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  • Luther-Pass für Herzberg (Elster),
        
    

        Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann Luther-Pass für Herzberg (Elster), Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann
    Herzberg an der Elster

    Schon von Weitem gut sichtbar: Der Kirchturm der Stadtkirche St. Marien in Herzberg im Elbe-Elster-Land. Von hier aus brachte der Reformator Philipp Melanchthon ein neues Bildungssystem auf den Weg.

    Schon von Weitem gut sichtbar: Der Kirchturm der Stadtkirche St. Marien in Herzberg im Elbe-Elster-Land. Von hier aus brachte der Reformator Philipp Melanchthon ein neues Bildungssystem auf den Weg.
    Ort: Herzberg (Elster) (04916)
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Herzberg (Elster) – Eine Stadt schreibt Schulgeschichte

09. Mai 2017 von Matthias Schäfer

Reformation in Brandenburg? Das wird sich manch einer erstaunt fragen, um dann festzustellen: nicht nur in Wittenberg hat Martin Luther mit lauten Hammerschlägen und seinen 95 Thesen Spuren hinterlassen! Auch Brandenburg nimmt innerhalb der 500-jährigen Reformationsgeschichte einen festen Platz ein wie beispielsweise die Stadt Herzberg an der Schwarzen Elster.

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Historischer Stadtkern von Herzberg (Elster). Foto: Matthias Schäfer Historischer Stadtkern von Herzberg (Elster). Foto: Matthias Schäfer

Rund 500 Jahre sind vergangen, seit die Reformatoren Martin Luther 1522 und Philipp Melanchthon 1533 Herzberg an der Schwarzen Elster besucht hatten. Könnten sie heute noch einmal durch die Stadt streifen, würden sie nur die Stadtkirche St. Marien wieder erkennen. Das Gotteshaus wäre ihnen nach wie vor vertraut. Denn in der spätgotischen Hallenkirche aus Backstein sind die einmaligen und farbenfrohen Gewölbemalereien bis heute erhalten und haben nichts von ihrer Strahlkraft verloren.

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Philipp Melanchton führte in Herzberg (Elster) die erste deutsche Schulordnung ein. Büste von Philipp Melanchthon in Herzberg (Elster), Foto: Matthias Schäfer

Höhenluft schnuppern

Würden Luther und Melanchthon jedoch den Kirchturm erklimmen und den Blick vom Rundgang in 36 Metern Höhe über das historische Zentrum schweifen lassen, wären ihnen die Gebäude fremd. Denn ein Brand von 1723 vernichtete nahezu alle damaligen Häuser. Wer sich heutzutage die Aussicht über die wieder aufgebaute Altstadt nicht entgehen lassen möchte, muss den Aufstieg über mehrere schmale Holztreppen auf sich nehmen, der direkt an den beiden Turmglocken vorbei führt. Um die Höhenluft zu genießen, sollte man aber unbedingt schwindelfrei sein. Den Schlüssel für die Turmbesteigung erhalten Mutige am Tresen der Tourist-Information im Seitenschiff der Kirche.

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Dass die Reformation insbesondere über die Städte verbreitet worden ist, dafür steht heute Herzberg. So wird dort bereits 1522 die Messe abgeschafft. Im selben Jahr löst sich das Kloster in der Stadt auf. An seine Existenz erinnern heute nur noch zwei Straßennamen: die Kloster- und Mönchstraße.

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Gebäudes des ehemaligen Philipp-Melanchton-Gymnasiums in Herzberg (Elster). Ehemaliges Philipp-Melanchthon-Gymnasium in Herzberg (Elster), Foto: Matthias Schäfer

Eines der Ideale der Reformation war das Thema Bildung. Nachdem 1506 aufgrund der in Wittenberg wütenden Pest die Universität nach Herzberg verlegt worden war, führten Luther und Melanchthon 1538 die erste deutsche Schulordnung für die Lateinschule ein. Diese verbreitete sich von hier aus schließlich in ganz Deutschland. Damit zählt Herzberg mit Torgau und Wittenberg zu den Geburtsstätten der Reformation. Und bis heute ist die Stadt an der Schwarzen Elster mit seinem Oberstufenzentrum ein bedeutender Bildungsstandort.

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Kurze Pause im „Café Plätzchen“ Bistro "Café Plätzchen" in Herzberg (Elster), Foto: Matthias Schäfer

Schöne Plätze zum Ausruhen

Neben den bedeutenden Baudenkmalen ist ebenso der Jugendstilgarten in Herzberg einen Abstecher wert. Ganz der Jugendstil-Idee eines Gesamtkunstwerks verpflichtet, entstand zu Beginn des 20. Jahrhundert eine Parklandschaft, die heute als Gartendenkmal die Besucher zum Spazieren durchs Grüne einlädt. Wer sich für die Pflanzenwelt begeistern kann, der wird sich hier besonders an den 200 Rhododendron-Sorten erfreuen.

Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert ließ der Fabrikant Wilhelm Marx am Rande der Herzberger Altstadt an der Badstraße eine Villa im Landhausstil errichten. Von Anfang an war es sein Ziel, den Garten als artenreiche botanische Sammlung zu gestalten. Deshalb spricht man in Herzberg meist vom „Botanischen Garten“. Mit seinen mehr als 350 Gehölzen bietet der Garten fast das ganze Jahr hindurch prächtig blühende Pflanzen - darunter unter anderem verschiedene Kirschenarten.

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Hinweis im Botanischen Garten auf eine besondere Zierkirschen-Züchtung Botanischer Garten Herzberg (Elster), Foto: Matthias Schäfer

Nach dem Stadtrundgang bietet das „Café Plätzchen“ an der Torgauer Straße einen schönen Platz zum Ausruhen. In der Sofa-Ecke kann man frisch gebackene Tartes, Quiches und Suppen genießen, die vorwiegend aus Bio-Zutaten und Produkten aus der Region hergestellt wurden. 

Gleich neben dem Café Plätzchen befindet sich die „Bücherkammer“, die mehr als nur eine Buchhandlung ist, sie ist zusätzlich Antiquariat und Verlag. Die Inhaberin Stephanie Kammer hat zudem viele weitere Hinweise zu Vorträgen und Veranstaltungen rund ums Reformationsjubiläum. Erhältlich ist dort unter anderem das Buch „Mit Luther und Melanchthon unterwegs in Herzberg“ des Herzberger Heimatforschers Ulf Lehmann.

Weitere Informationen:

Der Tourismuspunkt der Stadt Herzberg ist im Seitenschiff der St. Marienkirche zu finden, Telefon: 03535. 2480544, Mail: tourismus@kirche-herzberg.de, geöffnet: Montag bis Freitag von 10.30 bis 16.30 Uhr

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