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  • Blick auf die Werderaner Altstadt am Wasser,
        
    

        Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann Blick auf die Werderaner Altstadt am Wasser, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann
    Ort: Werder (Havel) (14542)

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TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH

Mediterrane Gefühle in der Blütenstadt Frühjahr in Werder an der Havel

05. Juni 2015 von Matthias Fricke

Elbe, Havel, Oder, Spree. Brandenburg hat nicht nur 3000 Seen zu bieten, sondern auch beeindruckende Flusslandschaften. Das Beste ist: Um diese zu entdecken, braucht es kein Auto. Mit den Zügen von DB Regio Nordost sowie per Pedes und Fahrrad ist man ganz schnell dort, wo die Abenteuer warten. Unsere vierte Tour führt nach Werder, in die Blütenstadt an der Havel.

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Radfahrerin vor der Altstadt von Werder Havel Radfahrerin vor der Altstadt von Werder Havel, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Wenn gegen Ende April die Apfelbäume in voller Blüte stehen, feiert Werder das Baumblütenfest. Seit 1879 ist dies Tradition, sie hat die Stadt weit über ihre Grenzen hinaus bekannt gemacht. Wer sich in die Havelstadt und ihre Weinbau- und Obsthügel mal verliebt hat, wird zu jeder Jahreszeit gerne wiederkommen. Denn wenn es um ein Ausflugsziel geht, das es vielen Geschmäckern recht macht und zudem nur einen Katzensprung von der Metropole Berlin entfernt liegt, dann ist die Blütenstadt an der Havel erste Wahl.

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Radfahrer liegen unter blühenden Obstbäumen Radfahrer in Werder (Havel) zur Baumblüte, Foto: TMB-Fotoarchiv/Yorck Maecke

Havelseen an der Havel seh`n

Bevor es vom Bahnhof in Richtung Altstadtinsel geht, sollte man sich unbedingt noch einen Panoramablick am Schiffsanlegersteg an der Eisenbahnbrücke gönnen. Die Havel nennt sich hier majestätisch "Großer Zern-See" und das ist nicht übertrieben. Denn auf beinahe ihrem gesamten Verlauf zwischen Potsdam und Brandenburg an der Havel ist diese Flusslandschaft mehr See als Fluss. Und dieses einmalige Wasserrevier der Potsdamer und Brandenburger Havelseen lässt sich ideal mit dem Motor- oder Hausboot oder dem Ausflugsdampfer erkunden - oder eben am Wasser entlang mit dem Rad und zu Fuß.

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Radwanderer auf dem Weg in die Altstadt von Werder Havel Radwanderer auf dem Weg in die Altstadt von Werder Havel, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Ein Hauch von Italien

Werder bedeutet so viel wie "Insel im Fluss", das ist von dieser Stelle aus gut zu erkennen. Auf einer Insel liegt die Altstadt, die über eine recht schmale Brücke erreicht wird. Wenig Phantasie reicht aus, um sich auszumalen, dass es hier an Baumblütenfesttagen recht kuschelig zugehen dürfte. Schon an einem Schönwettersonntag im Frühsommer ist jede Menge los, mediterranes Flair liegt in der Luft.

Rechts vor der Brücke führt die Treppe nach unten ans Ufer zu einem echten Werderaner Schnappschuss. Hier bekommt man von der neogotischen Heilig-Geist-Kirche von Stüler über die Bockwindmühle bis hin zum Ausflugsdampfer, umsäumt vom Schilf der Uferpromenade, alles perfekt ins Bild. Ein Künstler hat dazu passend einen überdimensionalen Bilderrahmen anbringen lassen - perfekt für "Europe-in-three-days"-Bezwinger, die können hier schon umdrehen und sich nach "Heidelbörg" aufmachen.

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Radfahrer vor der Altstadt von Werder Havel Radfahrer vor der Altstadt von Werder Havel, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Auf dem Inselrundgang durch die Altstadt

Wen das Motiv neugierig gemacht hat, folgt dem gut ausgeschilderten Inselrundgang durch die verwinkelten Gassen zu allen Sehenswürdigkeiten dieses schmuck sanierten historischen Stadtkerns. Wer hungrig wird, stärkt sich in einem der zahlreichen Cafés oder in einem Fisch-Restaurant mit fangfrischem Havelzander. Werder war ja seit Jahrhunderten ein Fischerort, davon zeugen die einstöckigen Fischerhäuser. Erst die Zisterzienser brachten den Obst- und Weinanabau in die Region und nach Werder, das milde Klima, viel Sonne und sandige Böden bieten bis heute dafür optimale Bedingungen.

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Altstadt Werder Havel mit Kirschblüte Altstadt Werder Havel mit Kirschblüte, Foto: TMB-Fotoarchiv/Yorck Maecke

Obsthügel mit Wasserblick

Wer mehr über die geschichtlichen und landwirtschaftlichen Besonderheiten des Obstanbaus in der Havelregion erfahren möchte, sollte das Obstbaumuseum in der Altstadt besuchen und sich anschließend auf den etwa 15 Kilometer langen Panoramaweg Werderobst begeben. Von dieser Rad- und Wanderroute ist die hügelige Landschaft rund um das Thema Obstanbau zu erleben. Wer auf den Geschmack gekommen ist, kann Säfte, Obstweine und Marmeladen und vieles mehr auch direkt in den Hofläden erwerben.

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Wegweiser zum Panoramaradweg bei Werder Havel Wegweiser zum Panoramaradweg bei Werder Havel, Foto: TMB-Fotoarchiv/Matthias Fricke

"Abgezapft und originalverkorkt…"

Weinliebhaber erklimmen Hügel für Hügel in Deutschlands nördlichstem Weinanbaugebiet und kosten exzellenten Riesling oder Weißburgunder beispielsweise auf dem 84 Meter hohen Werderaner Wachtelberg unweit der Altstadt. Der schmeckt garantiert nicht nach Korken.

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Weinreben auf dem Wachtelberg Weinreben auf dem Wachtelberg, Foto: TMB-Fotoarchiv/Jan Hoffmann

Werders Umgebung entdecken

Wenige Kilometer westlich von Werder liegt Glindow. Seit dem ausgehenden Mittelalter wird hier Ton abgebaut. Von den 50 Ringöfen, in denen auch die Ziegel für Berlin produziert wurden, ist nur einer original erhalten geblieben. Erleben Sie dieses Stück lebendiger Brandenburger Industriegeschichte bei einem Besuch des Märkischen Ziegeleimuseums. Wanderer begeben sich von hier direkt in die auf einen vielseitigen Naturlehrpfad durch die "Glindower Alpen".

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Einmal rund um Einsteins Lieblingssee

Picknick am Schwielowsee Picknick am Schwielowsee, Foto: TMB-Fotoarchiv/Andrea Hofmann

Besonders reizvoll ist die Tour rund um den Schwielowsee Richtung Petzow mit dem neugotischen Schloss (das gerade saniert wird) und einem von Lenné gestalteten Landschaftspark, der faszinierende Blicke auf den Schwielowsee bietet. Am südlichen Ende des Sees liegt das idyllische Ferch, das seit jeher viele Künstler angezogen hat. Wandeln Sie auf einem Kunstpfad durch den Ort und besuchen Sie das Museum der havelländischen Malerkolonie. Im Japanischen Bonsaigarten sind etwa 1000 Miniaturpflanzen zu bestaunen, das Teehaus kredenzt leckere Tee-Spezialitäten.

Von Ferch geht es weiter Richtung Caputh. Schloss Caputh und Einsteins Sommeridyll, aber auch die Havelpromenade sind unbedingt sehenswert. Von dort setzen können Sie mit der Fähre an andere Havelufer übersetzen, um zurück nach Werder zu gelangen oder Sie radeln entlang des Templiner Sees nach Potsdam.

Für ausgedehnte Radtouren von Werder durch das Havelland oder den Fläming empfehlen sich die Radroute 4 Historische Stadtkerne, der Europaradweg R1 oder nicht zuletzt der Havelradweg.

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Schloss Caputh Schloss Caputh mit Parkanlage, Foto: TMB-Fotoarchiv/Hans Bach/SPSG

Informationen

Nur 35 Minuten nach der Abfahrt am Berliner Hauptbahnhof erreichen Sie Werder. Die halbstündlich verkehrenden Züge der RE 1 verfügen in jedem der fünf Doppelstockwagen über ein Fahrradabteil. Alternativ können Sie auch ein Fahrrad bei einem Radvermieter in der Region mieten.

Von Berlin oder Potsdam genügt für die Hin- und Rückfahrt jeweils ein Einzelfahrschein für den Tarif Bereich ABC. Reisen Sie von weiter her aus Brandenburg nach Werder, empfiehlt sich ab 2 Personen das Brandenburg-Berlin-Ticket.

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Das muss man in Werder an der Havel und Umgebung erleben


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