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  • Belvedere auf dem Pfingstberg, Foto: TMB-Fotoarchiv/SPSG/Steffen Lehmann Belvedere auf dem Pfingstberg, Foto: TMB-Fotoarchiv/SPSG/Steffen Lehmann
    Ort: Potsdam

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TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH

Im Belvedere gibt es jetzt was auf die Ohren Audioguides mit Erinnerungen von Zeitzeugen zu Geschichten des historischen Ensembles nun im Angebot

29. April 2015 von Steffen Lehmann

Das Belvedere auf dem Pfingstberg bietet nicht nur die schönste Aussicht über Potsdam. Das Ensemble hoch über der Stadt ist auch ein Hort von einzigartigen Geschichten. Zeitzeugen haben ihre Erinnerungen nun für eine Hörführung durch das Belvedere auf Band gesprochen. Eine spannende Reise in die Geschichte!

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Treppenaufgang im Schloss Belvedere Foto: TMB-Fotoarchiv/SPSG/Steffen Lehmann

Udo Weberchen erinnert sich noch genau an die Besuche bei seinem Großvater. Heinrich Schneider war der letzte Kastellan des Belvedere auf dem Pfingstberg. Zusammen mit seiner Frau Bertha lebte er lange im Schloss. Auch wenn König Friedrich Wilhelm IV. diesen Teil des Belvedere einst nicht als bewohnbar plante, mussten sich die Schneiders mit den Bedingungen vor Ort abfinden. "Für uns Kinder war das natürlich wunderschön auf dem Pfingstberg. Das war ein wunderbarer Abenteuerspielplatz", erinnert sich Udo Weberchen.

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Blick vom Schloss Belvedere über Potsdam Foto: TMB-Fotoarchiv/SPSG/Steffen Lehmann

Der beste Abenteuerspielplatz der Stadt

Fließend Wasser gab es lange nicht, die Eimer mussten hochgetragen werden. Kaninchen wurden im Westturm gehalten und im Ostturm, da wo heute die Wendeltreppe in die Vereinsräume führt, schlief das Kastellans-Ehepaar. Udo Weberchen erinnert sich an viele unbeschwerte Kindertage auf dem Pfingstberg: "Wir haben im Sommer im Becken gebadet, im Winter sind wir immer Schlittschuh darauf gelaufen."

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Ein Turm des Schlosses Belvedere Foto: TMB-Fotoarchiv/SPSG/Steffen Lehmann

Eine Fliese als Untersetzer

Für Familie Stockmann aus Potsdam gehörte das Schloss ebenfalls zum Alltag, wenn auch unbewusst. Jahrelang war eine Fliese aus dem Maurischen Kabinett in ihrem Besitz, erst als Untersetzer der Kaffeekanne, später als ausrangiertes Stück im Gartenhaus. Fast alle Fliesen des Maurischen Kabinetts waren in der Nachkriegszeit entwendet worden. Nach der neuen Ausstattungdes Raumes kam den Stockmanns das Muster der neuen Fliesen bei einem Besuch bekannt vor. In ihrem Gartenhaus angekommen begutachteten sie den eigenen ausrangierten Untersetzer dann: "Und siehe da, es war so eine Kachel", sagt Liselotte Stockmann.

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Das Belvedere im Schattendasein

Die zehn Hörstationen ergänzen die Dauerausstellung "Potsdamer Visionen mit Ausblick - Der Pfingstberg und seine wechselvolle Geschichte" gedacht, die im vergangenen August eröffnet wurde. Das Belevdere fristete in der DDR ein Schattendasein und verschwand in der Nähe zur Grenze fast völlig aus dem öffentlichen Bewusstsein. Erst das Engagement von Potsdamer Bürgern beendete den Dornröschenschlaf und war der Beginn für ein eindrucksvolle Rettungsmission.

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Informationen

Die Audioguides können während der regulären Öffnungszeiten von April bis Oktober täglich von 10 bis 18 Uhr sowie im März und im November samstags und sonntags von 10 bis 16 Uhr gegen eine Gebühr von 1 Euro an der Kasse ausgeliehen werden. Die Erwachsenen- und die Kinderführung sind in Deutsch und Englisch abrufbar.

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