der "Doppelstadt" gut zu Fuß über die imposante Oderbrücke. Generell bieten sich durch den grenzüberschreitenden Charakter der Oder Landausflüge auf deutscher und auf polnischer Seite an.

An der Unteren Oder bildet der Fluss eine der größten noch erhaltenen Flussauenlandschaften Mitteleuropas aus. Am besten lernen Sie die Schönheiten im Nationalpark Unteres Odertal bei einer geführten Kanuwanderung kennen, auch der Oder-Neiße-Radweg führt durch dieses Naturparadies. Unterwegs lohnt ein Abstecher nach Criewen zum Besucherzentrum des Nationalparks nahe dem Schloss und dem von Gartenkünstler Lenné gestalteten Schlosspark

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Außenansicht des Nationalparkhauses in Criewen Außenansicht des Nationalparkhauses in Criewen, Foto: TMB-Fotoarchiv/Matthias Fricke

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