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Stadtkirche St. Nikolai Bad Liebenwerda

Kirchen
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    • Kirche Bad Liebenwerda, Foto: Tourismusverband Elbe-Elster-Land
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    • https://api.tmb.pixelpoint.biz/api/asset/78974/thumbnail?w=595&h=401


    Die spätgotische Backsteinkirche ist im Reformationszeitalter entstanden. Kurfürst Friedrich der Weise ließ sie ab 1515 an der Stelle eines eingestürzten Vorgängerbaus errichten. Das ungewöhnlich breite Kirchenschiff war ehemals durch Pfeiler unterteilt. Allerdings sind Pfeiler und Gewölbe im Dreißigjährigen Krieg durch Brände zerstört worden. Die neugotische Inneneinrichtung wurde zwischen 1850 und 1911 geschaffen. Die ornamentale Flachdecke schuf der Berliner Maler August Oetken (1868–1951). Der alte Kirchturm wurde 1894 durch Blitzschlag zerstört. 1898 entstand der noch heute vorhandene neugotische Turm. Die Stadtkirche Bad Liebenwerda ist seit dem 16. Jahrhundert Sitz einer Superintendentur, eines Verwaltungsbezirks der evangelischen Kirche. Der Superintendent Georg Lysthenius (1532–1596) wurde 1573 zum Hofprediger des Kurfürsten August von Sachsen (1526–1586) berufen.


    Ein Bronzerelief an der Nordseite der Nikolaikirche mit der Büste Martin Luthers erinnert an die Besuche Luthers in Bad Liebenwerda. Der Reformator traf sich am 8. Oktober 1519 im Liebenwerdaer Schloss mit dem päpstlichen Gesandten Karl von Miltitz zu einem Gespräch. Miltitz, der später auf der Rückreise nach Rom im Main ertrank, hatte gehofft, Luther zur Umkehr zu bewegen, doch der Augustinermönch beharrte auf seinen Glaubensüberzeugungen. 1544 führte Martin Luther in der Nikolaikirche Pfarrer Martin Gilbert als ersten Superintendenten des Kirchenbezirks Liebenwerda in sein Amt ein. Das Lutherdenkmal wurde zum 400. Reformationsjubiläum vom Evangelischen Bund, Zweigverein Liebenwerda, gestiftet.



    Führungen sind nach Anmeldung möglich. Für Interessenten: Der Kirchenschlüssel kann im Naturparkhaus gleich nebenan abgeholt werden.



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    Die spätgotische Backsteinkirche ist im Reformationszeitalter entstanden. Kurfürst Friedrich der Weise ließ sie ab 1515 an der Stelle eines eingestürzten Vorgängerbaus errichten. Das ungewöhnlich breite Kirchenschiff war ehemals durch Pfeiler unterteilt. Allerdings sind Pfeiler und Gewölbe im Dreißigjährigen Krieg durch Brände zerstört worden. Die neugotische Inneneinrichtung wurde zwischen 1850 und 1911 geschaffen. Die ornamentale Flachdecke schuf der Berliner Maler August Oetken (1868–1951). Der alte Kirchturm wurde 1894 durch Blitzschlag zerstört. 1898 entstand der noch heute vorhandene neugotische Turm. Die Stadtkirche Bad Liebenwerda ist seit dem 16. Jahrhundert Sitz einer Superintendentur, eines Verwaltungsbezirks der evangelischen Kirche. Der Superintendent Georg Lysthenius (1532–1596) wurde 1573 zum Hofprediger des Kurfürsten August von Sachsen (1526–1586) berufen.


    Ein Bronzerelief an der Nordseite der Nikolaikirche mit der Büste Martin Luthers erinnert an die Besuche Luthers in Bad Liebenwerda. Der Reformator traf sich am 8. Oktober 1519 im Liebenwerdaer Schloss mit dem päpstlichen Gesandten Karl von Miltitz zu einem Gespräch. Miltitz, der später auf der Rückreise nach Rom im Main ertrank, hatte gehofft, Luther zur Umkehr zu bewegen, doch der Augustinermönch beharrte auf seinen Glaubensüberzeugungen. 1544 führte Martin Luther in der Nikolaikirche Pfarrer Martin Gilbert als ersten Superintendenten des Kirchenbezirks Liebenwerda in sein Amt ein. Das Lutherdenkmal wurde zum 400. Reformationsjubiläum vom Evangelischen Bund, Zweigverein Liebenwerda, gestiftet.



    Führungen sind nach Anmeldung möglich. Für Interessenten: Der Kirchenschlüssel kann im Naturparkhaus gleich nebenan abgeholt werden.



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