Selbstverteidigung, literarisch: "Vor dem Sturm"

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p.P. = pro Person, p.P./N = pro Person / Nacht, p.E./N = pro Einheit/ Nacht, EZ = Einzelzimmer, DZ = Doppelzimmer, FeWo = Ferienwohnung oder -haus, App. = Appartement, Suite = Suite, FR = Frühstück, HP = Halbpension, VP = VollPension

Das Theodor-Fontane-Archiv widmet einen Abend dem wenig bekannten Romandebüt Fontanes, "Vor dem Sturm", und geht dabei der Frage nach, wie Literatur gesellschaftliche Bedrohungsszenarien darstellt und reflektiert. Eine Lesung von ausgewählten Passagen durch die Schauspielerin Katharina Thalbach wird in die Romanhandlung einführen. Davon ausgehend diskutieren die Demokratieforscherin Hedwig Richter und der Fontane-Biograf Iwan-Michelangelo D’Aprile den Ort des Romans in der Literatur und Kultur des 19. Jahrhunderts und fragen nach den Krisengeschichten, die sich in den Text eingeschrieben haben. Der Abend findet im Rahmen einer bundesweiten Veranstaltungsreihe in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach statt. Die Teilnahme ist 'in Präsenz' in der Potsdamer Villa Quandt oder über die Videokonferenz-Software Zoom möglich.

Theodor Fontanes Romanerstling "Vor dem Sturm" erschien 1878 ‒ zunächst als 36-teiliger Vorabdruck in der Leipziger Wochenzeitschrift "Daheim", dann als vierbändige Buchausgabe. Der "Roman aus dem Winter 1812 auf 13", so der Untertitel, führt in die Zeit der preußischen Befreiungskriege gegen die napoleonische Besatzung. Doch seine Figuren tragen bereits die Spuren früherer Konflikte und für die Leserinnen und Leser des 19. Jahrhunderts klangen in ihm auch die Erfahrungen der damals erst wenige Jahre zurückliegenden 'Einigungskriege' nach. "Vor dem Sturm" ist damit nicht nur ein historischer Roman, sondern ein vielschichtiges ästhetisches Nachdenken über Europa im Krieg, über Gesellschaften im Widerstand und über die Spielräume des Einzelnen in unsicheren Zeiten.

Die vom Deutschen Literaturarchiv Marbach getragene deutschlandweite Reihe "Selbstverteidigung, literarisch", die mit Partnern u.a. in Frankfurt a.M., Weimar und München durchgeführt wird, nimmt unsere gegenwärtige Situation der Multikrisen zum Ausgangspunkt, um auszuloten, wie Bedrohungssituationen und Kriegserfahrungen wahrgenommen und in der Literatur ästhetisch verarbeitet wurden. In diesem Sinne fragt die Reihe: Was tun, wenn das eigene Land, die eigene Kultur bedroht wird? Welcher geistigen Voraussetzungen bedarf es, um die Lage zu verstehen und entsprechend zu handeln, um ‒ wie es heute heißt ‒ resilient zu werden?
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Das Theodor-Fontane-Archiv widmet einen Abend dem wenig bekannten Romandebüt Fontanes, "Vor dem Sturm", und geht dabei der Frage nach, wie Literatur gesellschaftliche Bedrohungsszenarien darstellt und reflektiert. Eine Lesung von ausgewählten Passagen durch die Schauspielerin Katharina Thalbach wird in die Romanhandlung einführen. Davon ausgehend diskutieren die Demokratieforscherin Hedwig Richter und der Fontane-Biograf Iwan-Michelangelo D’Aprile den Ort des Romans in der Literatur und Kultur des 19. Jahrhunderts und fragen nach den Krisengeschichten, die sich in den Text eingeschrieben haben. Der Abend findet im Rahmen einer bundesweiten Veranstaltungsreihe in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach statt. Die Teilnahme ist 'in Präsenz' in der Potsdamer Villa Quandt oder über die Videokonferenz-Software Zoom möglich.

Theodor Fontanes Romanerstling "Vor dem Sturm" erschien 1878 ‒ zunächst als 36-teiliger Vorabdruck in der Leipziger Wochenzeitschrift "Daheim", dann als vierbändige Buchausgabe. Der "Roman aus dem Winter 1812 auf 13", so der Untertitel, führt in die Zeit der preußischen Befreiungskriege gegen die napoleonische Besatzung. Doch seine Figuren tragen bereits die Spuren früherer Konflikte und für die Leserinnen und Leser des 19. Jahrhunderts klangen in ihm auch die Erfahrungen der damals erst wenige Jahre zurückliegenden 'Einigungskriege' nach. "Vor dem Sturm" ist damit nicht nur ein historischer Roman, sondern ein vielschichtiges ästhetisches Nachdenken über Europa im Krieg, über Gesellschaften im Widerstand und über die Spielräume des Einzelnen in unsicheren Zeiten.

Die vom Deutschen Literaturarchiv Marbach getragene deutschlandweite Reihe "Selbstverteidigung, literarisch", die mit Partnern u.a. in Frankfurt a.M., Weimar und München durchgeführt wird, nimmt unsere gegenwärtige Situation der Multikrisen zum Ausgangspunkt, um auszuloten, wie Bedrohungssituationen und Kriegserfahrungen wahrgenommen und in der Literatur ästhetisch verarbeitet wurden. In diesem Sinne fragt die Reihe: Was tun, wenn das eigene Land, die eigene Kultur bedroht wird? Welcher geistigen Voraussetzungen bedarf es, um die Lage zu verstehen und entsprechend zu handeln, um ‒ wie es heute heißt ‒ resilient zu werden?
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