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        Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann Restaurant Kranhaus Wittenberge, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann
    Ort: Wittenberge

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Wittenberge: Zum Abendessen ins Kranhaus Restaurant by Mika

30. November 2017 von Steven Hille

Würde man auf einer Landkarte zwischen Berlin und Hamburg eine Linie ziehen, so würde sich Wittenberge vermutlich genau in der Mitte befinden. Und irgendwie bekomme ich als Besucher der Prignitz das Gefühl, dass Wittenberge beide Großstädte in sich vereint.

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Mit einem Bahnhof und einem Hafen ausgerüstet, ist Wittenberge im 19. Jahrhundert während der Industrialisierung stark gewachsen. Es entstanden Lagerhäuser und Industriestandorte entlang der Elbe. Heute sorgen besonders diese Gebäude für den besonderen Charme der Stadt. Ich schlendere die Elbe entlang und erreiche in Sichtweite der Elbbrücke, die damals als längste Eisenbahnbrücke der DDR galt, das Kranhaus Restaurant by Mika. Hier bin ich mit dem Chefkoch verabredet.

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Direkt an der Elbe gelegen - das Kranhaus. Das Restaurant Kranhaus in Wittenberge, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Von der Normandie über Mallorca in die Prignitz

Michael „Mika“ Drouin stammt aus der Normandie. Das Kochen hatte es ihm schon immer angetan. Also reiste er durch die Welt und sammelte neue Eindrücke, Erfahrungen und Inspirationen. Seine längsten Aufenthalte hatte er schließlich in Hamburg und auf Mallorca. Auf der Baleareninsel führte er zusammen mit einem Engländer ein thailändisches Restaurant. Was für eine verrückte Kombination.

Irgendwann besuchte ihn ein Gast aus Wittenberge. Er lobte Mikas Kochkünste und wünschte sich ein solches Restaurant nach Wittenberge. Irgendwie sollte sein Wunsch Realität werden. Einige Zeit später machte sich Mika mit seiner Freundin Natascha auf den Weg. Von Mallorca nach Wittenberge. Dort waren sie auf der Suche nach einem geeigneten Ort für das Restaurant. Zunächst erfolglos. Doch dann meldete sich der Gast von damals ein zweites Mal und teilte Mika mit, dass das alte Lagergebäude der Firma Hofmann & Roemer bald wieder zur Verfügung stehen würde.

Das Gebäude direkt an der Elbe war perfekt für Mikas Vorhaben. Es diente schon vorher als Restaurant, war eingerichtet und besaß mit seinem Alter von über 130 Jahren genug Charme. Seit 1884 diente das Gebäude als Lagerhaus und besaß sogar einen eigenen Kran, um die Schiffe der Elbe zu entladen.

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Michael "Mika" Droiun kocht im Kranhaus. Michael Drouin vom Restaurant Kranhaus in Wittenberge, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steven Hille

Bis das neue Kranhaus von den Wittenbergern angenommen war, hat es einige Zeit gedauert. Weder typisch deutsche Gerichte wie Schnitzel, noch französische Klassiker wie Schnecken und Froschschenkel landeten auf der Speisekarte. Das konnte anfangs niemand verstehen. Nicht allen war klar, dass Mika im Kranhaus international kocht und sich aus allen Küchen der Welt die besten Zutaten und Ideen nimmt.

Am meisten Verständnis gab es für Mikas Restaurant aus den Großstädten. Von Anfang an kamen einige Gäste aus Hamburg und Berlin zum Abendessen vorbei. Eine solche Anreise findet auch Mika verrückt, aber er freut sich natürlich, dass seine Kreationen es anscheinend wert sind. Von Monat zu Monat stieg das regionale Interesse an seinem Restaurant. Es schien wie immer im Leben zu sein, bist du mir Freude und Herzblut dabei, dann wird es gut.

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Zuerst ein Genuss für die Augen, dann für den Gaumen. Das Restaurant Kranhaus in Wittenberge, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steven Hille

Ein Bild davon kann ich mir machen, als Mika in der Küche mein Essen zubereitet. Elegant streicht er Kartoffelpüree und Wasabicréme über den Teller und drapiert im Anschluss mit einer Küchenpinzette Erbsen und grünen Spargel. Es ist spannend die Arbeiten in der Küche hinter den Kulissen zu verfolgen. Die Stimmung ist trotz vollem Reservierungsbuch sehr ausgelassen. Es wird zügig gearbeitet, aber auch gelacht.

Verwendet werden ausschließlich frische Lebensmittel. Alle Zutaten liefert ein Großhändler aus Hamburg direkt an das Elbufer in Wittenberge. Täglich kreiert Mika neue Gerichte, die dann auf einer Kreidetafel zur Wahl stehen. Zur täglich wechselnden Karte gibt es einige Gerichte, die wiederkehrend sind. Während das Mittagsmenü eher rustikal ist und auch mal Entrecôte mit Pommes auf dem Tisch landen, fängt Mika abends an zu zaubern. Über die wechselnde Karte informiert er auf seiner Facebook-Seite.

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Über den Autor

Steven schreibt auf seinem Blog Funkloch über Nachhaltigkeit und Reisen. Im Juni war er vier Wochen mit einem E-Bike in ganz Brandenburg unterwegs und berichtete über EU-Projekte in Brandenburg.

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Auch das Kranhaus Restaurant by Mike wurde mit einem Mikrokredit der ILB unterstützt. Andere Projekte, die er während seiner Radtour in Brandenburg besuchte, sind u.a. das energieautarke Dorf Feldheim oder den Naturpark Stechlin-Ruppiner Land.

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