• Rhododendronweg im Schlosspark Wiesenburg, Foto: TMB-Fotoarchiv/Matthias Schäfer Rhododendronweg im Schlosspark Wiesenburg, Foto: TMB-Fotoarchiv/Matthias Schäfer
    Ort: Wiesenburg/Mark

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Ein Wald blüht auf Der Schlosspark Wiesenburg im Farbenrausch

29. Mai 2016 von Matthias Schäfer

Es ist wahrlich ein Farbenrausch: Sie leuchten in gelb, orange, pink, violett, rot oder zartem rosé. Die ganze Farbpalette der Rhododendren blüht derzeit im Schlosspark Wiesenburg im Fläming. Der Park gilt als das bedeutendste Gartendenkmal zwischen den Parkanlagen der Potsdamer Kulturlandschaft und dem Dessau-Wörlitzer Gartenreich.

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Violetter Rhododendron am Wegesrand Foto: TMB-Fotoarchiv/Matthias Schäfer

Schon vom Zug aus strahlen sie Reisende im Vorbeifahren an. In rosa und violett - so stehen die prächtig blühenden Rhododendron-Sträucher am Waldrand - direkt in der Nähe des Bahnhofs Wiesenburg im Fläming. Als würden sie einem sagen: Komm hier her und gehe diesen schönen Weg entlang.

Es ist der äußerste Rand des Schlossparks, der 1863 im Stil eines englischen Landschaftsgartens vom damaligen Schlossherrn Curt Friedrich Ernst von Watzdorf angelegt worden ist. Er hatte in der Mitte des 19. Jahrhunderts zahlreiche Reisen in viele Länder Europas unternommen und dabei eine große Leidenschaft für diese Pflanzen entwickelt. Die großflächigen Rhododendron-Pflanzungen finden sich insbesondere im südlichen Teil des Parks. "Ich empfehle Besuchern daher, direkt am Bahnhof Wiesenburg zu starten und in Richtung Schloss zu laufen", sagt Ulrich Jarke, Parkleiter des Schlossparks Wiesenburg.

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Rhododendronsträucher am Wegesrand Foto: TMB-Fotoarchiv/Matthias Schäfer

Wer vom Bahnhofsgebäude aus in Richtung Parkplatz und dann weiter über die alte Kopfsteinpflaster-Straße läuft, zwei alte Bahngleise hinter sich lässt und dabei immer den Waldrand mit den bunt blühenden Sträuchern im Blick hat, kann den Eingang zum Waldteil des Schlossparks kaum verfehlen. Etwas versteckt findet sich dann ein Wegweiser mit der Aufschrift "Rhododendronweg".

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Wegweiser zum Rhododendronweg Foto: TMB-Fotoarchiv/Matthias Schäfer

Von hier an müssen sich Besucher nur von den Farbtupfern im Wald leiten lassen. Weitere Wegweiser sind nicht nötig, um nach etwa 2,5 Kilometern das Schloss Wiesenburg und den zentralen Teil des Schlossparks zu erreichen. Unterwegs blitzen immer wieder zwischen rund 300 Jahren alten Eichen Rhododendron-Sträucher auf und sind neben dem satten Grün des Waldes eine willkommene Abwechslung fürs Auge.

Wie viele Rhododendren einst gepflanzt worden sind, ist leider unbekannt. "Es gibt keine konkrete Zahl, weil sie sich im Laufe der Jahre selbst vermehrt haben. Viele der Gehölze sind an die 100 Jahre alt", erzählt Ulrich Jarke. Insgesamt erstreckt sich der Schlosspark Wiesenburg auf einer Fläche von 127 Hektar.

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Eingangsportal vor dem Schloss Wiesenburg Foto: TMB-Fotoarchiv/Matthias Schäfer

Sehenswert ist auch das so genannte Parterre im zentralen Teil des Schlossparks. Es ist das größte und schönste im Land Brandenburg. Dabei handelt es sich allerdings nicht um die Erdgeschoss-Wohnung im Schloss, sondern um die speziellen Blumenbeete mit den Kugelfichten an den Rändern. Diese Pflanzen sind wie das Muster bei einem Teppich angeordnet. Außerdem handelt es sich um besonders kleine und flache Pflanzen - daher der Name Parterre.

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Blick vom Schloss auf den terrassenförmig angelegten Schlosspark Wiesenburg. Foto: TMB-Fotoarchiv/Matthias Schäfer

Auch das Schloss ist einen Besuch wert. Für einen Ort wie Wiesenburg mit seinen rund 1.300 Einwohnern ist es relativ groß. Allerdings kann es nur von außen besichtigt werden, da das Gebäude selbst zu 26 Eigentumswohnungen umgebaut worden ist. Öffentlich zugänglich sind jedoch das Torhaus mit der Tourist-Information und einer Ausstellung sowie der Aufstieg zum Burgturm.

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Blick vom Schloss auf den terrassenförmig angelegten Schlosspark Wiesenburg. Foto: TMB-Fotoarchiv/Matthias Schäfer

Ungewöhnlich im Schlosspark ist auch das Mauerwerk vor dem Schloss. "Es besteht aus Salinengestein, das zum Beispiel in Gradierwerken vorkommt. Curt Friedrich Ernst von Watzdorf sah dieses Gestein zum ersten Mal auf der Weltausstellung in Paris 1864. Er war so fasziniert von den Formen der durchlöcherten Gesteine, dass er einige Exemplare schließlich aus dem Kurort Bad Kösen hier her in den Park brachte", berichtet Ulrich Jarke.

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Salinengestein mit Moosen und Flechten Foto: TMB-Fotoarchiv/Matthias Schäfer

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