• Terrasse des Landgasthofes Zum Grünen Baum, Foto: tmu GmbH
    Ort: Temmen-Ringenwalde

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Grüne Nüsse in Ringenwalde
Der Landgasthof "Zum Grünen Baum"

26. März 2013 von Birgit Kunkel

Eigentlich sollte es ja ein Ausflug in den schönen Brandenburger Frühling werden, aber irgendwie will der in diesem Jahr nicht so recht Einzug halten. Also gehörten feste Winterstiefel, dicke Daunenjacken, Mützen und Schals zu unserer Ausrüstung für die Sonntags-Tour in die Uckermark.

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Vom kleinen Dorf Poratz aus - übrigens auch als Kolonistendorf unter dem Alten Fritz ausgebaut - stapften wir bei schönstem Sonnenschein querfeldein durch den tiefen Schnee. Kein Mensch weit und breit, aber dafür viele Spuren die uns zeigten, dass hier sonst "tierisch viel" los ist: Kraniche, Hasen, Rehe und Marderhunde oder Waschbären müssen vor uns die gleiche Route gewählt haben. Nach einer Stunde Schnee-Spaziergang knurrten die Mägen und wir steuerten das nur vier Kilometer entfernte Ringenwalde an.

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Im Landgasthof "Zum Grünen Baum" in Ringenwalde. Foto: tmu GmbH

Zwei Straßen, zwei Gasthöfe

Der kleine Ort besteht zwar nur aus zwei Straßen, hat aber dennoch gleich zwei sehr gute Landgasthäuser zu bieten (das findet man im ländlichen Brandenburg auch nicht überall): Räthels Landgasthof "Zum Grünen Baum" und der ebenfalls viel gelobte Gasthof "Zur Eisenbahn". Mit viel Vergnügen testeten wir die Küche von Katharina und Markus Räthel, die aus frischen, regionalen Produkten besteht.

Die kleine Speisekarte variiert ständig. Wir wählten Ziegenfrischkäse mit köstlichen Grünen Nüssen (das sind Walnüsse, die geerntet werden bevor die Nuss ihre harte Schale ausbildet - für mich eine wirkliche neue Entdeckung!), Feldsalat mit krossem Speck und Backpflaumen sowie einem gerösteten Brot als Vorspeisen. Zum Hauptgang kamen mit grober Leberwurst gefüllte Klöße, dazu ein deftiges Sauerkraut auf den Tisch.

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Die Speisekarte im "Grünen Baum" ist klein aber fein. Foto: tmu GmbH

Geschirr aus der Uckermark

Zum Ambiente: wer weiße Tischdecken und silberne Kerzenleuchter erwartet, ist hier falsch. Das Mobiliar besteht aus einer Sammlung antiker Schätzchen, das Geschirr kommt aus Töpfereien der Uckermark und die Kerzen stehen auf Baumscheiben.

Für die kleinen Gäste gibt es im Gastraum nicht nur Hochstühle, sondern auch einen Tisch mit allerlei Spielzeug und Büchern, sodass sich die Kinder die Wartezeit ohne Langeweile vertreiben können (es wird frisch gekocht und daher dauert es wenn es voll ist ein wenig). Zwar gibt es keine ausgewiesene Kinderkarte, aber die Gerichte werden gerne und unkompliziert als kleinere Kindervariante serviert (das Bauern-Omelette hatte dennoch eine beeindruckende Größe).

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Ständig variierende Gerichte werden raffiniert zubereitet und bringen Abwechslung in die Speisekarte. Foto: tmu GmbH

Familienbetrieb in Ringenwalde

Der "Grüne Baum" ist ein Familienbetrieb durch und durch. Die Eltern bereiten die Speisen zu und man trifft auch einige der insgesamt sieben Kinder der Familie im Gasthof an. Wir wurden sehr charmant von einer Tochter des Hauses bedient. Ein kleines Mitbringsel haben wir von unserem Ausflug auch mitgenommen: eine Flasche "Alte Pomeranze", ein pommerscher Bitterlikör, den Räthels bei der Hahnschen Gutsmanufaktur in Basedow einkaufen und der nach Sauerkraut & Co wahre Wunder wirkt.

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Der Familienbetrieb bietet nicht nur zu essen, sondern auch Übernachtungsmöglichkeiten. Foto: tmu GmbH

Wandern auf dem Märkischen Landweg

Wer länger in Ringenwalde bleiben möchte, um von hier aus das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin oder andere Ziele in der Uckermark zu erkunden, kann auch bei der Familie Räthel übernachten. Die Zimmer- oder Appartementpreise liegen zwischen 75 und 100 Euro. Poratz und Ringenwalde liegen auf dem "Märkischen Landweg" einem Wanderweg, der auf insgesamt rund 200 Kilometern durch die Uckermark führt, aber auch in einzelnen Etappen erwandert werden kann. Wer es individuell mag, findet in Poratz und in Ringenwalde schöne Ferienwohnungen, zum Beispiel auf dem Hof Poratz 16 in einem alten Ziegenstall oder im Feriendomizil "Alter Garten".

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Informationen

Räthels Landgasthof "Zum Grünen Baum":

  • Ostertipp: Am Karfreitag stehen verschiedene Fischspezialitäten und alles rund ums Ei auf der Speisenkarte. Ostersonntag wird ein österliches Mittagsbuffet angeboten (18 Euro p.P., Kinder bis vier Jahre frei und bis 12 Jahre 9 Euro) und am Ostermontag lädt Familie Räthel zum Festtagsfrühstück ab 9:00 Uhr. An allen Feiertagen sollte man vorher reservieren.
  • Öffnungszeiten : montags, mittwochs und donnerstags von 12:30-14:30 Uhr sowie ab 17 Uhr, freitags, samstags und sonntags ab 12 Uhr durchgängig.
  • Telefon: 039881-44016
  • Internet: www.landgasthofzumgruenenbaum.de
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Der Gasthof "Zum grünen Baum" und weitere Tipps


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