• St. Marienkirche Frankfurt/Oder, Foto: TMB-Fotoarchiv/Matthias Schäfer St. Marienkirche Frankfurt/Oder, Foto: TMB-Fotoarchiv/Matthias Schäfer

    Mit DB Regio Nordost nach Frankfurt/Oder

    Entdecken Sie die Schätze der Reformation in der Oderstadt und informieren Sie sich über die günstige und bequeme Anreise mit der Bahn.

    Entdecken Sie die Schätze der Reformation in der Oderstadt und informieren Sie sich über die günstige und bequeme Anreise mit der Bahn.
    Ort: Frankfurt (Oder)

Kirchenschätze, Kleist und viel Grün an der Oder Mit DB Regio Nordost nach Frankfurt (Oder)

Anreiseempfehlung:

Ab Berlin Hbf halbstündlich mit dem RE 1 bis Frankfurt (Oder), Fahrzeit: etwa 1¼ Stunden. Vom Bahnhof in die Innenstadt: mit den Straßenbahnlinien 1 bis Station Brunnenplatz, 3 bis Station Oderturm und 4 bis Station Gertraudenkirche; zu Fuß sind es etwa 15 bis 20 Minuten, der Weg ist ausgeschildert.

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DB-Reformationsausflüge Karte Frankfurt (Oder) DB-Reformationsausflüge Karte Frankfurt (Oder), Foto: terra press GmbH

Begeben Sie sich auf die Spuren der Reformation in Frankfurt an der Oder...

Nur vier Jahre nach der Gründung der Universität von Wittenberg öffnete die Brandenburgische Universität Frankfurt ihre Pforten. Schon im ersten Jahr kamen fast eintausend Studenten an die Oder, unter ihnen der junge Ulrich von Hutten, der unter den deutschen Humanisten eine besondere Rolle spielte. An die Scharen von Pilgern, die auf dem Jakobsweg durch die Stadt zogen, erinnert die Figur des Heiligen Jacobus an der Marienkirche.

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Als Luther in Wittenberg seine reformatorischen Ideen zu Papier brachte, entwickelte sich Frankfurt (Oder) zu einem „Anti-Wittenberg“. 1517 verfasste Tetzel hier gemeinsam mit Gelehrten der Universität seine 106 Gegenthesen zu Luther. Doch als 1539 der brandenburgische Kurfürst offiziell zum Protestantismus übertrat, hatte er sofort die Frankfurter Bürgerschaft auf seiner Seite. Und so konnte sich im weltoffenen Klima der Handels-, Hanse- und Universitätsstadt die Reformation nach und nach durchsetzen. Die Stadt entwickelte sich sogar zum geistigen und kulturellen Mittelpunkt der Reformation in der Mark Brandenburg.

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Reformationsjubiläum an drei Standorten

Im Jubiläumsjahr 2017 wird dies mit der Ausstellung „Bürger. Pfarrer. Professoren“ gewürdigt. Anhand restaurierter Kirchenschätze werden die Folgen der Reformation für den Alltag, den Glauben und die Lebensführung Frankfurter Bürger beleuchtet. In der imposanten St. Marienkirche, einer der größten Hallenkirchen der norddeutschen Backsteingotik in Deutschland, werden Grabinschriften hochrangiger Bürger gezeigt. Es sind Gesichter von Leuten, die Frankfurt damals prägten, sich engagierten und die Reformation vorantrieben.

Auch die reich geschnitzte Bekrönung des mittelalterlichen Hochaltars, die viele Jahre im Depot lagerte, wird präsentiert. Die drei mittelalterlichen Bleiglasfenster in St. Marien mit 111 Feldern sind eine Augenweide, darunter ein seltener Antichrist-Zyklus.

Im Museum der Viadrina wird die Schedelsche Weltchronik von 1493, die eine detailreiche Druckgrafik der Stadt Frankfurt enthalten soll, ausgestellt. Ebenso eine Wittenberger Lutherbibel von 1534, die der damalige Frankfurter Bürgermeister Thomas Ribe mit persönlichen Anmerkungen zum Reformationsgeschehen von 1539 der St. Marienkirche schenkte.

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Informationen zur Reformationsausstellung und den Veranstaltungsorten

  1. Ausstellung in der St. Marienkirche

    Die Ausstellung „Bürger, Pfarrer, Professoren. St. Marien in Frankfurt (Oder) und die Reformation in Brandenburg“ eröffnet am 5. Mai 2017 den Reigen der Veranstaltungen zum Reformationsjubiläum im Land Brandenburg. Sie zeigt bis Oktober die Bedeutung Frankfurts als weithin bekanntes geistiges und kulturelles Zentrum. Die Ausstellung ist bis zum 31. Oktober 2017 an drei Standorten zu sehen: in der St. Marienkirche, der St. Gertraud-Kirche und dem Museum Viadrina. 

  2. St. Marien, die Pracht des Mittelalters

    Die St. Marienkirche, ist die ehemalige Hauptpfarrkirche der Stadt und eine der größten Sakralbauten der norddeutschen Backsteingotik. Drei zwölf Meter hohe Chorfenster mit farbenprächtiger mittelalterlicher Glasmalerei schmücken den Chorraum. 2005/2006 entstanden sieben weitere farbige Chorumgangsfenster. Die modernen Fenster binden die drei mittelalterlichen Bilderzyklen in den wieder eingewölbten Chorraum ein. Öffnungszeiten: Mo bis So 10 bis 18 Uhr. Eintritt frei!

  3. Kulturschätze in St. Gertraud

    Die St. Gertraudkirche wurde 1878 als neugotische dreischiffige Basilika erbaut. Führungen zu den Kunstschätzen in der St.-Gertraud-Kirche und zu den mittelalterlichen Fenstern der St. Marienkirche werden von einer ausgewiesenen Kirchenführerin durchgeführt und können über die Evangelische Kirchengemeinde Frankfurt (Oder) – Lebus,  Gertraudenplatz 6, 15230 Frankfurt (Oder) Tel./Fax 0335/ 387 280 10/11 gebucht werden. Öffnungszeiten: Mo bis Sa 10 bis 18 Uhr / So 11.30 bis 18 Uhr. Eintritt frei!

  4. Noch mehr Reformationsgeschichtliches im Museum Viadrina

    Das Museum Viadrina zeigt die städtische und regionale Geschichte im Junkerhaus. Gemälde, Urkunden und Goldschmiedearbeiten zeigen die reformatorischen Vorgänge in der Stadt. Sie stellen handelnde Personen vor und zeigen die Wandlungen der Frömmigkeit. Öffnungszeiten: Mo bis So 10 bis 18 Uhr, Eintritt: 4 Euro, ermäßigt 2 Euro.

Wenn Sie noch mehr Zeit haben…

Flanieren Sie gemütlich zwischen den drei Ausstellungsorten und nehmen Sie dies zum Anlass, die grüne Oderstadt mit ihrer deutschen und ihrer polnischen Seite (neu) zu entdecken. Lernen Sie die „Europäische Doppelstadt“ zum Beispiel von ihrer reizvollen Seite am Fluss kennen. In den letzten Jahren hat sich die Oderpromenade zu einer richtigen Flaniermeile entwickelt. Von der südlichen Innenstadt unweit der Universität Viadrina lohnt sich ein Abstecher auf die idyllische Oderinsel Ziegenwerder. Im Inselbiergarten können Sie Ihren Ausflug in die Frankfurter Reformationsgeschichte Revue passieren lassen oder einfach mit dem Blick auf die Oder entspannen. Oder entdecken Sie die bedeutendste Grünanlage der Stadt, den Lennépark, einen der ersten Bürgerparks Deutschlands.

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Oder Strand Frankfurt Oder Oder Strand Frankfurt Oder, Foto: TMB/Matthias Schäfer

Auf den Spuren des Mittelalters im Stadtzentrum

Vom mittelalterlichen Stadtzentrum hat der 2. Weltkrieg wenig verschont. Neben der prachtvollen Marienkirche als dem Wahrzeichen der Stadt sind auch das Rathaus aus dem 13. Jahrhundert als eines der größten mittelalterlichen Rathäuser Deutschlands und die ehemalige Franziskaner Klosterkirche (1270-1526) sehenswert, die zum international anerkannten Konzerthaus wurde und heute das „Brandenburgische Staatsorchesters“ beherbergt.

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Rathaus Frankfurt Oder Rathaus Frankfurt Oder, Foto: TMB/Matthias Schäfer

Der berühmte Dichtersohn der Oderstadt

Frankfurt ist auch die Geburtsstadt des Dichters Heinrich von Kleist. Das Kleist-Museum unweit des Museums Viadrina widmet sich seinem Leben und Werk, verfügt über die weltweit umfangreichste Dokumentation zu Kleist und seinem literaturgeschichtlichen Umfeld. Erst vor wenigen Jahren wurde ein Erweiterungsbau eröffnet mit einer Ausstellung zum Werk des Dichters.

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Kleistmuseum Kleistmuseum, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Auf der Kleistroute durch die deutsch-polnische Doppelstadt

Wenn Sie mit dem Rad unterwegs sind, bietet sich eine Tour auf dem Oder-Neiße-Radweg an, z. B. in südliche Richtung nach Eisenhüttenstadt oder Neuzelle. Oder wandeln Sie auf den Spuren Kleists auf der deutsch-polnischen Kleist-Route, die auf den biographischen Spuren des Dichters durch die Doppelstadt führt.

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Kleistroute Frankfurt (Oder) - Slubice Kleistroute Frankfurt (Oder) - Slubice, Foto: TMB/Matthias Fricke

Noch mehr schöne Ausflüge mit DB Regio Nordost?

Neu: Die Ausflug-App von DB Regio Nordost. Damit finden Sie immer den perfekten Ausflug: von Stadtrundgang bis Fahrradtour, für Familien, Genießer und Entdecker. In der App haben Sie alle wichtigen Informationen wie Öffnungszeiten und Offline-Karten in der Tasche und können sich vor Ort bestens orientieren. Mit der Umkreissuche finden Sie schnell Sehenswertes oder Restaurants in Ihrer Nähe, und mit dem Eventkalender haben Sie alle Highlights im Blick.

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  • DB Ausflug App DB Ausflug App, Foto: Deutsche Bahn AG
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