Von Barock- über Fachwerk- und Bauhaus-Bauten bis hin zur preisgekrönten Hochschulbibliothek überrascht das Stadtzentrum mit vielfältiger Baukultur. Die Backsteinbasilika St. Maria Magdalena, die Johannis-Kirche, das Museum Eberswalde sowie das Alte und Neue Rathaus verleihen der Innenstadt von Eberswalde historisches Flair. Im wirkungsvollen architektonischen Kontrast dazu steht das Paul-Wunderlich Haus von 2007, Sitz des Kreistages, in dem eine Dauerausstellung das Werk des aus Eberswalde stammenden Malers und Bildhauers Paul Wunderlich würdigt. Das Mahnmal „Wachsen mit Erinnerung“ sowie 50 Stolpersteine erinnern an die Schicksale von Mitgliedern der einstigen jüdischen Gemeinde der Stadt.
Die industrielle Entwicklung des Finowtals in und um Eberswalde ist wesentlich dem Finowkanal zu verdanken. Bereits im 17. Jahrhundert entstanden unter anderem eine Eisenspalterei, ein Messing- und ein Walzwerk. Auch der Kranbau war hier viele Jahrzehnte beheimatet. Wer sich auf Spurensuche durch das „Märkische Wuppertal“ begeben möchte, beginnt am besten mit einem Rundgang durch den heutigen Familiengarten. Ob per Boot, zu Fuß oder mit dem Fahrrad, in der weitläufigen Parkanlage auf dem ehemaligen Industrieareal ist für Erholung, Bewegung und Spaß gesorgt.
Mit dem Tretboot auf historischen Kanälen
Eine weitere Attraktion dort ist die Erkundung der ehemaligen Betriebsarchen, der einstigen Industriekanäle des alten Walzwerks, mit dem Tretboot. Der Eberkran ist inzwischen zum Wahrzeichen des Familiengartens und für die Industrielandschaft Eberswaldes geworden. Die Aussichtsplattform bietet einen grandiosen Ausblick bis weit hinein ins Barnimer Land.
Urzeitliche Gewächse im Forstbotanischen Garten
Und noch ein weiterer Park in Eberswalde lohnt einen Besuch: der Forstbotanische Garten unweit des Zoos. Der Garten am Flüsschen Schwärze bietet eine ideale Kombination aus Erholung und Naturerlebnis wie das der urzeitlichen Riesenschachtelhalme von bis zu zwei Metern Höhe oder das Mammutblatt aus Südamerika.
An den Forstbotanischen Garten grenzt auch das reizvolle Schwärzetal. Mit seinen märchenhaften Mooren, stillen Laub- und Nadelwäldern und eiszeitlichen Gewässern wie dem Nonnenfließ und Herthafließ ist es ein besonders stadtnahes Naturparadies mit Bibern, Fischottern, Graureihern und seltene Fischarten.