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  • Kloster Neuzelle,
        
    

        Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann Kloster Neuzelle, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann
    Kloster Neuzelle – dem Himmel nahe

    Warum das Kloster Neuzelle auch „der Vatikan Brandenburgs“ genannt wird, erschließt sich einem sofort beim Besuch vor Ort, beim Entdecken der 750-jährigen Geschichte.

    Warum das Kloster Neuzelle auch „der Vatikan Brandenburgs“ genannt wird, erschließt sich einem sofort beim Besuch vor Ort, beim Entdecken der 750-jährigen Geschichte.
    Ort: Neuzelle

Kloster Neuzelle – dem Himmel nahe Barrierefrei ins Seenland Oder-Spree

26. August 2017 von Verena Baumert

Vom Kloster Neuzelle habe ich schon viel gehört. Aus irgendwelchen Gründen hatte ich es immer wieder verschoben, hinzufahren. Die Neugierde aber wuchs, als die Medien berichteten, dass sich hier Zisterziensermönche aus dem Kloster Heiligenkreuz in Österreich wieder ansiedeln. 200 Jahre nach der Auflösung des Klosters im Jahre 1817 kehrt wieder klösterliches Leben nach Neuzelle zurück. Ich fand das so spannend, dass ich gleich einen Ausflug plante.

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Blick auf das Kloster Neuzelle Blick auf das Kloster Neuzelle, Foto: TMB-Fotoarchiv/Sebastian Höhn

Aus der Ferne grüßt der Kirchturm

Ich entschied mich, mit dem Auto zu fahren, packte meine Gehhilfen ein und fuhr los. Über die A12 gelangte ich zügig Richtung Osten, nutzte die Abfahrt Müllrose und folgte den braunen Schildern mit der Aufschrift „Kloster Neuzelle“. Ich genoss es, durch das Brandenburger Land zu fahren – auf Straßen mit schattenspendenden Alleen, vorbei an dichten Laub und Nadelwäldern, grünen Feldern und durch kleine Dörfer. Schon von Weitem sah ich den über 70 Meter hohen Kirchturm der Stiftskirche.

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Kloster Neuzelle Kloster Neuzelle, Foto: TV Seenland Oder-Spree/Florian Läufer

Auf den Spuren der Mönche

Vom Parkplatz waren es nur rund 100 Meter bis zum Klosterportal. Welch prachtvolles barockes Bauwerk tat sich da vor mir auf! War ich in Brandenburg oder in Bayern? Dieser völlig untypische sakrale Bau in Brandenburg übertraf meine Erwartungen. Majestätisch lag er mir zu Füßen. Der weite, offene Klosterhof lud zum Verweilen ein. Im Kloster befindet sich die Besucherinformation Neuzelle, die über einen Behindertenzugang erreichbar ist. Ich klingelte und freundlich wurde mir geöffnet. Leider gibt es hier zwei Stufen, die für Rollstuhlnutzer schwer zu überwinden sind. Gut ausgestattet mit Informationen, begab ich mich auf Entdeckungstour durch das Kloster Neuzelle. Und dann sah ich sie: Die Mönche gingen gerade über den Klosterhof zur katholischen Kirche St. Marien. Dort wollte ich ja auch hin.

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Stiftskirche Kloster Neuzelle Stiftskirche Kloster Neuzelle, Foto: TV Seenland Oder-Spree/Florian Läufer

Barocke Pracht und Chorgebete der Mönche

Meine Augen mussten sich erst einmal an die Fülle und reiche Ausstattung des Kirchenraumes gewöhnen. Völlig überwältigt von der barocken Pracht setzte ich mich in eine Kirchenbank, ließ meine Augen umherschweifen und genoss die Stille. Plötzlich erklang im Hintergrund ganz leise das Chorgebet der Mönche und ich erlebte einen unvergesslichen Augenblick. Auf meiner Tour durch das Kloster wurde ich immer wieder aufs Neue überrascht: Der gotische Kreuzgang und die angrenzende Klausur, die sich im Gegensatz zur Kirche schlicht und einfach zeigen, faszinierten mich. Früher war es nur den Mönchen vorbehalten, den Kreuzgang und die Klausur zu betreten. Heute befindet sich hier ein Museum. Ich lieh mir einen Audioguide aus und erfuhr vieles über das Leben der Zisterziensermönche und die Architektur. Der Kreuzgang ist sehr gut über einen barrierefreien Zugang zu erreichen. Kleinere Absätze im Klausurbereich sind mit einem Rollstuhl leicht zu überwinden. Der Keller blieb mir leider verwehrt, da er nur über eine steile Treppe zu erreichen ist.

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Museum Himmlisches Theater Klosterareal Neuzelle Museum Himmlisches Theater Klosterareal Neuzelle, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Museum "Himmlisches Theater"

Beeindruckt von den verschiedenen Baustilen und der wechselvollen Geschichte des Klosters, steuerte ich mein nächstes Ziel an – das Museum „Himmlisches Theater“. Hier werden die barocken Bilder der Neuzeller Passionsdarstellungen gezeigt. Eigens für sie wurde ein neues Museum unterhalb des Weinberges gebaut. Ich war neugierig, wusste aber nicht, was mich erwartete. Der Neuzeller Klosterhof ist großzügig gestaltet, und ich ging mit meinen Gehhilfen über das historische Pflaster, was nicht so einfach war. Ich hätte wohl besser den speziell für Rollis gepflasterten Weg nutzen sollen. Das Museum ist auf Gäste im Rollstuhl eingestellt. Dann stand ich vor einem Schatz: ein monumentales Kulissentheater mit bemalten Holz und Leinentafeln, die in zwei Bühnenbildern Szenen aus der Passionsgeschichte darstellen. Sie stammen von 1751, sind also 267 Jahre alt und einfach beeindruckend.

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Theaterkulisse im Himmlischen Theater im Kloster Neuzelle Theaterkulisse im Himmlischen Theater im Kloster Neuzelle, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Noch eine Entdeckung: Die Pfarrkirche zum Heiligen Kreuz

Ich hatte aber längst noch nicht alles im Kloster gesehen. Da war noch die kleine evangelische Kirche zum Hl. Kreuz, die in den letzten Jahren restauriert wurde. In ihrer farblichen Gestaltung hebt sie sich von den anderen Klostergebäuden ab und macht sie vielleicht deshalb so interessant. Die beiden Türme ragen in den Himmel, die große Kuppel beherrscht das Kirchengebäude und erinnerte mich irgendwie an Rom. Im Inneren wurde ich ebenfalls von einer barocken Ausgestaltung überrascht.

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Pfarrkirche zum Heiligen Kreuz Neuzelle Pfarrkirche zum Heiligen Kreuz Neuzelle, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Im Klostergarten klingt der Tag aus...

Mit einem Spaziergang durch den wunderschönen barocken Klostergarten ließ ich diesen erlebnisreichen Tag ausklingen. Besucher mit Mobilitätseinschränkung erreichen den Klostergarten nur über den Südeingang. Der Weg dorthin über das historische Pflaster ist etwas beschwerlich für mich. Doch der Garten entschädigt für die Mühe.

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Orangerie im Klostergarten Neuzelle Orangerie im Klostergarten Neuzelle , Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

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