• Ein ruhiges Plätzchen an der Löcknitz, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann
    Ort: Lenzen (Elbe)

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Mallorca für die Prignitz eingetauscht
Nostalgische Ferien auf dem Kulturhof Breetz

06. März 2015 von Steffen Lehmann

Breetz in der Prignitz. Weiter Blick. Die Elbe ist nicht weit weg. Vom Ortseingang bis zum Ortseingang dauert es gefühlt eine halbe Minute. Doch wer länger bleibt, wird überrascht sein. Hier, wo das Weite wirklich zum Greifen nah ist, haben Brigitte und Horst Oppenhäuser einem Dorf neues Leben eingehaucht.

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Die Weite der Natur hinter der Löcknitz Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Bei Brigitte und Horst Oppenhäuser ist es der sprichwörtliche Zufall, der die beiden von der Sonneninsel Mallorca in die Prignitz geführt hat. Eigentlich waren sie auf der Suche nach einem Schloss. Doch während eines Fluges liest Brigitte Oppenhäuser in einer Anzeige, dass eine Jugendstilvilla in Lenzen versteigert werden soll. Dabei hatten beide von der Prignitz noch nie gehört. Bei der Versteigerung sind die beiden die einzigen Bieter. Als die Oppenhäusers das erste Mal ihre Villa in Augenschein nehmen, wissen sie warum. "Aufgeben kam aber nicht infrage", sagen sie unisono. Sie verkaufen ihr Haus auf Mallorca und ziehen in die Prignitz.

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Zwölf Häuser: Das ist Breetz. Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Wenige Meter die Straße runter liegt der Kulturhof. Das erste 5-Sterne-Ferienhaus in der Prignitz. Wer von Lenzen durch die Felder fährt, sieht die hellen Farben schon von Weitem leuchten. Wer Nostalgieferien bei den Oppenhäusers macht, muss auf Komfort nicht verzichten. Sauna und Whirlpool sind dabei, sogar Massage gibt es in Breetz. Überall haben die Oppenhäusers versucht, die historische Bausubstanz weitestgehend zu erhalten. Die Appartments im Kulturhof sind einzelnen Malern wie Nolde, Picasso und Monet gewidmet. Und neben jedem Bett liegt ein Bildband mit Werken des Künstlers, der den Zimmern seinen Namen gegeben hat.

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Blick auf den KulturHof. Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Die Oppenhäuser sind Quereinsteiger im Tourismus, umso herzlicher ist ihre Gastfreundschaft. Gäste werden vom Bahnhof Wittenberg auf Wunsch mit einem alten Feuerwehrauto abgeholt. Wer eine künstlerische Ader hat, mit dem macht Horst Oppenhäuser einen Aquarellkurs. Die Milch zum Frühstück kommt vom Bauern aus dem Nachbardorf. Breetz kann sogar wieder steigende Einwohnerzahlen vermelden. Eine Familie aus Nordrhein-Westfalen, die einmal Urlaub in der Prignitz gemacht hat, ist ins Dorf gezogen und baut ein altes Haus aus. Ein Café für Altes und Schönes hat sie bereits eröffnet.

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Eine Schafsherde in der Weite der Prignitz Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Angekommen in der Prignitz

Hinter dem Haus fließt die Löcknitz. Mit dem Kanu kann man bis nach Lenzen paddeln und im Sommer natürlich baden. Horst Oppenhäuser hat ein kleines Badefloß gebaut, von dem man in den Fluss springen kann. Oder nur einfach auf dem Steg sitzen und auf Wasser blicken. Der Elberadweg, einer der beliebtesten Radwege in Brandenburg, ist nur wenige Kilometer entfernt.

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Die Löcknitz: Hier kann man baden, paddeln oder einfach nur sitzen. Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Alte Häuser faszinierten die beiden schon immer. "Die Häuser haben uns immer gefunden", sagt Brigitte Oppenhäuser. Das Spannende sei die Arbeit, einem Haus neues Leben einzuhauchen. Und, wenn ein Haus einmal fertig ist, dann ist den Oppenhäusers nie schwer gefallen, loszulassen. Nur von Breetz wollen sie nicht mehr loslassen. Und an Mallorca erinnert sie jeden Tag der gelbe spanische Briefkasten vor ihrer Tür.

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Hier kann man sich gut erholen


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