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  • Kloster Chorin, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann Kloster Chorin, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann
    Ort: Kloster Chorin

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Kloster Chorin Foto: TMB-Fotoarchiv/Matthias Schäfer

Ein lautes Muhen tönt durch den Raum, dazwischen mischt sich das Grunzen von Schweinen. Mit diesen ungewöhnlichen Geräuschen, die aus Lautsprechern kommen, werden Besucherinnen und Besucher der neuen Dauerausstellung im Kloster Chorin begrüßt. Allerdings wird Vieh im ehemaligen Brauhaus schon lange nicht mehr gehalten.

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Kloster Chorin Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Das war vor 200 Jahren allerdings noch ganz anders, als Baumeister Karl Friedrich Schinkel die Gebäude erstmalig besichtigte. Dieser Umstand veranlasste ihn im Jahr 1817 dazu, ein offizielles Schreiben an das preußische Finanzministerium zu schicken. In diesem Brief erklärte er das ehemalige Kloster Chorin zum nationalen Kulturdenkmal. Für ihn galt die Anlage schon damals als der „schönste Schmuck des Landes“.

Das war der Beginn der Denkmalpflege und der Start der Restaurierung des Bauwerks, das bis dahin zwischenzeitlich sogar als Steinbruch herhalten musste. So entstand dort damals durch den Abbruch von Ziegelsteinen mehr Schaden als durch Kriege oder Brände.

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Foto: TMB-Fotoarchiv/Matthias Schäfer

Schinkels Vorliebe für das Kloster Chorin

Schinkels Engagement für den Erhalt des früheren Klosters bildet deshalb auch einen Schwerpunkt der neuen Dauerausstellung. So sind hier beispielsweise 28 Skizzen von ihm zu sehen, die den Zustand der Anlage Anfang des 19. Jahrhunderts dokumentieren. Darüber hinaus bietet eine Medienstation im ehemaligen Brauhaus Einblicke in die Baugeschichte, aber ebenso in die mittelalterliche Klosterwirtschaft.

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Foto: TMB-Fotoarchiv/Matthias Schäfer

Um die neue Dauerausstellung zeigen zu können, wurden eigens Teile des Klosters erschlossen, die bislang nicht zugänglich waren. Beispielsweise das Cellarium, der einstige Vorratsraum der Mönche. Hier ist unter anderem ein hinterleuchtetes Modell der gesamten Klosteranlage zu sehen.

Außerdem gibt es eine große Karte mit Lichteffekten: Auf dieser können Besucherinnen und Besucher per Knopfdruck alle Dörfer, Höfe und Ländereien aufleuchten lassen, die einst dem Kloster gehörten. Erkennbar wird dabei, welchen Einfluss die Choriner Zisterzienser auf das Baugeschehen der Region damals hatten. So hatten einst Choriner Ziegler ebenso das schönste Schmuckwerk an der Eberswalder Stadtkirche geschaffen.

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Foto: TMB-Fotoarchiv/Matthias Schäfer

ARD dreht Märchenfilm in Chorin

Mit jährlich rund 100.000 Besucherinnen und Besuchern gehört das Kloster Chorin inzwischen zu den bedeutsamsten kulturellen Anziehungspunkten im Land Brandenburg. Kein Wunder, schließlich zählt das ehemalige Zisterzienserkloster zu den wichtigsten Denkmäler der norddeutschen Backsteingotik.

Auch über die Grenzen Brandenburgs hinaus ist das Gebäude immer häufiger zu sehen. Zum Beispiel in Filmen und Fernsehserien. So entstanden zuletzt im Juli 2016 Teile des Märchensfilms „Das singende, klingende Bäumchen“ nach Motiven der Brüder Grimm für eine ARD-Neuverfilmung. Einzelne Szenen sind im Kirchenschiff sowie auf der Klosterwiese entstanden.

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Restaurant Immenstube im Hotel Chorin Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Neben den kulturellen Höhepunkten wartet ganz in der Nähe, auf der anderen Seite des Amtssees, ein kulinarisches. Das Besondere im dortigen Hotel Chorin ist das Honig-Restaurant. Die „Immenstube“ ist Deutschlands erstes Honig-Spezialitäten-Restaurant. Hier werden alle Gerichte mit Honig zubereitet. Zum Beispiel „Wildpfeffer nach Imkerart“, „Honigmarinierter Schinkenbraten“ oder „Leber-Blutwurst mit Tannenhonig“.

Wer den Ausflug nach dem Mittagessen noch etwas ausdehnen möchte, besucht das in der Nähe liegende Brodowin – das Dorf der sieben Seen. Der flächenmäßig größte ist hier der Parsteiner See, an den es an warmen Tagen viele Gäste zum Baden oder einfach in der Sonne liegen lockt. Einige der dortigen Badestellen sind allerdings nur zu Fuß und mit dem Rad, aber nicht mit dem Auto erreichbar.

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Kühe auf der Weide Foto: TMB-Fotoarchiv/Matthias Schäfer

Wissenswertes zum Kloster Chorin und Umgebung


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