Lausitz Festival: Jonathas de Andrade: Der grelle Schein der Ränder

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p.P. = pro Person, p.P./N = pro Person / Nacht, p.E./N = pro Einheit/ Nacht, EZ = Einzelzimmer, DZ = Doppelzimmer, FeWo = Ferienwohnung oder -haus, App. = Appartement, Suite = Suite, FR = Frühstück, HP = Halbpension, VP = VollPension

**Laufzeit:** 01.09.–15.11.2026, **Öffnungszeiten: **Di–So, 11:00–19:00 Uhr

**Was bedeutet es, als Mensch neben weiteren Lebewesen zu existieren? Wie kann man ein guter Bürger in dieser Welt sein? Derartigen Fragen geht das faszinierende Werk des brasilianischen Künstlers Jonathas de Andrade (*1982) nach. Es betrachtet menschliche Stärke und Schwäche und zeigt das Potenzial der Menschen, gesellschaftliche, politische und körperliche Herausforderungen in erster Linie dadurch zu überwinden, dass sie sich mit anderen Lebewesen verbinden. Indem Menschen sich verbünden und einander unterstützen, erheben sie sich über ihren Alltag. Dabei treiben sie den eigenen Körper und den Geist an Grenzen, was sie häufig an Schwellenzustände führt. De Andrades Werke bestätigen zugleich die Macht des Individuums und die Macht der Gemeinschaft, und zwar nicht in ihrer Gegensätzlichkeit, sondern als zwei einander nährende Pole.**

De Andrades Projekten liegt das Anerkennen zugrunde, dass wir in einer diversen Gesellschaft leben und dass alle Stimmen gehört werden müssen, um ihren Zusammenhang und ihre Zusammengehörigkeit zu sichern. Die Protagonisten seiner Werke stammen häufig aus den Vor-höfen sozioökonomischer Schichten oder werden von der Mainstream-Gesellschaft übersehen. Ihre Stimme und ihre Berufung finden sie in der Interaktion mit anderen, ebenso an den Rand gedrängten Individuen.

Die Nachteile, denen sie ausgesetzt sind, wandeln sich so zu Vorteilen; sie werden zu einer Plattform, von der aus die Menschen als Individuen erkennbar werden, ihre Stimme erheben und ihre je eigenen Botschaften artikulieren. Das Verständnis, dass jeder lebende Organismus einzigartig ist und zugleich Teil eines vibrierenden, dichten ökologischen Netzwerks aus weiteren Menschen, Tieren und Pflanzen, verleiht den Individuen gleichzeitig die Kraft und das Vertrauen, Schwierigkeiten zu überwinden.

Jonathas de Andrade ist eine herausragende Stimme der gegenwärtigen Kunstszene. Er arbeitet mit Video ebenso wie mit Fotografie, Skulptur und Installation. Obgleich schon vielfach in Südamerika, Nordamerika und Westeuropa ausgestellt, wurde seine Kunst in Deutschland bislang kaum gezeigt. Die **Doppelausstellung in Bad Muskau und Cottbus** im Rahmen des Lausitz Festivals 2026, die einige seiner bedeutendsten Arbeiten in unterschiedlichen Medien zeigt, bietet erstmals die Chance zu einer gründlichen Auseinandersetzung mit diesem Künstler in Deutschland.

Ausgehend von Jonathas de Andrades künstlerischem Umgang mit gesellschaftlichen Fragen verknüpfen die Ausstellungen in Bad Muskau und in Cottbus ausgewählte Kunstwerke aus den 1920er- und 1930er-Jahren mit seinen Arbeiten. Zu sehen sind Fotografien, Grafiken und Malerei von Künstlerinnen und Künstlern wie Walter Ballhause, Hans Grundig, Lea Grundig, Oskar Nerlinger, Alexander Rodtschenko, Fritz Schulze und Eva Schulze-Knabe, die Kunst als einen ästhetischen Ausdruck engagierten gesellschaftlichen Handelns begriffen. In ihren Arbeiten entwickelten sie spezifische, künstlerisch-formale Gesten zwischen Realität und Fiktion. So stehen diese Kunstwerke, die in einem Abstand von rund einem Jahrhundert entstanden, nicht nur als Zeugen ihrer Epochen nebeneinander, sondern verbinden sich in ihrem gesellschaftlichen Spürsinn und ihrer sozialen Relevanz.

**»Der grelle Schein der Ränder« sind Ausstellungen des Lausitz Festivals und des Brandenburgischen Landesmuseums für moderne Kunst (BLMK), in Kooperation mit der Stiftung »Fürst-Pückler-Park Bad Muskau«. Kuratiert von Kobi Ben-Meir und Ulrike Kremeier. Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.**
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**Laufzeit:** 01.09.–15.11.2026, **Öffnungszeiten: **Di–So, 11:00–19:00 Uhr

**Was bedeutet es, als Mensch neben weiteren Lebewesen zu existieren? Wie kann man ein guter Bürger in dieser Welt sein? Derartigen Fragen geht das faszinierende Werk des brasilianischen Künstlers Jonathas de Andrade (*1982) nach. Es betrachtet menschliche Stärke und Schwäche und zeigt das Potenzial der Menschen, gesellschaftliche, politische und körperliche Herausforderungen in erster Linie dadurch zu überwinden, dass sie sich mit anderen Lebewesen verbinden. Indem Menschen sich verbünden und einander unterstützen, erheben sie sich über ihren Alltag. Dabei treiben sie den eigenen Körper und den Geist an Grenzen, was sie häufig an Schwellenzustände führt. De Andrades Werke bestätigen zugleich die Macht des Individuums und die Macht der Gemeinschaft, und zwar nicht in ihrer Gegensätzlichkeit, sondern als zwei einander nährende Pole.**

De Andrades Projekten liegt das Anerkennen zugrunde, dass wir in einer diversen Gesellschaft leben und dass alle Stimmen gehört werden müssen, um ihren Zusammenhang und ihre Zusammengehörigkeit zu sichern. Die Protagonisten seiner Werke stammen häufig aus den Vor-höfen sozioökonomischer Schichten oder werden von der Mainstream-Gesellschaft übersehen. Ihre Stimme und ihre Berufung finden sie in der Interaktion mit anderen, ebenso an den Rand gedrängten Individuen.

Die Nachteile, denen sie ausgesetzt sind, wandeln sich so zu Vorteilen; sie werden zu einer Plattform, von der aus die Menschen als Individuen erkennbar werden, ihre Stimme erheben und ihre je eigenen Botschaften artikulieren. Das Verständnis, dass jeder lebende Organismus einzigartig ist und zugleich Teil eines vibrierenden, dichten ökologischen Netzwerks aus weiteren Menschen, Tieren und Pflanzen, verleiht den Individuen gleichzeitig die Kraft und das Vertrauen, Schwierigkeiten zu überwinden.

Jonathas de Andrade ist eine herausragende Stimme der gegenwärtigen Kunstszene. Er arbeitet mit Video ebenso wie mit Fotografie, Skulptur und Installation. Obgleich schon vielfach in Südamerika, Nordamerika und Westeuropa ausgestellt, wurde seine Kunst in Deutschland bislang kaum gezeigt. Die **Doppelausstellung in Bad Muskau und Cottbus** im Rahmen des Lausitz Festivals 2026, die einige seiner bedeutendsten Arbeiten in unterschiedlichen Medien zeigt, bietet erstmals die Chance zu einer gründlichen Auseinandersetzung mit diesem Künstler in Deutschland.

Ausgehend von Jonathas de Andrades künstlerischem Umgang mit gesellschaftlichen Fragen verknüpfen die Ausstellungen in Bad Muskau und in Cottbus ausgewählte Kunstwerke aus den 1920er- und 1930er-Jahren mit seinen Arbeiten. Zu sehen sind Fotografien, Grafiken und Malerei von Künstlerinnen und Künstlern wie Walter Ballhause, Hans Grundig, Lea Grundig, Oskar Nerlinger, Alexander Rodtschenko, Fritz Schulze und Eva Schulze-Knabe, die Kunst als einen ästhetischen Ausdruck engagierten gesellschaftlichen Handelns begriffen. In ihren Arbeiten entwickelten sie spezifische, künstlerisch-formale Gesten zwischen Realität und Fiktion. So stehen diese Kunstwerke, die in einem Abstand von rund einem Jahrhundert entstanden, nicht nur als Zeugen ihrer Epochen nebeneinander, sondern verbinden sich in ihrem gesellschaftlichen Spürsinn und ihrer sozialen Relevanz.

**»Der grelle Schein der Ränder« sind Ausstellungen des Lausitz Festivals und des Brandenburgischen Landesmuseums für moderne Kunst (BLMK), in Kooperation mit der Stiftung »Fürst-Pückler-Park Bad Muskau«. Kuratiert von Kobi Ben-Meir und Ulrike Kremeier. Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.**
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