Zwischen der Innenstadt und der Schwarzen Elster befindet sich der Kurpark mit dem Kneipp-Brunnen. Der Park war einst Geschenk des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm III. an die Stadtbewohner. Hier kann man im "Park der Sinne" mit seinen naturbelassenen Teichen die Zeit vergessen oder einem Kurkonzert in der Konzertmuschel lauschen. Die mächtigen Eichen sind bis zu 600 Jahre alt.
Höhenluft schnuppern
Nur wenige Meter weiter steht das Wahrzeichen der Stadt: der Lubwartturm. Wer etwas Höhenluft schnuppern möchte, muss insgesamt 122 Stufen erklimmen und genießt von oben eine grandiose Aussicht über die Stadt. Auch die 1490 im gotischen Stil errichtete St.-Nikolai-Kirche streift den Blick. Im Jahr 1544 predigte hier übrigens auch der Reformator Martin Luther.
Wo die Puppen tanzen
Am Fuße des Lubwartturms befindet sich das Kreismuseum mit einer bemerkenswerten Spezialsammlung zur Geschichte des regionalen Wandermarionettentheaters, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht. Damals zogen alljährlich zwischen Frühjahr und Herbst Puppenspieler mit ihren Wohn- und Packwagen von Dorf zu Dorf. Sie brachten Kultur in die kleinen Orte und führten unter anderem verschiedene Sagenstoffe auf. Mit ihrem Spiel begeisterten sie nicht nur auf Jahrmärkten, sondern auch auf den Bühnen der Gasthöfe. An diese alte Tradition erinnert auch das Internationale Puppentheater-Festival, das jedes Jahr Mitte September an verschiedenen Orten im Elbe-Elster-Land stattfindet.
Rund um den Rossmarkt
Am Roßmarkt liegt das Zentrum der Stadt mit der kursächsischen Postmeilensäule, dem Rathaus, Marktplatz und dem Barbara-Brunnen, der das Hirtenmädchen Barbara zeigt. Das in Bronze gegossene Mädchen schaut mit einem etwas verträumten Blick auf das Wasser, das aus den beiden Fischen in das Brunnenbecken rinnt. Der Sage nach soll Barbara einst viele pestkranke Menschen mit ihrem Wasser geheilt haben.