• Schloss Oranienburg, Foto: TMB-Fotoarchiv/SPSG/Hans-Christian Krass Schloss Oranienburg, Foto: TMB-Fotoarchiv/SPSG/Hans-Christian Krass

    Oranienburg - Ihr Reise- und Ausflugsplaner

    Möchten Sie eine Reise oder Ausflug nach Oranienburg planen? Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen & Reiseangebote.

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    Ort: Oranienburg

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Oranienburg - Licht und Schatten in der Stadt an der Havel Was ist hier besonders?

In Oranienburg steht das älteste Barockschloss von Brandenburg. Im Jahre 1652 wurde die Anlage in der einst kleinen Siedlung an der Havel errichtet. Ihren Namen erhielt die Stadt übrigens von der Kurfürstin Louise Henriette von Nassau-Oranien. Für Oranienburg begann nun die Blütezeit. Doch Licht und Schatten liegen gerade hier ganz eng beieinander. Nur wenige Meter vom Schloss entfernt mahnt die Skulptur "Die Anklagende" an das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte: 1936 entstand am nordöstlichen Stadtrand das Modell- und Musterlager KZ Sachsenhausen.

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Was gibt es hier zu sehen?

Ein Rundgang durch die Stadt beginnt am besten auf dem Schlossplatz. Schon wenn man sich ihm nähert - zum Beispiel zu Fuß über die Bernauer Straße vom Bahnhof kommend, wird das ganze Ausmaß des Ensembles deutlich, bestehend aus Schloss und Schlossplatz mit dem Denkmal der Kurfürstin darauf. Und seit der Verlegung der Schlossbrücke über die Havel ist die historische Mitte Oranienburgs an dieser Stelle besonders gut zu erleben - eine einzigartige Kulisse. Im Inneren des Schlosses befinden sich heute das Kreis- und Schlossmuseum.

Gleich daneben befindet sich das imposante Eingangsportal zum Schlosspark. Die Gründerin der Stadt Oranienburg, Kurfürstin Louise Henriette von Oranien-Nassau (1627 bis 1667), ließ hier passend zu ihrer Heimat einen Lustgarten im holländischen Stil anlegen. Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Schlosspark mehrmals verändert. Sein heutiges Aussehen bekam der Garten im Jahre 2009 zur Landesgartenschau. Der heute 30 Hektar große Park blüht vor allem im Frühling und in den Sommermonaten auf. Darüber hinaus gibt es hier jedes Jahr ein breites Kulturprogramm: von Konzerten und Kleinkunst über die Oranje-Games und Schlossparknacht bis hin zum Historischen Apfelfest.

Inmitten des Schlossparks steht die Orangerie - ursprünglich als Winterquartier für exotische Pflanzen konzipiert. Das Gebäude ist heute jedoch das kulturelle Zentrum von Oranienburg. Mit seinen vielfältigen Veranstaltungen lockt sie jedes Jahr mehrere tausend Besucherinnen und Besucher aus der Region und aus der Hauptstadt Berlin hier her.

Ganz in der Nähe des Eingangsportals steht das ehemalige Hofgärtnerhaus, heute als "Blumenthalsches Haus" bekannt. Eine Gedenktafel erinnert an die früher hier lebende jüdische Bankierfamilie Blumenthal. Bis zur Machtübernahme der Nationalsozialisten lebten in dem Haus Vorfahren des heutigen Direktors des Jüdischen  Museums in Berlin, Prof. W. Michael Blumenthal. Er ist seit dem Jahr 2000 Ehrenbürger der Stadt Oranienburg.

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Schloss und Schlosspark Oranienburg Schloss und Schlosspark Oranienburg, Foto: TKO gGmbH

Was kann man hier sonst noch unternehmen?

Oranienburg ist eine Stadt am Wasser, die von drei Wasserstraßen durchzogen ist: der Havel, dem Oranienburger Kanal sowie Oder-Havel-Kanal. Hinzu kommen noch der Grabow- und der Lehnitzsee. Besonders gut lässt sich der Wasserreichtum der Stadt an den Havelpromenaden und im 2009 eröffneten Schlosshafen genießen. Caravan-Fans finden dort sogar Stellplätze inmitten einer grünen Idylle, direkt am Wasser.

Weitere holländische Spuren findet man am Ende der Breiten Straße. Hier steht das ehemalige Waisenhaus, ein zweigeschossiger roter Backsteinbau in holländischem Baustil. Aus Freude über die Geburt des Thronfolgers Karl Emil stiftete die Kurfürstin 1665 dieses Gebäude, in dem ein Waisenhaus für 24 Kinder untergebracht gewesen war. Über der Eingangstür befindet sich das Wappen des Fürstenhauses von Oranien. Heute ist das einstige Waisenhaus Sitz des Gesundheitsamtes des Landkreises Oberhavel.

Nicht weit von hier entfernt steht die St. Nicolai-Kirche, deren spitzer Turm schon von weitem gut zu sehen ist. Die dreischiffige Pfeilerbasilika im italienischen Stil ist dem Heiligen Nikolaus gewidmet, dem Schutzpatron der Fischer, Schiffer und Händler. Mit mehr als 57 Metern Höhe ist die Kirche das höchste Gebäude der Stadt, von deren Aussichtsplattform Besucher einen großartigen Blick über Oranienburg genießen können (Mai bis Oktober von 10 bis 17 Uhr).

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Waisenhaus Oranienburg Waisenhaus Oranienburg, Foto: TMB/Matthias Schäfer

Das sollten Sie nicht verpassen!

Neben der glanzvollen Seite Oranienburgs sind auch die Gräueltaten aus der Zeit des Nationalsozialismus heute Teil der Geschichte der Stadt. 1936 entstand am nordöstlichen Stadtrand das Modell- und Musterlager KZ Sachsenhausen. Bis 1945 waren hier 200.000 Menschen inhaftiert gewesen. Dazu zählten zunächst politische Gegner des NS-Regimes, dann in immer größerer Zahl Angehörige der von den Nationalsozialisten als rassisch oder biologisch minderwertig erklärten Gruppen und von 1939 an zunehmend Menschen aus den von Nazi-Deutschland besetzten Staaten Europas. Zehntausende von ihnen kamen bis 1945 ums Leben. In den Gebäuden und Gebäuderesten des Konzentrationslagers sind heute kleine Dauerausstellungen eingerichtet, die an die furchtbaren Ereignisse während der Nazizeit bis zur Befreiung Deutschlands vom Faschismus erinnern.

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Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, Foto: Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten/Lars Wendt

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