• Blick auf den Ferienhof Salveymühle, Foto: TMB-Fotoarchiv/Claus-Dieter Steyer Blick auf den Ferienhof Salveymühle, Foto: TMB-Fotoarchiv/Claus-Dieter Steyer
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Weit weg in der Uckermark Der Ferienhof Salveymühle

08. November 2010 von Katja

Werden Geheimtipps verraten, verlieren sie oft im Handumdrehen ihren Reiz. Dann bleibt von der gepriesenen Ruhe, der Abgeschiedenheit inmitten einer schönen Natur und der familiären Atmosphäre durch den ausgelösten Ansturm der Gäste meistens nicht viel übrig. Im Falle der heutigen Empfehlung kann dieses Risiko getrost eingegangen werden, erfordert ihr Besuch doch einige Mühe. Schließlich liegt der Ferienhof "Salvey Mühle" im Nationalpark Unteres Odertal nicht nur im äußersten nordöstlichen Zipfel Brandenburgs, sondern auch jenseits der üblichen Ausflugswege.

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Der Ferienhof Salveymühle scheint mitten in der uckermärkischen Wildnis zu liegen. Foto: TMB-Fotoarchiv/Claus-Dieter Steyer

Für die Anreise aus Berlin und Potsdam müssen schon zwei und mehr Stunden eingeplant werden. Endlich im Dorf Geesow angekommen, geht die Fahrt noch ein ganzes Stück weiter "ins Nichts".

Da vermisst dann am nächsten Tag so mancher Tourist die Nähe zur nächsten Stadt mit Lokalen, Wellness-Therme, Shoppingmeilen, Kino oder gar Theater. Doch wer sich wirklich wenigstens für einige Tage nach der absoluten Ungestörtheit und nach intakter Natur sehnt, ist in der einstigen Wassermühle genau richtig.

Die Zimmer für maximal 20 Gäste erinnern mit ihren lehmverputzten Wänden, den Dielen und den kleinen Fenstern eher an Puppenstuben als an eine Pension. Das trifft auch auf die allen Personen zur Verfügung stehende Gemeinschaftsküche mit angeschlossenem Speise- und Aufenthaltsraum zu.

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Allein der Garten schon entschädigt die Abwesenheit jeglicher großstädtischer Annehmlichkeiten. Foto: TMB-Fotoarchiv/Claus-Dieter Steyer

Die Zahl der Kraniche, die sich auf den umliegenden Wiesen, Weiden und abgeernteten Feldern für den Weiterflug nach Spanien stärken, hat zwar im Vergleich zu Mitte Oktober etwas abgenommen. Aber die Trompetenstöße der als Glücksboten verehrten Vögel sind dennoch früh und abends noch bis in den Dezember hinein zu hören. Außerdem geben sich auf dem mit Schilf bewachsenen Mühlenteich oder im großzügigen Hofgarten Biber, Enten, Schafe und nicht zuletzt zwei gut gelaunte Hofhunde ein Stelldichein.

Selbst Radpartien oder Kanu-Ausflüge sind möglich, auch wenn verwöhnte Großstädter vielleicht angesichts der niedrigen Temperaturen vor längeren Touren zurückschrecken. Aber eine Wanderung im Odertal, gerade bei aufsteigendem Nebel auf den Deichen zwischen der Oder und den gefluteten Wiesen, besitzt auch im Herbst und Winter viele Reize.

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Kurzweil geht auch ohne Shoppingmeile. In der Salveymühle gibt es neben Malkursen noch zahlreiche andere Beschäftigungsmöglichkeiten für den Urlaub. Foto: TMB-Fotoarchiv/Claus-Dieter Steyer

Das Inhaberpaar, bestehend aus einem Computerspezialisten und einer Künstlerin, kennt sich in der Umgebung und ihrer Natur jedenfalls gut aus. Erst vor wenigen Wochen hat es die Urkunde als "Partner des Nationalparks" erhalten. Dahinter steht unter anderem die Verpflichtung zum Angebot regionaler Produkte, zur Verwendung ökologischer Baustoffe sowie der sinnvolle Umgang mit Wasser und Energie.

Langeweile kommt gar nicht. Das liegt schon an den offerierten Malkursen, am Seminar über das Entstehen eines Kriminalromans oder am Museum über die uralte Mühlenkunst, die hier eine mehr als 700-jährige Tradition aufweist.

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